Worauf Sie achten müssen

Darum können Sie beim Waschen von Baumwolle ganz viel falsch machen

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Von Baumwolle hat jeder genug im Schrank - aber Baumwolle wird nicht immer gleich gewaschen.

Baumwolle wird von vielen als besonders pflegeleicht und robust angepriesen. Doch nicht immer ist das Waschen so einfach - besonders was Temperaturen angeht.

Beim Waschen von Baumwolle kann man doch nicht viel falsch machen, denken sich viele. Schließlich ist es eines der robustesten Materialen - ganz im Gegensatz zu empfindlichen Stoffen wie Seide oder Wolle.

Trotzdem passiert es immer wieder mal, dass die Baumwollwäsche nach dem Waschgang eingelaufen ist - was ist da wohl schief gelaufen? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Waschen von Baumwolle achten müssen.

Wann Sie Baumwolle bei 90 Grad waschen sollten

Oft wird pauschalisiert angegeben, dass Baumwolle bei 90 Grad waschbar ist. Damit ist doch nicht jede Baumwolle gemeint: Immer häufiger bestehen Kleidung & Co. nämlich nicht mehr aus reiner Baumwolle, sondern einem Gemisch, in dem auch Viskose oder Leinen verarbeitet sind - und diese Stoffe sind zu hohen Temperaturen nicht gewappnet. Achten Sie bei der Wäsche also darauf, dass Sie nur diejenige bei 90 Grad in die Waschmaschine geben, die aus 100 Prozent Baumwolle besteht und weiß ist. Farben laufen bei hohen Temperaturen nämlich ebenfalls schnell aus.

Außerdem ist es gar nicht nötig, weiße Baumwollwäsche ständig bei 90 Grad zu waschen - das sollten Sie nur bei großen Verschmutzungen machen oder um Bakterien und Keime abzutöten. Auch bei Allergikern bietet es sich an, öfter mal bei höheren Temperaturen zu waschen.

Hier lesen Sie noch mehr zum Waschen von weißer Wäsche.

Diese Baumwoll-Wäsche kommt bei 60 Grad in die Maschine

Ansonsten können Sie Baumwollbettwäsche, -unterwäsche oder Handtücher auch mal bei 60 Grad waschen. Auch hier werden Sie die meisten Bakterien und Keime los. Allerdings sollte auch bei 60 Grad keine farbigen Wäschestücke in die Waschmaschine kommen - oder in Ausnahmefällen hellere Farbtöne, die sich ähneln.

Drehen Sie die Wäsche außerdem immer auf links und schließen Sie Reißverschlüsse, um sicherzugehen, dass sich - selbst wenn Farbe ausläuft - nur die Innenseiten der Wäschestücke färben.

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Baumwolle waschen: Hier reichen 40 Grad aus

Wer im Besitz von Baumwoll-Shirts oder -Jeans ist, wäscht diese am besten bei 40 Grad. Hier dürfen auch Kleidungsstücke mit strahlenderen Farben in die Wäsche  - achten Sie allerdings auch hier darauf, dass die Farben zusammenpassen.

Obendrein können Sie ab 40 Grad auch Kleidung aus einem Baumwoll-Gemisch in die Waschmaschine geben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Mischung aus Baumwolle und Elasthan oder Viskose die Temperaturen aushält, werfen Sie einfach einen Blick auf das Herstelleretikett. Dort steht in der Regel, welche Temperaturen für das jeweilige Kleidungsstück geeignet sind.

Falls es sich um feine Kleidungsstücke aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Gemisch handelt, bleiben Sie lieber bei 30 Grad, um die Wäsche schonend zu behandeln. Auch wenn Sie sich bei den Temperaturen unsicher sind - weil zum Beispiel das Etikett schon abgeschnitten ist -, fangen Sie lieber niedrig an - oder gleich mit der Handwäsche.

Auch interessant: Was Sie beim Waschen der Bettwäsche wissen sollten.

Welches Waschmittel und Waschprogramm brauche ich bei Baumwolle?

Auch hier kommt es auf Farbe und Zusammensetzung der Wäsche an: Weiße und reine Baumwolle verträgt neben der 60 bis 90 Grad-Wäsche im Normalwaschgang auch ein Vollwaschmittel bzw. Universalwaschmittel, das Bleichmittel und optische Aufheller enthält - nur so bleibt der Stoff auch strahlend weiß und bekommt keinen Grauschleier.

Für bunte Wäsche eignet sich ein Colorwaschmittel ohne Bleichmittel - bei Baumwoll-Gemischen auch Feinwaschmittel. Sollte es sich um einen feinen Stoff handeln, legen Sie diesen am besten in einen Schonwaschgang.

Baumwolle waschen: Ist Weichspüler nötig?

Häufiges Waschen mit Weichspülern nimmt vielen Stoffen - allen voran Handtüchern - die Saugfähigkeit, die sie eigentlich so praktisch machen. Außerdem sorgen sie bei Stretch-Jeans für unschöne Ausbeulungen und vertragen sich nicht mit vielen Stoffen  - unter anderem Mikrofaser, Seide und Wolle.

Generell weist das Umweltbundesamt darauf hin, dass Weichspüler in der Regel für den eigentlichen Wasch- und Reinigungsvorgang unnötig sind. Deshalb können Sie den Weichspüler auch mal getrost weglassen.

Lesen Sie hier noch mehr dazu: Darum ist ein Weichspüler oft völlig unnötig.

fk

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