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Notfallplan der Bundesregierung: In welchen Fällen wird Verbrauchern der Gashahn zugedreht?

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Im Falle eines Lieferstopps aus Russland könnte das Gas knapp werden. Für diesen Fall gibt es einen Notfallplan, der festlegt, wer zuerst auf Gas verzichten müsste.

Rund die Hälfte aller Haushalte in Deutschland besitzt eine Gasheizung. Sollte Russland in Folge des Ukraine-Konflikts* die Gaslieferungen einstellen, könnte die Versorgung mit Gas in Deutschland schnell an ihre Grenzen kommen. Das bestätigte auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Schließlich stammt die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Gases aus Importen aus Russland. Doch was würde passieren, wenn das Gas infolge eines Lieferstopps nicht mehr reicht? Würden Mieter und Eigentümer dann auf Gas für ihre Heizung verzichten müssen?

Bevor Verbrauchern das Gas zum Heizen abgedreht wird, sind laut Notfallplan erst andere an der Reihe.
Bevor Verbrauchern das Gas zum Heizen abgedreht wird, sind andere an der Reihe. Das sieht der Notfallplan der Bundesregierung vor. © photothek/Imago

„Notfallplan Gas“ der Bundesregierung: Haushalte sind besonders geschützt

Dass Verbraucher im Falle eines Gasstopps im nächsten Winter frieren müssen, ist tatsächlich relativ unwahrscheinlich. Für den Fall, dass das Gas für die Versorgung in Deutschland nicht mehr ausreicht, hat die Bundesregierung einen Notfallplan bereitliegen. Der „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“ regelt unter anderem, wem im Falle einer Gasknappheit zuerst der Gashahn zugedreht wird. Dabei sind in der Verordnung drei Krisenstufen definiert. Erst in der letzten Phase, der Notfallphase, wenn kein Gas mehr für den freien Verkauf verfügbar sein sollte, würde die Bunderegierung eingreifen und Gas zuteilen. Für die Verteilung wäre dann die Bundesnetzagentur zuständig. Laut tagesschau.de sieht die Reihenfolge für die Gasverteilung folgendermaßen aus:

Dürfen Mieter eigentlich Ukraine-Flüchtlinge aufnehmen? Dazu kennt das Mietrecht eine klare Antwort.

Gasversorgung in Deutschland ist für die nächsten Monate gesichert

„Haushaltskunden unterliegen in einer solchen Situation einem besonderen gesetzlichen Schutz und werden vorrangig versorgt“, teilte ein Sprecher der Bundesnetzagentur laut eines dpa-Berichts mit. Mieter und Eigentümer müssen sich über ihre Gasversorgung also vorerst keine Sorgen machen. Für die kommenden Monate dürfte die Gasversorgung laut Experten ohnehin gesichert sein – noch reichen die Speicherstände und es stehen noch andere Bezugsquellen zur Verfügung. Der Preis für Gas und Öl steigt jedoch unaufhörlich weiter. Verbraucher müssen infolge der Inflation mit steigenden Kosten rechnen – auch bei der Miete.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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