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DWD warnt vor gefährlicher Wetterlage in Deutschland: „Es ist Vorsicht geboten“

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Von: Marcus Giebel, Julia Volkenand

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Wieder einmal war die Hoffnung auf Schnee an Weihnachten vergebens - zumindest für den Großteil des Landes. Teilweise droht Glatteis. Der Wetter-Ticker.

Update vom 25. Dezember, 15.37 Uhr: Erst Glatteis, dann mildere Temperaturen bei Gefahr von Dauerregen: Wirklich schön werden die kommenden Tage wohl vielerorts nicht. Vor allem für Sonntagabend und die Nacht zum Montag bis in den Vormittag hinein warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Glatteis von der Oberpfalz über Thüringen und Nordhessen bis ins südliche Niedersachsen. „Es ist Vorsicht geboten, wenn man dort draußen unterwegs ist“, sagte DWD-Meteorologe Marco Manitta.

Den Prognosen zufolge wird östlich der Elbe erneut eine strenge Frostnacht erwartet, während die Nacht im Südwesten mit etwas Nieselregen frostfrei verläuft. Verantwortlich für das Glatteis sei Tief „Per“ mit seinem über dem Seegebiet nördlich von Irland liegenden Kern. Es schaufle milde Atlantikluft langsam nordostwärts. „In diesem Zusammenhang nimmt die Temperatur vor allem in höheren Luftschichten deutlich zu, sodass leichte Niederschläge meist als Regen fallen, die dann auf den gefrorenen Boden treffen und zu gefährlichem Glatteis führen“, so der Experte.

Winter-Wetter in Deutschland: „Durch Regen und viel Wind ersetzt“

Bis Mitte der kommenden Woche vertreibt laut DWD das neue Atlantiktief „Roland“ die letzten Reste der Kaltluft auch aus dem äußersten Nordwesten. Dabei könne es in der Nacht zum Dienstag in Ostbayern und in der Nacht zum Mittwoch an der Grenze zu Polen noch zu Glatteisregen kommen. Ungewöhnlich milde Temperaturen mit Höchstwerten zwischen 10 und 15 Grad werden ab Mittwoch im Westen und Südwesten sowie im äußersten Osten erwartet.

„Frost, Glätte, Glatteis und Schnee werden durch Wind und viel Regen ersetzt“, sagte Manitta. Dabei drohe eine Dauerregenlage in den westlichen und südlichen Mittelgebirgen sowie an den Alpen. Hinzu komme, dass die Schneefallgrenze auf über 2000 Meter steige, sodass zusätzlich Schneeschmelze für steigende Flusspegelstände sorgen könne. 

Symbolbild mit Wischeffekt: Ein SUV auf einer verschneiten glatten Straße im Allgäu.
Der DWD warnt für die kommenden Tage vor Rutschgefahr auf den Straßen. © Imago

Update vom 25. Dezember, 18.31 Uhr: Experten warnen vor gefährlichen Ausflüge auf gefrorene Gewässer: Wenn sich aktuell überhaupt Eis bildet, ist es trotz der frostigen Temperaturen noch sehr dünn und brüchig, warnt die Feuerwehr. Sie musste am ersten Weihnachtsfeiertag zwei Kinder von einer eingefrorenen Flussinsel in Hamburg retten.

Die Kinder waren über das Eis auf die Insel in der Glinder Au gelaufen, hätten dann aber Angst vor dem Rückweg gehabt, sagte ein Sprecher. Spezialkräfte mit einem Schlauchboot seien ihnen zu Hilfe gekommen.

Deutschland-Wetter: Deutliche Temperaturunterschiede - wärmer in der neuen Woche

Update vom 25. Dezember, 17.55 Uhr: Der erste Feiertag hat etlichen Menschen in Deutschland weiße Weihnachten beschert, schon jetzt kündigen sich aber mildere Temperaturen an. Zunächst habe aber am Samstag auch in den mittleren Landesteilen der Winter Einzug gehalten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Samstag mit. Schneefälle gebe es in einem Streifen vom Bergischen Land über Mittelhessen bis nach Oberfranken. Meist kämen nur wenige Zentimeter Schnee herunter, „aber immerhin!“, schrieb der DWD.

Den Meteorologen zufolge gibt es eine Luftmassengrenze zwischen einem Hoch namens Belinda über dem Nordmeer und einem Tief mit Namen Per mit seinem Zentrum westlich von Irland. Am Morgen des ersten Weihnachtstages kamen so kräftige Temperaturunterschiede innerhalb Deutschlands zustande - von minus 15 Grad über Schnee in Vorpommern bis zu plus elf Grad in Freiburg.

