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Protokoll des Wahnsinns: So pingelig beschwert sich ein Mieter

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Nörgelnde Nachbarn kennt vermutlich jeder - da ist manchmal jeder Schritt im Treppenhaus zu viel. Ein Bewohner treibt es aber mit seinem Aushang auf die Spitze.

Knallende Türen, laute Musik oder Nachbarn, die ständig ihren Müll im Treppenhaus hinterlassen - keine Frage, das kann einen Bewohner irgendwann auf die Palme bringen. Doch der Aushang, den ein Bewohner eines Mietshauses zur Schau stellte, ist an Pingeligkeit kaum zu übertreffen.

Anwohner schreibt Protokoll - mit allen Details

Darauf protokolliert er mit Angabe des Tages und der Uhrzeit penibel, was ihn an dem Verhalten der anderen Bewohner nervt. Im Wortlaut heißt es: "Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, über die letzten Wochen hinweg sind mir einige Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Ich habe mir die Zeit genommen, dies zu protokollieren."

Es folgen sechs Punkte, die dem Autor in letzter Zeit sauer aufgestoßen sind. Darunter: "Samstag - 22.55 Uhr: Wumms! Eine Haustür fällt laut ins Schloss! Das muss nicht sein." Oder: "Sonntag - 12:42 Uhr: Bonbonpapier 'Nimm Zwei' liegt auf der Treppenstufe zwischen dem 2. und 3. Stock! (4. Stufe)." Außerdem wagten es die anderen Bewohner den Deckel der linken Altpapiertonne geöffnet zu lassen - was dazu führte, dass der Autor selbst Hand anlegen musste.

Zudem vernahm er am Dienstag um 22.13 Uhr noch den Schrei eines Kindes. Dieses sollte um diese Zeit doch schon längst im Bett sein, wie er findet. Nicht zu vergessen der Fußabstreifer am Eingang, der schon wieder schräg vor der Tür lag. Zuletzt bemängelt er noch, dass ein Fahrrad für 40 Minuten im Treppenhaus stand und nicht in dem dafür vorhergesehenen Keller.

"Und das ist nur die letzte Woche", echauffiert sich der Autor. "Eine Kopie des Protokolls habe ich in jeden Briefkasten gelegt, in der Hoffnung, dass meine Hinweise auf fruchtbaren Boden treffen."

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User nehmen den Aushang auseinander

Der Aushang stammt vom Online-Portal Webfail und macht seither auf Facebook die Runde. Wo genau der Aushang aufgehängt wurde, ist nicht bekannt. Auch nicht, ob er wirklich echt ist oder lediglich von einem Scherzbold übers Internet verbreitet wurde. 

Zumindest amüsieren sich die User nun prächtig über die Pingeligkeit des Schreibers. "So einem Nachbar würde ich das Leben zu Hölle machen. Mal die Waschmittelschublade ungeöffnet hinterlassen, mal die Gummistiefel vor der Tür stehen, den Fensterladen halbgeöffnet und dann mal 4 bis 5 Stunden Metallica auf Volllautstärke runterscheppern lassen", kommentiert zum Beispiel eine Nutzerin.

Ein weiterer User treibt die Nörgelei noch einmal auf die Spitze: "Das lädt doch zum kommentieren ein: 'Das Bonbonpapier war nicht von mir, meins lag zwei Stufen höher.'" Oder: "Wie wäre es mit dem dezenten Hinweis, dass Aushänge im Treppenhaus aus brandschutzrechtlichen Bestimmungen verboten sind, nach Hausordnungs-Paragraph 6.3?"

Doch Aushänge werden nicht nur genutzt, um die Bewohner bloßzustellen oder seine Wut herauszulassen - in diesem Fall versuchte ein Frau vor WLAN zu warnen.

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