Sicherer wohnen

Außenbeleuchtung schützt vor Einbrüchen

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Ein Blick in die Kriminalstatistik zeigt, dass die Einbrüche in Privathaushalte 2018 zurückgegangen sind. Doch im Ernstfall hilft das wenig.

Entgegen landläufigen Meinungen schlagen Einbrecher nicht nur bei Reichen zu, sondern es kann im Prinzip jeden Haus- und Wohnungsbesitzer treffen. Nicht selten ist der emotionale Schaden für die Betroffenen dabei viel schwerwiegender als der finanzielle. Glücklicherweise ist es gar nicht so schwer, sich zu schützen. Mit einer durchdachten Außenbeleuchtung können Sie das Einbruchsrisiko deutlich reduzieren. Gerade im Herbst und Winter kann eine Außenbeleuchtung an Haus und Garage den entscheidenden Unterschied ausmachen. Denn Einbrecher schlagen bevorzugt zu, wenn die Hausbesitzer abwesend sind – dabei nutzen sie den Schutz der Dunkelheit, wenn es geht: Also eher nicht in der Nacht, sondern laut Statistik bis etwa 22 Uhr. Zur kalten Jahreszeit setzt die Dämmerung früher ein und erleichtert es Kriminellen, unbemerkt zu bleiben. Nicht umsonst gilt der Winter als Hochsaison für Einbrecher.

Gewusst wie: Licht als Einbruchschutz 

Der wirkungsvolle Einsatz von Außenbeleuchtung als Einbruchschutz setzt eine gründliche Planung voraus. Wichtig ist etwa, dass Sie Grundstück und Garage möglichst flächendeckend ausleuchten. Die Helligkeit des Lichts ist dabei zweitrangig. Überlegen Sie sich also genau, an welchen Stellen Leuchten einen größtmöglichen Bereich abdecken. Besondere Aufmerksamkeit sollten dabei potenzielle Einstiegswege genießen: Türen, Treppen und Fenster haben also Priorität.

Neben dem Anbringungsort spielt aber auch die Art der Beleuchtung eine entscheidende Rolle. Für weitläufige Flächen bieten sich etwa Scheinwerfer mit breitem Abstrahlwinkel an. Außerdem sollten Sie auf die passenden (IP-)Schutzarten achten, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten: Bei der Außen- und Garagenbeleuchtung ist ein Schutz gegen Wasser beziehungsweise Feuchtigkeit wichtig. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn ein Regenschauer Ihnen das Licht “ausknipst” und einen Kurzschluss verursacht. Wie gut der Schutz gegen Spritzwasser und Feuchtigkeit ist, erkennen Sie an der IP-Nummer. Die erste Ziffer (1 bis 6) des zweistelligen IP-Ratings gibt Auskunft über den Schutz gegen Staub, die zweite über den Schutz vor Wasser: je höher, desto besser. 

Bewegungsabhängige Aktivierung der Außenbeleuchtung 

Dank LED-Technologie verhindern die Stromkosten eine kontinuierliche Außenbeleuchtung heutzutage nicht mehr zwangsläufig. Doch eine plötzliche einsetzende Erleuchtung erregt deutlich mehr Aufmerksamkeit. Hier kommen Bewegungsmelder ins Spiel: Sie aktivieren die Außen- oder Garagenbeleuchtung, sobald jemand Ihr Grundstück betritt.

Achten müssen Sie dabei zum einen auf einen möglichst großen Erfassungswinkel. Zum anderen sollten die Sensoren aber nicht bei allen Bewegung anspringen. Schließlich soll das Licht nicht jedes Mal angehen, wenn eine Katze durch Ihren Garten streunt. Greifen Sie also zu einem Bewegungsmelder, der kleinere Eindringlinge ignoriert. Einige Modelle bieten zudem einen integrierten Dämmerungssensor. Damit springt das Licht nur nach Einbruch der Dunkelheit an. 

Anwesenheit mit Licht vortäuschen 

Nicht nur Ihre Außen- und Garagenbeleuchtung kann einen Einbruch bereits im Vorfeld verhindern. Auch innerhalb Ihrer vier Wände kann Licht dazu beitragen, Kriminelle abzuschrecken. Denn nur die wenigsten trauen sich einzusteigen, während die Hausbesitzer vor Ort sind. Deshalb sollten es bei Ihnen zuhause auch während einer längeren Abwesenheit nie durchgehend dunkel sein.

Umgekehrt fallen gewiefte Einbrecher nicht auf ein ununterbrochen beleuchtetes Haus herein, und auch eine Lampe, die immer zur selben Zeit angeht, macht misstrauisch. Mit programmierbaren Zeitschaltuhren können Sie Ihre Anwesenheit glaubwürdig vortäuschen. Denn sie ermöglichen es Ihnen, präzise festzulegen, wann welcher Bereich Ihres Hauses erleuchtet ist.

Noch mehr Möglichkeiten bieten Smart-Home-Systeme. Haben Sie Ihr Zuhause intelligent vernetzt, können Sie Ihre Beleuchtung etwa auch via Smartphone-App aus der Ferne steuern. Allerdings ist diese Lösung nicht auf die Schnelle realisierbar, sondern setzt eine ebenso sorgfältige Planung voraus wie die Installation Ihrer Innen- und Außenbeleuchtung.

Falls Sie weitere Informationen zum Einbruchschutz suchen, wenden Sie sich an die örtliche Polizei: In manchen Gemeinden finden regelmäßig Informationsveranstaltungen zu dem Thema statt.

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