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Der Mannheimer Wohnungs- und Häusermarkt

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Von: Robin Eichelsheimer

Blick über die Augustaanlage auf den Wasserturm in Mannheim.
Der Wasserturm im Herzen der Stadt ist das Wahrzeichen Mannheims. © stock.adobe.com/Christina Aurora

Immobilien in Mannheim sind verhältnismäßig preiswert, wenn man die Kaufpreise mit dem Bundesland und dem deutschlandweiten Durchschnitt für 30, 60 oder 100 Quadratmeter vergleicht.

In Mannheim liegt der durchschnittliche Kaufpreis für eine Immobilie bei etwa 3.500 Euro pro Quadratmeter. Die Preise variieren abhängig der Bezugsgröße, die erworben wird. Mannheim liegt dabei ein wenig unterhalb des Baden-Württembergischen Durchschnitts und noch stärker unter dem deutschen Durchschnitt, wenn es um kleinere Objekte geht.

Preisspiegel 2020 für Immobilien in Mannheim

Wer sich in Mannheim eine Immobilie zulegen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Obwohl der durchschnittliche Quadratmeterpreis hoch wirkt, ist es nicht der Fall. Stattdessen liegt Mannheim sogar ein wenig unter dem Durchschnitt, wie der Immobilienpreisspiegel 2020 verrät.

Kleine Immobilien von etwa 30 und 60 Quadratmetern sind daher in Mannheim preiswerter als in ganz Baden-Württemberg und Deutschland (zumindest im Durchschnitt). Auffällig ist auch, dass sich die Preise für die zwei Größenordnungen kaum unterscheiden. Lediglich Objekte mit 100 Quadratmetern sind mehr gefragt und daher auch mit höheren Kaufpreisen versehen. Dies ist jedoch auch im Bundesland und in ganz Deutschland der Fall, sodass Mannheim auch hierbei am günstigsten wegkommt.

Der Blick auf die Vergangenheit

Doch wie haben sich die Preise in Mannheim verändert? Waren die Kaufpreise in der Stadt schon immer verhältnismäßig niedrig, wenn man sie mit dem Bundesland und Deutschland allgemein vergleicht? Ein Blick in die Vergangenheit hält die Antwort bereit.

Mieten in Mannheim – wie teuer ist die Wohnungsmiete in der Stadt?

Schlüsselübergabe
Bei den Mietpreisen liegt Mannheim im bundesweiten Vergleich über dem Durchschnitt. © stock.adobe.com/galitskaya

Kommen wir zu den Mietpreisen in Mannheim. Diese wiederum gestalten sich von der Aufteilung her anders als die Kaufpreise. Kaufobjekte sind in Mannheim preiswerter als durchschnittlich im Bundesland Baden-Württemberg oder in Deutschland. Bei den Mietpreisen sieht es anders aus. Hier liegt Mannheim in allen Größen über dem deutschen Durchschnitt.

Entwicklung des Miet-Marktes in Mannheim

Blicken wir auch in Sachen Mietwohnungen auf die Entwicklung. Haben sich die Preise, genau wie bei den Kaufobjekten, stetig nach oben entwickelt? 

Zwischen 2016 und 2019 haben sich die Mietpreise in Mannheim für 30-Quadratmeter-Wohnungen nur marginal verändert. 2016 lagen sie noch bei 12,41 Euro pro Quadratmeter und 2019 bei 12,84 Euro pro Quadratmeter. Von 2019 auf 2020 gab es dagegen eine größere Entwicklung. Bei den 60- und 100-Quadratmeter-Wohnungen waren die Veränderungen in den drei Jahren stärker ausgeprägt, dafür gab es von 2019 auf 2020 kaum eine Entwicklung.

Für die 30-Quadratmeter-Wohnungen haben sich die Baden-Württembergischen Wohnungspreise für kleine Wohnungen sogar reduziert, sind aber bei größeren Wohnungen ein wenig gestiegen.

Beliebte Kauf- und Miet-Viertel in Mannheim

In einigen Stadtteilen in Mannheim werden Häuser sehr gerne gekauft, andere Stadtteile sind günstiger und damit unbeliebter. Ähnlich sieht es bei den Mieten aus. Auch hier gibt es Gegenden, in denen Wohnungen relativ teuer oder günstig gemietet werden können.

Dadurch wird auch schon einmal die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Gebiet gefällt, welches vielleicht preiswerter und weniger beliebt ist, aber dafür erschwinglicher.

Die Aussage ist daher nicht ganz richtig, dass diese Viertel von Mannheim weniger angesehen oder angenehm sind. Ganz im Gegenteil: Nur, weil ein hoher Bedarf und damit höhere Preise bestehen, heißt es nicht zwangsweise, dass andere Viertel nicht ebenfalls mit faszinierenden Ecken und Kanten aufwarten können.

Maklergebühren berücksichtigen

Wohnungsbesichtigung
Maklergebühren sollten stets berücksichtigt werden. © stock.adobe.com/AntonioDiaz

Ein weiterer Punkt, der für unterschiedlich hohe Kosten sorgen kann, sind schließlich die Maklergebühren. Zwar gibt es einen deutschlandweit festgelegten Höchstsatz, davon abweichend können einzelne Bundesländer eigene (niedrigere) Sätze festlegen. Wer die Gebühr in welchem Umfang übernehmen muss, ist ebenfalls gesetzlich geregelt. Mehr als 50 Prozent dürfen nicht auf den Kunden abgewälzt werden.

Ein Rechenbeispiel zeigt, dass die Maklergebühr den endgültigen Preis nochmals um einige tausend Euro erhöhen kann: Wenn ein Haus beispielsweise insgesamt 250.000 Euro kostet und ein Käufer muss die Hälfte des Maklers übernehmen (in BadenWürttemberg gilt aktuell der Höchstsatz von 7,14 Prozent des Verkaufspreises), dann sind zusätzlich 8.925 Euro zu entrichten. Günstiger wird es nur, wenn mit dem Makler ein günstigerer Satz für seine Provision ausgehandelt werden kann.

Übrigens: Wer 2020 ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, sollte nicht nur auf die Preise achten. Auch die Wahl des Maklers ist wichtig, sofern diese Position besetzt werden soll. Unseriöse Makler lassen sich beispielsweise daran erkennen, dass sie (noch) nicht auf neue Regelungen zugreifen. Eine davon besagt seit diesem Jahr, dass die Makler-Courtage nur noch geteilt werden darf, sodass Käufer höchstens 50 Prozent der veranschlagten Makler-Gebühr übernehmen müssen.

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