Weniger Stress und mehr Ertrag

Intelligenter Gärtnern: Smarte Helfer für den heimischen Garten

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Bei der BUGA 2023 wird Mannheim die Hauptstadt der Blumen.

Der technologische Fortschritt hält seit einiger Zeit Einzug in den Garten und die praktischen Helfer unterstützen vor allem bei zeitaufwendigen Arbeiten.

Die Umsetzung der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim wird das Stadtbild kurz- und langfristig verändern. Mannheims Bewohner und Besucher können sich von voraussichtlich April bis Oktober 2023 auf gärtnerische Ausstellungen und die schönsten Blumenarrangements freuen. Zusätzlich wird die Stadt um Grünflächen und Freiräume erweitert, die ausreichend Platz für Erholung, Sport und Spaß liefern. Ein solches Großprojekt zur Grünflächengestaltung bringt nicht nur die zurückgehende Bienenpopulation wieder ins Rhein-Neckar-Gebiet, es ist auch die perfekte Präsentationsfläche für neue Technik-Trends für den Garten. Von den Vorzügen automatischer Mährobotern, intelligenter Wassersteuerung und solarbetriebenen Dekoleuchten können sich die Besucher der BUGA direkt selbst überzeugen.

Der Mähroboter als praktischer Rasenhelfer

Moderne Mähroboter kommen mit Steigungen und kleinen Unebenheiten zurecht und pflegen große Rasenflächen.

Mit Mährobotern erledigt sich das Rasenmähen von selbst. Die elektrisch betriebenen Gartenhelfer überzeugen durch ihren leisen und effizienten Rasenschnitt. Mit durchschnittlichen 60 Dezibel (dB) entspricht die Lautstärke etwa der eines normalen Gesprächs und liegt weit unter der Geräuschentwicklung herkömmlicher Rasenmäher. Auch der Stromverbrauch der Mähroboter hat sich in den letzten Jahren weiter reduziert und liegt momentan bei etwa 5,00 € pro 1.000 m².

Durch ihre Sensoren können die automatischen Rasenmäher frei über den zu mähenden Bereich fahren. Sobald sie auf ein Hindernis stoßen, drehen sie um und fahren auf einem anderen Bereich fort. Durch den Akkubetrieb müssen sie nicht an Strom angeschlossen werden, womit keine lästigen Kabel durch den Garten gezogen werden müssen. Sobald sich der Akku dem Ende neigt, fahren sie automatisch zu ihrer Ladestation zurück. Die Ladezeit liegt je nach Gerät zwischen 40 und 90 Minuten.

Tipp: Damit keine angrenzenden Beete oder Blumen durch den Mähroboter beschädigt werden, können Begrenzungsdrähte seinen Bereich eingrenzen.

Der gemulchte Grasschnitt bleibt nach dem Einsatz des Mähroboters feingeheckselt auf dem Rasen liegen und gibt so die Nährstoffe direkt an den Boden zurück. Der zusätzliche Einsatz von Dünger ist trotzdem zu empfehlen. Mineral- oder organische Dünger stärken die Graswurzeln und sorgen für einen gleichmäßigen Wuchs.


Solarleuchten im Garten

Solarbetriebene Leuchten für den Gartenweg oder Sitzbereich wurden in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Die verschiedenen Modelle und effizienten Solarpanels sorgen für eine ausreichende Beleuchtung im Garten. Bei der Anschaffung sollte der jeweilige Einsatzbereich berücksichtigt werden. Sollen die Dekoleuchten entlang der Gartenwege oder in den Beeten angebracht werden, ist eine Lichtkapazität von 1.000 Milliampere-Stunden (mAh) zu empfehlen. Die Lichtakzente setzen die angestrahlten Blumen in das entsprechende Licht. Dagegen sollten Solarleuchten am Eingangs- und Sitzbereich mit etwa 4.000 mAh eine höhere Leistung aufweisen und nachts einen sicheren Zugang sichern.

Da die Solarbeleuchtung permanent den Witterungsverhältnissen im Garten ausgesetzt ist, sollte bei der Anschaffung auf die verarbeiteten Materialien geachtet werden. Varianten aus reinem Plastik fallen Wind und Wetter schneller zum Opfer. Für eine nachhaltige und langjährige Nutzung sind besonders Edelstahl- oder Aluminiumverkleidungen zu empfehlen. Damit leuchten die Gartenlampen auch in den nächsten Jahren noch.

Dem Design der Solarleuchten sind keine Grenzen gesetzt. Egal ob große Solarpanel auf dem Dach des Gartenhauses, runde Beleuchtungsbälle für die Beete oder Solarspieße für den Wegesrand, hier findet jeder eine ökologische und optisch passende Lichtquelle für seinen Garten. Der große Vorteil der solarbetriebenen Leuchten im Garten ist dabei die simple Handhabung. Es müssen keine Kabel verlegt, sondern nur ein sonniger Platz im Garten gefunden werden, damit sich die Solarpanels tagsüber ausreichend aufladen können.

Der smarte Gartenteich

Nicht nur zu Lichterzeugung können Solarelemente im Garten genutzt werden. Auch solarbetriebene Teichpumpen halten die Wasserqualität des Gartenteichs aufrecht und sorgen automatisch für die nötige Wasserzirkulation und das Herausfiltern von Schmutzpartikeln. Damit wird das Entstehen von Algen verhindert und der Sauerstoffgehalt des Gewässers stabil gehalten. Eine mit Sonnenenergie betriebene Teichpumpe benötigt weder Strom noch besondere Aufmerksamkeit.

