Urlaub zuhause

Mit diesen Rezepten zaubern Sie sich die Sonne auf den Tisch!

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Wer nicht in Urlaub fährt, kann sich das Mittelmeer-Feeling auch mit einem leckeren Dinner in den Garten zaubern.

Leckere, mediterrane Gerichte sorgen auch in der Heimat für eine schöne Urlaubsstimmung. Beim entspannten Genießen der vitaminreichen Kost tut man auch der Gesundheit etwas Gutes.

Urlaubsrezepte – die schmecken nicht nur im Sommer 

Wenn es bis zum nächsten Urlaub noch lange hin ist, kann man zuhause mit mediterranen Rezepten für ein südländisches Flair sorgen. Diese erinnern an den Sommerurlaub an der Adria oder in anderen Mittelmeerländern. Die Spezialitäten aus dem Süden helfen übrigens nicht nur dabei, Urlaubserinnerungen zu wecken oder die Lust auf die Ferien zu schüren. Oft unterstützen sie auch das Herz-Kreislauf-System, wie die Ernährungsexperten festgestellt haben. Dafür sind die charakteristischen Zutaten verantwortlich:

  •  Olivenöl
  • viele Würzkräuter und dafür weniger Salz
  • nährstoffreiche Hülsenfrüchte
  • Reduktion von Fleisch, stattdesssen mehr Fisch.

Die Zubereitung ist bei vielen Speisen einfacher, als man bei dem feinen Geschmack vermutet. Es lohnt sich also, die schmackhaften Spezialitäten aus dem Süden einfach mal auszuprobieren.

Köstliches aus den Mittelmeerländern – mit viel Urlaubsaroma 

Meistens sind es bestimmte Kompositionen von Kräutern und anderen mediterranen Aromen, die einen an den Mittelmeerurlaub denken lassen. Wenn es in der heimischen Küche nach Thymian duftet oder sich Basilikum mit Tomaten vermischt, schleicht sich auch in Deutschland die italienische Lebensart in den Alltag. Es muss nicht immer Knoblauch sein, auch Fenchel und Petersilie sind in den vielen leckeren Gerichten zu finden.

Manchmal stammen die Rezepte nicht direkt von der Küste, sondern sie kommen aus dem Landesinneren. Die kulinarische Reise führt einen in ganz verschiedene Regionen und beginnt mit den klassischen Gerichten, die inzwischen auch in Deutschland Standard sind.

  •  Aus Italien sind vor allem Antipasti, Pasta und Pizza bekannt. In Spanien sind unter anderem Tapas und der berühmte schwarze Schinken sehr beliebt. 
  • Die französische Küche ist sehr hoch angesehen, vom köstlichen Rinderbraten bis zur Quiche und zu hauchdünnen Crêpes. 
  • In Griechenland speist man gerne deftig: Fleischeintöpfe und Aufläufe mit frischem Gemüse gehören zu den klassischen Gerichten. 
  • In der Türkei sind Kichererbsen, Lamm und orientalische Gewürze beliebt.


10 tolle Rezepte, direkt aus den Urlaubsländern 

Im Folgenden werden aus den fünf oben genannten Ländern jeweils zwei Rezepte präsentiert. Oft sind diese relativ leicht zuzubereiten. Vor allem die traditionellen Gerichte brauchen nicht viele Töpfe und auch nicht viele Zutaten. Pur und frisch, das ist bei den mediterranen Rezepten ein ganz wichtiger Tipp. Die Aromen sollen nicht miteinander wetteifern und sich überdecken, sondern es geht darum, eine gute Balance zu finden. So ergänzen sich die Düfte und Geschmacksrichtungen perfekt und hinterlassen auf dem Gaumen einen faszinierenden Geschmack, der einen direkt in den Urlaub ans Mittelmeer entführt.

Der Geschmackssinn und der Geruchssinn sind tatsächlich sehr wichtig, wenn es um Erinnerungen geht. Das merkt man spätestens beim Genuss der intensiv schmeckenden Köstlichkeiten, wenn einem die Bilder vom Strandurlaub in Südspanien in den Sinn kommen oder wenn man beim Essen mit einem Mal das gemütliche Hotel auf Kreta vor Augen hat.

