Erfrischung im eigenen Garten

Brauche ich für einen Pool eine Baugenehmigung?

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Ein Pool im eigenen Garten - wie viel Aufwand bringt das mit sich?

Der Traum vom eigenen Pool war bei vielen Deutschen wohl noch nie so groß wie bei der derzeitigen Hitze. Doch braucht es dafür eine Baugenehmigung? 

Im kühlen Nass relaxen, ohne weit laufen oder fahren zu müssen, klingt bei der momentanen Hitzewelle wie ein Traum. Noch dazu braucht man den heimischen Pool nicht mit anderen Leuten zu teilen und kann ganz entspannt die Ruhe genießen. Doch wie einfach lässt sich dieser Wunsch erfüllen? Was müssen Sie bei einem solchen Vorhaben beachten?

Pool im Garten: Bei diesen Bauvorhaben bekommen Sie kaum Gegenwind

Generell ist es immer ratsam, sich an die zuständige Baubehörde zu wenden, sobald Sie vorhaben, bauliche Veränderungen an Ihrem Grundstück vorzunehmen. In jedem Bundesland gelten nämlich andere Regelungen, was den Poolbau betrifft. Die richtige Auskunft bekommen Sie also nur vor Ort.

Trotzdem lässt sich im Groben sagen, dass Pools mit einer Größe von bis zu 50 Kubikmetern in den meisten Fällen keine Baugenehmigung benötigen. Viele Pools weisen die Standardmaße 4 x 8 x 1,5 Meter vor, was einem Gesamtvolumen von 48 Kubikmetern entspricht - sie würden also in diese Kategorie fallen.

Trotzdem sind Sie dazu verpflichtet, das zuständige Bauamt über Ihre Absichten zu informieren, indem Sie die sogenannte Baumeldung und Baufertigmeldung einreichen. Dazu gehört meist eine Planzeichnung vom Grundstück und Fotos. In der Regel stimmt das Bauamt dem Poolbau nach kurzer Durchsicht zu oder weist auf nötige Abstände zu Grundstücksgrenzen oder die richtige Wasserentsorgung hin.

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Ab dieser Poolgröße braucht es eine Baugenehmigung

Sobald es sich um einen Pool handelt, der eine Größe zwischen 50 und 100 Kubikmetern aufweist, wird es schon schwieriger. Dann hängt es vom Bundesland ab, ob Sie ohne Baugenehmigung loslegen dürfen. Wenden Sie sich in diesem Fall also dringend an das zuständige Amt.

Ab einer Größe von 100 Kubikmetern oder mehr kommen Sie um eine Baugenehmigung nicht mehr herum. Da diese einige Zeit in Anspruch nehmen kann, sollten Sie rechtzeitig mit der Planung beginnen sowie geforderte Unterlagen einreichen, damit Sie zur Sommerzeit auch das kühle Nass genießen können. Sollte mit den Bauplänen alles in Ordnung sein, können Ihnen eigentlich nur noch diese Punkte einen Strich durch die Rechnung machen:

  • Der Poolbau steht in irgendeinem Konflikt mit der Nachbarschaft oder Siedlung,
  • das Grundstück hat mehrere Besitzer, die jeweils eine Einverständniserklärung abgeben müssen oder
  • es gelten naturschutzrechtliche Bestimmungen auf Ihrem Grundstück.

Beachten Sie außerdem, dass eine erteilte Baugenehmigung nur für eine bestimmte Zeitspanne gültig ist - meist drei bis vier Jahre. Wer in diesem Zeitraum sein Bauvorhaben nicht umsetzt, muss einen Antrag auf Verlängerung stellen.

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Was in diesem Sommer auch noch interessiert ist, und zwar für alle folgenden Sommer: Wird die Sommerzeit nun abgeschafft oder nicht? Die Abstimmung der EU wird bald ein Ergebnis bringen.

fk

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