Mit solarbetriebenen Teichpumpen spart man nicht nur Stromkosten, auch optisch bieten diesen einen Vorteil, da eine Verkabelung durch den Garten zum Teich wegfällt.

Je nach Gerät kann mit einer Fördermenge von 200 bis 600 Liter pro Stunde gerechnet werden. Beim Kauf der Solarpumpe sollte darauf geachtet werden, dass sie eine für die Größe des eigenen Teiches entsprechende Leistung aufweist. Als Faustregel kann gelten, dass die Pumpe das komplette Wasser innerhalb von zwei bis drei Stunden umwälzt. Damit die Solarpumpe auch bei bewölktem Himmel in Betrieb ist, sollte sie einen eingebauten Akku besitzen.

Die Größe der Solarpanels wirkt sich direkt auf die speicherbare Energie aus. Besonders bei größeren Gartenteichen ist daher das Anbringen breitflächiger Panels am Dach des Gartenhauses zu empfehlen. Diese können auch für andere solarbetriebene Geräte, für die Stromversorgung im Garten oder zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden. Bereits bestehende Gartenhäuser können für die Solarnutzung erweitert oder bei einem neuen Bau direkt eingeplant werden. Die Kosten dafür müssen glücklicherweise nicht immer allein getragen werden, denn wer zukunftsorientiert handelt, profitiert von finanziellen Vorteilen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Förderprogrammen, wichtig ist es jedoch, sich vorab über die geeigneten Maßnahmen zu informieren und den Antrag vor dem Umbau bzw. dem Neubau zu stellen.

Ausreichend Wasser im Sommer

Heiße Sommertage machen vielen Gartenpflanzen zu schaffen. Besonders in Kombination mit ausbleibendem Regen muss der Gärtner meist täglich zu Gartenschlauch oder Gießkanne greifen. Smarte Bewässerungshelfer liegen daher voll im Trend und nehmen viel Arbeit ab. Je nach Pflanzenart und benötigtem Wasser können im Garten verschiedene automatische Bewässerungssysteme angebracht werden.

Tropfbewässerung ist besonders wassersparend, da die Bewässerungsschläuche direkt auf den Beeten oder entlang der einzelnen Pflanzen verlegt werden. Damit sickert das Wasser in den Boden und der Verdunstungsverlust wird gering gehalten. Zusätzlich entsteht ein optimales Wasser- und Sauerstoffverhältnis im Boden. Diese Art der Bewässerung bietet sich beispielsweise für Tomatenpflanzen an. Die Blätter sind wasserempfindlich und durch das Gießen von oben anfällig für Kraut- und Braunfäule.

Die Durchflussmenge für eine Tropfbewässerung kann je nach Notwendigkeit zwischen 0 und 20 Litern pro Stunde eingestellt werden. Durch die Bewässerung direkt an der Wurzel der Pflanze ist diese Art besonders effizient. Ein zusätzlicher Pluspunkt der Tropfbewässerung ist die Möglichkeit der gleichzeitigen Düngung.

Tipp: Sind die Bewässerungsschläuche unterirdisch zwischen den Pflanzen verlegt, minimiert sich das Verdunstungsrisiko komplett.

Versenkregner oder Sprinklersysteme eignen sich besonders für große Flächen. Rasen und Beete können mit diesem Bewässerungssystem ergiebig gegossen werden, ohne dass der Gärtner selbst den Gartenschlauch in die Hand nehmen muss. Moderne Systeme werden unterirdisch verlegt und schließen mit der jeweiligen Fläche flach ab, sodass sie keine Stolperfallen darstellen. Nur während der Bewässerungszeit werden die Regner aus der Erde gefahren. Je nach Modell kann schnell und gleichmäßig eine Fläche von 10 bis 140 m² gegossen werden. Besonders Rasenflächen profitieren von dieser Art der Bewässerung. Sie benötigen eine flächendeckend gleichbleibende Wassermenge für den optimalen Wuchs.

Sprühdüsen können zur Bewässerung von Beeten oder Sträuchern eingesetzt werden. Das Wasser wird in einem Beregnungsdurchmesser von 10 bis 40 cm an die umliegenden Pflanzen verteilt und eignet sich besonders zur Bewässerung von Jungpflanzen.

Der Anschluss von Bewässerungssystemen an Wassertanks sorgt für eine besonders ökologische Nutzung des Regenwassers im Garten. In Form von Regentonnen, Erdtanksystemen oder Zisternen wird Wasser effizient gesammelt und kann später zum Gießen verwendet werden. Damit wird nicht nur das verbrauchte Leitungswasser reduziert, sondern auch die Kosten für die Abwasserentsorgung minimiert.

Smartes Gießen und Gärtnern

Damit die Bewässerungssysteme den modernen Ansprüchen entsprechen, wurden automatische Systeme entwickelt, die einfach durch Knopfdruck vom Smartphone oder Tablet gesteuert werden können. Durch Funkkontakt werden die Informationen zur Bodenfeuchte des Gartens und die Daten der Wetterstation an die entsprechende App übertragen. Sobald der Wert der voreingestellten Bodenfeuchte unterschritten wird, setzt die App automatisch die Gießfunktion in Kraft. Damit sorgt das System auch in der Urlaubszeit für einen ausreichend gegossenen Garten.

Tipp: Auch die Bewässerung von Topf- und Kübelpflanzen kann durch eine App automatisch geregelt werden.

Als besonders praktisch stellen sich die Apps heraus, die die verschiedenen Gartenbereiche smart miteinander verbinden. Der Mähroboter kann den Rasen auf die gewünschte Höhe bringen, anschließend wird dieser bewässert und die Tomatenpflanzen entsprechend gegossen, während automatisch die Teichpumpe gestartet wird.

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