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Mietpreis-Wahnsinn: WG-Zimmer für Studenten noch teurer

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Von: Franziska Kaindl

Die Mietpreise in deutschen Uni-Städten steigen weiterhin an.
Die Mietpreise in deutschen Uni-Städten steigen weiterhin an. © dpa

Günstige Zimmer sind für Studenten in Deutschland weiterhin eine Rarität. Im letzten Jahr sind die Durchschnittspreise um 3,8 Prozent gestiegen.

Das Leben als Student bleibt weiterhin ein teures Pflaster. Wie das Portal "Studis Online" in einer Pressemitteilung verlauten ließ, bestätigt sich ein erneuter Anstieg der Mietpreise in Wohngemeinschaften. Die Ergebnisse ermittelte das Portal durch eine Analyse der Anzeigen der Online-Wohnungsbörse Studenten-WG.de.

Größen der Studentenzimmer variieren

Zunächst einmal ist zu vermerken, dass nicht nur die Mietpreise, sondern auch die Durchschnittsgrößen der WG-Zimmer im Städtevergleich stark variieren. In Passau (22,9 Quadratmeter) und Berlin (21,0 qm) haben die Studenten den meisten Platz, während es in Jena (15,2), Tübingen (15,8) und Konstanz (16,2) ziemlich eng her geht. Das macht eine durchschnittliche Differenz von bis zu sieben Quadratmetern im Extremfall zwischen den Städten.

Das sind die Spitzenreiter der teuersten WG-Zimmer

München bleibt weiterhin die teuerste Wahl für Studenten mit 28,14 Euro pro Quadratmeter. Im Schnitt zahlt man hier 512 Euro monatlich inklusive Nebenkosten. Das ist eine Steigerung von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit großem Abstand folgen Frankfurt (438 Euro) und Hamburg (425 Euro). Insgesamt ist beim Großteil der deutschen Universitätsstädte ein Anstieg der Mietkosten zu erkennen - mit Ausnahme von Dresden, Kiel, Lübeck, Marburg oder Passau. Hier wurden die Mietpreise um einen Hauch billiger.

Rasante Anstiege der Durchschnittsmieten im Vergleich zum Vorjahr

Im Vorjahr belief sich die Durchschnittsmiete für Studentenzimmer in Deutschland auf 361 Euro. 2016 sind es 375 Euro, was einen Anstieg von 3,8 Prozent ausmacht. Spitzenreiter unter den größten Unistädten ist Berlin mit einer überdurchschnittlichen Steigerung von 5,4 Prozent. Der Trend zu immer teureren Unterkünften für Studenten bleibt also bestehen und wird durch die steigende Anzahl von Studierenden wohl auch so bald kein Ende finden.  

Die Mietpreisanstiege der Unistädte im Ranking

#StadtKosten in € 2016 (2015)Steigerung 2015/2015ø qm€/qm
1München512 (492)4,1%18,228,13
2Frankfurt/Main438 (425)3,1 %17,924,47
3Hamburg426 (413)3,1%17,424,48
4Berlin407 (386)5,4%21,019,38
5Köln407 (390)4,3%18,022,61
6Stuttgart404 (384)5,2%17,423,22
7Düsseldorf383 (377)1,6%18,021,28
8Wiesbaden379 (378)0,3%19,119,84
9Freiburg379 (353)7,3%17,521,66
10Konstanz371 (361)2,8%16,222,90
11Karlsruhe355 (335)6,0%18,119,61
12Erlangen350 (348)0,6%17,220,35
13Darmstadt349 (342)2,0%17,619,83
14Bonn349 (342)2,0%17,719,72
15Mainz343 (334)2,7%17,120,06
16Heidelberg343 (333)3,0%17,319,83
17Potsdam338 (311)8,7%18,418,37
18Mannheim337 (328)2,7%18,018,72
19Hannover335 (319)5,0%18,218,41
20Aachen334 (331)0,9%18,118,45
21Lüneburg333 (318)4,7%18,018,50
22Münster332 (326)1,8%17,618,86
23Bremen331 (328)0,9%18,218,19
24Tübingen330 (319)3,4%15,820,89
25Regensburg328 (324)1,2%17,418,85
26Würzburg328 (314)4,5%20,316,16
27Passau327 (329)- 0,6%22,914,28
28Trier325 (309)5,2%17,718,36
29Oldenburg320 (301)6,3%17,618,18
30Koblenz317 (304)4,3%19,016,68
31Lübeck316 (317)- 0,3%18,117,46
32Essen309 (297)4,0%17,917,26
33Gießen302 (291)3,8%19,015,89
34Bayreuth302 (300)0,7%18,817,06
35Göttingen301 (295)2,0%18,116,63
36Dortmund299 (283)5,7%18,915,82
37Marburg298 (304)- 0,2%19,615,20
38Saarbrücken296 (290)2,1%18,316,17
39Villingen-Schwenningen292 (285)2,5%17,916,31
40Osnabrück288 (283)1,8%17,616,63
41Siegen288 (279)3,2%17,616,36
42Paderborn285 (274)4,0%17,915,92
43Kiel284 (286)- 0,7%17,116,61
44Rostock283 (282)0,4%16,617,05
45Bochum282 (277)1,8%17,216,40
46Erfurt276 (264)4,5%19,114,45
47Hildesheim274 (263)4,2%18,914,50
48Dresden269 (271)- 0,7%17,915,03
49Leipzig268 (246)8,9%19,713,60
50Halle (Saale)243 (236)3,0%20,012,15

Die Berechnung der Kostenanstiege bei Mietpreisen für Studenten-WGs erfolgte durch Studis Online auf Datenbasis von Anzeigen auf der Online-Wohnungsbörse Studenten-WG.de

Von Franziska Kaindl

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