Anfallende Kosten

Eigenheim: Der Kaufpreis ist nur der Anfang

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Wer bei dem Erwerb eines Eigenheims nur mit den bloßen Kosten für den Kauf kalkuliert, begeht einen schweren Fehler. 

Wenn der Entschluss steht, eine Immobilie zu kaufen, vergessen viele Menschen, dass es nicht nur einer gehörigen Portion Glück bedarf, das Objekt der Träume zu finden.

Auch bei den Kosten geben sich viele der Wunschvorstellung hin, dass es mit dem schlichten Kaufpreis getan ist. Dabei sind die Erwerbsnebenkosten mindestens genauso relevant und können bei Missachtung für ein böses Erwachen sorgen.

Kosten für Notar und Grundbucheintragung immer mit einkalkulieren

Folgt man einer alten Banker-Weisheit, muss man als Käufer einer Immobilie neben dem eigentlichen Kaufpreis noch circa 20 % für Erwerbsnebenkosten obendrauf packen. Die Erwerbsnebenkosten ergeben sich dabei aus den Kosten für Notar und Grundbuch, der Grunderwerbsteuer und den Maklerkosten, sofern man entsprechende Dienste in Anspruch nimmt. Auf die einzelnen Positionen soll im Folgenden näher eingegangen werden. Beginnend mit den Kosten für Notar und Grundbuch sollte man zunächst einmal wissen, dass beide Kosten auf jeden Fall anfallen. Den Kauf eines Hauses muss man nämlich vom Notar beurkunden lassen. Verbunden damit ist die Umschreibung des Hauseigentümers im Grundbuch, was Gebühren entstehen lässt:

  1. Die Höhe der Gebühren richtet sich einerseits nach den regionalen Gebührenordnungen
  2. Andererseits ist auch die Höhe des Kaufpreises von Relevanz

Grunderwerbsteuer und Maklerkosten können sehr hoch ausfallen 

Wer sich bei der Suche nach einer Immobilie den Diensten eines Maklers bedient, muss auch diesen entlohnen. 


Wer in Baden-Württemberg seine Immobilie über einen Makler vermittelt bekommt, muss die Hälfte der anfallenden Maklerprovision aus eigenen Mitteln bezahlen. Bei 7,14 % sind das jeweils 3,57 % für den Verkäufer und Käufer. Mit 5 % schlägt in Baden-Württemberg die Grunderwerbsteuer additiv zu Buche. Addiert man dazu noch die bereits besprochenen Kosten für Notar und Grundbuch ergeben sich für Baden-Württemberg Kaufnebenkosten von durchschnittlich etwa 10,57 %. Unnötig zu erwähnen, dass das jemanden, der sich dessen nicht bereits im Vorfeld bewusst ist, vor größere Probleme stellen kann. Immerhin die Kosten für den Makler kann man sich aber unter Umständen sparen. Gute Makler zeichnen sich indes durch folgende Eigenschaften aus:

  1. Kundenorientierte Beratung
  2. Bedarfsorientierte Beratung

Der Kunde sollte somit immer zentral im Fokus stehen. Die Praxis zeigt leider, dass manche Makler nicht über herkömmliche Standards hinaus beratend tätig werden. Dementsprechend sollte auch Zeit in das Finden eines kompetenten Partners investiert werden.

Finanzierungsaufwand sollte individuelle Berücksichtigung finden

Die Kalkulation einer Finanzierung bedarf auch der Miteinbeziehung der anfallenden Zinsen für den Kredit. 


Nicht unerheblich in Sachen Hauskauf ist natürlich auch der Aufwand, der bei einer

etwaigen Finanzierung entsteht

. Als Eigenkapital wird künftigen Hausbesitzern gemeinhin empfohlen, soviel Geld wie möglich selbst einzubringen. In der Realität können jedoch nur die wenigsten Hauskäufer 30 Prozent anbieten. Viel mehr rangiert die Quote meistens sogar nur bei 10 Prozent und auch hier schieben die Banken keinen Riegel vor das angestrebte Vorhaben. Dabei machen die Zinsen immer den größten Anteil bei der Kostenbelastung aus. Wichtig ist, sich im Rahmen der Finanzierung genauestens Gedanken darüber zu machen, wieviel Haus man sich tatsächlich leisten kann. Hierfür sollte der monatliche Kostenüberschuss evaluiert werden:

Faktor

Bedeutung

Einnahmen

Dürfen unter keinen Umständen wegbrechen

Ausgaben

Sollten immer unterhalb der Einnahmen liegen

Sicherheitspolster

Je nach individuellem Sicherheitsbedürfnis zu kalkulieren


Diverse Versicherungen sind für Eigenheimbesitzer von Relevanz

Wer ein Eigenheim erwirbt, muss sich darüber hinaus der Tatsache bewusst sein, dass künftig noch diverse Versicherungen abgeschlossen werden sollten. Nicht mehr zwingend nötig aber empfehlenswert ist dabei die Gebäudeversicherung, die bei folgenden Eventualitäten kostendeckend einspringt:

  1. Brand
  2. Blitzschlag
  3. Sturm- und Wasserschäden

Abhängig machen kann man das Ganze nicht zuletzt auch von dem Standort des Hauses respektive der Gegend, wo man wohnt. Darüber hinaus empfiehlt sich in vielen Fällen auch der persönliche Schutz, welcher in Form des Abschlusses einer Risikolebensversicherung gewährleistet werden kann. Sonst können Angehörige wie auch Kinder für den Fall, dass man selbst vor der vollständigen Rückzahlung des Darlehens stirbt, vor einem großen Schuldenberg stehen. 

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