Zwei Rezepte aus Italien: Bruschetta und Pasta 

Knuspriges, noch warmes Bruschetta wird in Italien als Vorspeise gereicht. Es handelt sich um noch warmes Röstbrot mit einem aromatischen Tomatenbelag. So einfach wie köstlich stillt es den ersten Appetit und macht Lust auf weitere Leckereien. Das italienische Weißbrot wird in Scheiben geschnitten und im Backofen geröstet. Anschließend reibt man es mit einer Knoblauchzehe ein und belegt es mit einer Mischung aus klein geschnittenen Tomaten, Basilikum und etwas Olivenöl.

Bruschetta gehören in Italien praktisch zu jeder Vorspeise auf den Tisch. Auch für zwischendurch als Snack eignen die belegten Brote sich prima.

Pasta ist sozusagen die zweite Vorspeise. Man kann sie mit allen möglichen Saucen genießen. Mit Gemüse wird daraus ein besonders vitaminreiches Gericht. Bei uns sind die Portionen oft größer als in Italien, darum genießt man sie zuhause vorwiegend als Hauptgericht. Die Pasta kann man selbst herstellen oder fertig kaufen. Für die Gemüsesauce bieten sich vor allem Auberginen, Paprika und Zucchini an. Mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern wie Basilikum und Petersilie erhält die Sauce ihr einzigartiges Aroma. Die Pasta wird bissfest gekocht, während die Sauce im Zweifelsfall etwas länger köcheln darf, sodass sie eindickt.


Spezialitäten aus Spanien: Migas und Gazpacho 

Bei Migas handelt es sich um ein spanisches Hirtengericht. Das Brot, das die Basis bildet, darf ruhig vom Vortag sein. Außerdem braucht man für das Rezept Migas den unverzichtbaren Knoblauch, Zwiebeln und Speck oder Wurst sowie weitere Zutaten wie Paprika und Tomaten. Alles zusammen wird in einer großen Pfanne angebraten. Einfach, sättigend und mit mediterranen Kräutern zubereitet, ein solches Traditionsgericht macht wenig Arbeit und gibt einem das Gefühl, schon wieder im Spanienurlaub zu sein.

Die kalte Gemüsesuppe Gazpacho ist ein ideales Sommergericht aus dem Süden von Spanien. Paprika, Tomaten und Gurke sind ebenso darin enthalten wie Knoblauch, Olivenöl und oft auch etwas Essig. Alle Zutaten werden püriert und nach Belieben mit etwas mehr oder weniger Wasser vermengt. Ein Gazpacho kann dünnflüssig oder sämig sein. Wie fein man die Masse püriert, ist ebenfalls Geschmackssache.


Beliebte französische Rezepte: Bouillabaisse und Boeuf Bourguignon 

Bei der Bouillabaisse handelt es sich entweder um ein Gericht, das sich in zwei Gänge aufteilen lässt: Fischsuppe und Speisefisch mit Meeresfrüchte-Beilage, oder um einen Fischeintopf. Die verschiedenen Fischarten werden nach und nach dem Eintopf hinzugefügt, sodass alle zum gleichen Zeitpunkt gar sind. Außerdem kommt frisches Gemüse hinzu: Lauch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch Fenchel und oft auch Kartoffeln und Möhren. Zum Würzen verwendet man Salz, Pfeffer, aromatischen Thymian, Lorbeerblätter und Petersilie. Besondere Raffinesse bekommt der Fischeintopf, wenn man etwas Orangenschale und Gewürznelken hinzufügt.

Das Boeuf Bourguignon wird besonders zart, wenn man es einen Tag vorher in Würfel schneidet und in eine Würzmarinade einlegt. Die Zubereitung ist unkompliziert, braucht jedoch eine gewisse Zeit. Nach dem Anbraten, dem Bestäuben mit Mehl und dem Ablöschen mit Rinderfond muss das Rindfleisch rund zweieinhalb Stunden schmoren. Zum Ende der Garzeit brät man die Zwiebeln und Pilze an und gibt diese Mischung nach dem Herausnehmen des Fleisches zur Sauce. Als Beilage eignet sich ein Kartoffelgratin oder Baguette.

