Heute selbstverständlich, doch wie war das früher?

Wäsche waschen: Funktionierte damals, klappt heute und geht auch alternativ

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Dieses Bild lässt erahnen, wie mühsam das Wäsche waschen in der Vergangenheit gewesen sein muss.

Es ist eine Aufgabe, die schon bei den alten Römern auf der Tagesordnung stand: das Wäsche waschen. Aber es hat sich mächtig gewandelt.

Diese kleine Zeitreise beginnt vor Jahrhunderten, erklärt, worauf im heutigen, hoch-technisierten Alltag zu achten ist und verrät sogar einige Tipps, die nicht jeder Otto-Normalverbraucher kennt.

Das Wäsche waschen war anno dazumal noch Handarbeit

Wie die heute alltäglich gewordene Arbeit des Wäschewaschens begonnen hat, ist vor allem in alten Bildern überliefert. Und eines eint die Bilder aus Mesopotamien, Ägypten und Rom: Das Wäsche waschen war eine schwere körperliche Arbeit. Vor allem mit Waschzusätzen wurde in der Vergangenheit mächtig experimentiert. Soda und Pottasche nutzten die Ägypter, obgleich gerade dieses Volk schon längst Seife benutzte – allerdings nur zur Reinigung von Menschen und nicht zur Reinigung von Kleidungsstücken. Auch die Römer nutzten die Seife für sich selbst, setzen aber beim Wäschewaschen auch auf den Alkali-Gehalt (alkalisches Ammoniak) im Urin.

Was kaum einer weiß: Noch im Mittelalter wuschen nur die gehobenen, wohlhabenden Schichten ihre Wäsche mit Seife. Die ärmere Bevölkerung nutzte Talg und Holzasche, um Flecken aus der Kleidung zu bekommen. Anstrengend war im Übrigen nicht etwa die Suche nach dem passenden Reinigungsmittel, sondern der Reinigungsvorgang an sich. Die drei Waschvorgänge des Wäschestampfens, Wäscheschlagens und Wäschereibens waren nötig, um den Schmutz aus der Kleidung zu entfernen. Die starke Reibung der Wäsche auf dem Waschbrett war nicht nur wichtig im Kampf gegen Flecken, sondern vor allem auch kräftezehrend. Wer es sich leisten konnte, nutzte Seife am Stück, um Flecken zu behandeln. Waschmittel gab es erst Ende des 19. Jahrhunderts. Die Erfindung der Waschmaschine im Jahr 1901 sollte der anstrengenden Handarbeit langfristig Abhilfe schaffen.

Schick und modern sehen sie alle aus. Ein Blick ins Detail weist verschiedene Programme und technische Finessen aus.

Heute herrscht Variantenvielfalt bei der Wahl der Waschmaschine

Der Kunde hat buchstäblich die Qual der Wahl, denn es gibt längst nicht mehr das eine Waschmaschinen-Modell, sondern unzählig viele verschiedene Modelle. Verbraucher tun gut daran, Testberichte zu studieren und diese Kennwerte zu vergleichen:

  • Bauform. In Deutschland sind Trommelwaschmaschinen am weitesten verbreitet. Dabei liegt die Waschtrommel horizontal. Das vertikale Pendant, die Bottichwaschmaschine, findet vor allem in den USA Anwendung. Darüber hinaus wird in Top- und Frontlader unterschieden – je nachdem von wo aus die Schmutzwäsche eingefüllt wird.
  • Programme. Die meisten Maschinen warten mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Waschprogrammen auf. Das ist vor allem mit Blick auf die unterschiedlichsten Materialien zu begründen, denen eine möglichst angepasste Wäsche und Pflege zu Teil werden soll. Sehr moderne Modelle warten mit Spezialprogrammen für Outdoor-Kleidung usw. auf. Tipp: Verbraucher sollten darauf achten, dass Temperatur, Laufzeit und Schleuderdrehzahl einzeln auszuwählen sind, um den Waschvorgang auch der Wäsche anpassen zu können.
  • Technik. Wer technisch versiert ist, der wird mit Sensoren für die Mengenautomatik, die Unwuchtkontrolle, die Beladung, das Wasser und die Kindersicherung sicherlich Spaß haben. Und nicht nur das. Diese technischen Feinheiten sind dazu da, Wasser und Energie zu sparen, eine Überladung zu verhindern, Schäden zu minimieren und Fehler beim Dosieren zu umgehen.
  • Energieeffizienz. Die Farbstreifen, die auf dem Gerät angebracht sind, oder beim Kauf in der Beschreibung ausgewiesen werden, stehen für die Energieeffizienz des Geräts. Dabei gilt: Auch wenn die Skala von A+++ bis D geht, sind nur die Klassen A+, A++ und A+++ akzeptable Werte, um wirklich energieeffizient zu sein. In die Berechnung fließen Werte ein wie der Strom- und Wasserverbrauch, aber auch Geräuschemissionen, Beladungsmenge und Schleuderwirkungsklasse.

Neben der passenden Technik kommt es letztlich auch auf die Wäsche und deren Vorbereitung auf den Waschvorgang an. Hier gibt es einige Tipps, welche Fehler beim Waschen verhindert werden sollten.

Alternativen zu regulärem Waschmittel

Mindestens ebenso vielfältig wie die Geräte selbst sind auch die verfügbaren Waschmittel. Bunt- und Vollwaschmittel sind die Standards. Hinzu kommen Waschmittel für Wolle, für Feines, für Jeans, für Schwarzes usw. Zudem macht sich ein ganz neuer Trend breit, der fast schon ein wenig an die Suche der Römer und Ägypter nach einem passenden Waschmittel erinnert, denn: Do-it-yourself Waschmittel liegt im Trend.

Aus Waschsoda, Kernseife, ätherischem Öl und Wasser kann dieses Waschmittel hergestellt werden. Das so hergestellte Waschmittel ist ein Allrounder, der für viele Kleidungsstücke geeignet ist. Für weiße Wäsche sollten ein bis zwei Teelöffel Natron zugegeben werden. Für Wolle und Seide ist das Waschmittel nicht geeignet. Für diese sehr empfindlichen Stoffe eignen sich selbstgemachte Waschmittel aus Kastanien.

Warum gerade beim Waschmittel die Suche nach natürlichen Alternativen großgeschrieben wird, ist auf einen bewussteren Lebensstil und den Kostenfaktor zurückzuführen. Neben dem Versuch, die Umwelt zu schonen, schont natürlich jeder Verbraucher gerne seinen Geldbeutel – und wenn sich beide Schon-Varianten kombinieren lassen, umso besser. Welche Oma-Tipps hingegen nachweislich nicht zielführend sind, steht in diesem Beitrag.

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