Leckeres aus Griechenland: Gefüllte Weinblätter und Moussaka 

Die gefüllten Weinblätter erfordern etwas Geduld, sind jedoch etwas Besonderes. Zuerst legt man sie in Wasser und tupft sie anschließend trocken. Der eingeweichte Langkornreis wird zusammen mit Zwiebelstücken und gerösteten Pinienkernen, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rosinen, Minze, Petersilie und Dill vermengt. Mit dieser Masse füllt man die ausgelegten Weinblätter und rollt diese zusammen. Die Nahtstelle kommt in dem Kochtopf nach unten, bis alle Weinblätter dicht beieinanderliegen. Nun gibt man ein paar Spritzer Zitronensaft, und Olivenöl darüber und gießt alles mit Gemüsebrühe an. Obendrauf kommt ein Teller zum Beschweren. Nach etwa 45 Minuten sind die gefüllten Weinblätter gar und können heiß oder abgekühlt mit einem Gurkenquark als Beilage serviert werden.

Bei Moussaka handelt es sich um einen würzigen Auflauf, bei dem eine schmackhafte Hackfleisch-Zwiebel-Mischung mit Auberginen und Kartoffeln geschichtet wird. Für die nötige Würze sorgen Knoblauch, Kreuzkümmel und diverse andere Zutaten wie Piment. Die Moussaka gibt es auch als vegetarische Variante, also ohne Fleisch, oder mit Zucchini und Tomaten anstelle von Auberginen. Als oberste Schicht hat der Auflauf eine Béchamelsauce, die von geschmolzenem Käse gekrönt wird.

Zwei beliebte Rezepte aus der Türkei: Lahmacun und Baklava 

Lahmacun kennt man in Deutschland auch als türkische Pizza. Das dünn ausgerollte Fladenbrot aus Hefeteig bekommt einen Belag aus pikant gewürztem Hackfleisch, Tomaten und Zwiebeln, bevor es überbacken wird. Für den Belag gibt es vielfältige Rezepte, die teilweise auch ohne Fleisch funktionieren. Am Imbissstand erhält man das Lahmacun oft mit einer Salatfüllung oder mit Dönerfleisch. Zuhause macht es besonders viel Spaß, dieses Gericht frisch aus dem Backofen zu genießen, am besten aus der Hand, wenn man mit der Familie am Gartentisch sitzt. So hat man das perfekte Urlaubserlebnis.

Woher die Süßigkeit

Baklava

stammt, darüber sind sich die Länder im Nahen Osten uneinig. Auch bei dem perfekten Rezept gibt es keine einheitliche Meinung, denn die Zubereitungsarten variieren. Zunächst wird eine Nussmischung mit Zucker und fein abgestimmten Gewürzen hergestellt. Die

Filo-Blätter schichtet man im Wechsel mit der Nussmischung übereinander.

Oben und unten wird mit Filoteig abgeschlossen. In der Backform schneidet man das so vorbereitete Baklava in rechteckige oder rautenförmige Stückchen und backt alles für 30 bis 45 Minuten. Zuletzt bekommen die Stücke einen Überzug aus Zuckersirup. Baklava wird zum Mokka serviert: Die Kombination aus süßer Nascherei und starkem, bitterem Kaffee liefert dem Gaumen gegensätzliche Aromen, die einander ausgleichen.

Als süße Nachspeise werden zum Mokka Baklava in vielen arabischen Ländern serviert.

Wo bekomme ich die Zutaten? 

So lecker die Urlaubsrezepte klingen: Bekommt man denn in Deutschland alles Nötige, um die mediterranen Gerichte hier zuzubereiten? Ja, die experimentierfreudigen Hobbyköche werden in den Geschäften für Spezialitäten fündig und auch bei den Obst- und Gemüsehändlern mit mediterranen Wurzeln. Hier erhält man inzwischen alles, was man für die verschiedenen Rezepte braucht, vom Filoteig bis zu den außergewöhnlichen Gewürzen.

Selbst im Supermarkt findet man teilweise die früher exotischen Zutaten wie Piment und Weinblätter. Vor allem in der Urlaubssaison scheinen sich die Händler auf die kulinarischen Gelüste ihrer Kunden einzustellen. Ebenso wie auf dem Marktplatz der Mittelmeerstädte kann man also auch zuhause auf die italienische oder spanische Art kochen. So kommt ein abwechslungsreiches Essen auf den Tisch, das außerdem noch gesund ist. Die mediterrane Küche hat noch einen Vorteil: Sie verführt dazu, sich mehr Zeit beim Genießen zu nehmen. Auch das hat Einfluss auf das Urlaubsgefühl zuhause. Man entspannt sich besser und vergisst beim Schlemmen den Stress des Alltags.

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