Wetter in Deutschland: Glatteiswarnung wegen Tief „Ronald“

Für den zweiten Weihnachtstag und den Start in die neue Woche sagte der DWD steigende Temperaturen voraus. Leichte Niederschläge kämen dann meist als Regen herunter. Dieser könne auf gefrorenem Boden zu gefährlichem Glatteis führen. Wo genau es glatt werde, sei noch unsicher. Besonders in der Nacht auf Montag könne es von Niedersachsen bis nach Niederbayern gefährlich rutschig werden, östlich der Elbe bleibe es indes trocken.

In der kommenden Woche werde ein neues Atlantiktief mit Namen Ronald dann auch die letzten Reste der Kaltluft vertreiben. Insbesondere Richtung Vorpommern könne es zu länger anhaltendem „Glatteisregen mit erheblichem Eisansatz“ kommen. Auf den Westen und Südwesten kommen ungewöhnlich milde Temperaturen von zehn bis 15 Grad zu. „Insofern stehen die Zeichen zur neuen Woche eindeutig auf Milderung - bis zum Jahresende wohl ohne große Aussicht auf ein Winter-Comeback“, erklärte DWD-Meteorologe Robert Hausen.

Weihnachtswetter: Traurige Nachrichten für Deutschlands Süden, gefährliche Lage für den Norden vorhergesagt

Update vom 25. Dezember, 11.36 Uhr: Nicht überall in Deutschland wird das Weihnachtswetter Schnee-Fans begeistern. Während es im Nordosten mitunter richtig schneit und auch gefriert, gab der DWD für den Süden eine eher triste Prognose: Grau und nass - Traum-Weihnachten mit dickem Schnee können sich die meisten Bayern abschminken. Das Wetter fällt hier eher mies aus. Auch die Wettervorhersage macht kaum Hoffnung auf Besserung.

Aus dem Norden Deutschlands komme sehr kalte Luft nach Bayern, aus dem Süden ziehe milde Luft nach Norden, und im Bereich Bayerischer Wald, Franken und Spessart träfen die unterschiedlichen Luftmassen aufeinander, erklärte ein Sprecher des DWD gegenüber der dpa. In der Nacht zum Sonntag sollten sich diese Luftmassen weiter verschieben. Im Nordosten, wo es frostig war, falle dann bei milderen Temperaturen Regen auf gefrorenen Boden und es sei mit Glatteis zu rechnen. Am Samstag kommt es im Norden und Osten - mit Ausnahme der Küsten - und größtenteils auch in der östlichen Mitte zu leichtem, lokal mäßigem Dauerfrost. Dabei herrscht Glättegefahr.

Vom Sauer- und Siegerland über den zentralen und östlichen Mittelgebirgsraum bis nach Oberfranken beziehungsweise zur Oberpfalz sagt der DWD bis zum Nachmittag leichten Schneefall voraus. Stellenweise bis zu zehn Zentimeter Neuschnee können in Oberfranken erwartet werden.

In der Nacht zum Sonntag im Süd bleiben der Westen und der Süden frostfrei, sonst herrscht verbreitet leichter bis mäßiger Frost im Norden, vor allem aber im Nordosten gebietsweise auch strenger Frost.

Wetter an Weihnachten in Thüringen
Das Weihnachts-Wetter spielt dieses Jahr nicht richtig mit. © Michael Reichel/dpa

Keine Traumweihnacht im Süden - gefährliche Vorhersage für den Norden

Im nordöstlichsten Eck Bayerns, dem Hofer Land, soll es in der Nacht am kältesten werden. Der DWD-Experte rechnete dort mit bis zu minus acht Grad. Im Süden des Freistaates soll es frostfrei bleiben.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag „wird es leider nicht viel besser“, sagte der Meteorologe und zählte auf: Viele Wolken, Regen und im Osten Schneefall, vereinzelt Glätte sowie Tauwetter bei plus sechs Grad im Allgäu. Bis Neujahr dürfte das Wetter nicht mehr winterlich werden. Bis zu zehn Grad sagte der DWD-Sprecher vorher. Mit einem Kälteeinbruch sei nicht zu rechnen. „Es ist zu warm für diese Jahreszeit.“ Einziger Lichtblick: Sonnige Momente könnte es am Montag im Alpenraum geben.

Update vom 24. Dezember, 11.09 Uhr: Manche Regionen Deutschlands dürfen sich auf richtige weiße Weihnachten freuen. Andernorts wird es eher regnerisch. Wo wird es weihnachtlich kalt und wo fällt Schnee? Darum wird am Himmel bis zuletzt gerungen. „Es ist vergleichbar mit einem Kampf der Giganten“, erklärte Meteorologe Martin Jonas von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag in Offenbach. Zwei Hochdruckgebiete und zwei Tiefdruckgebiete ringen in der Bundesrepublik um die Vorherrschaft.

„Eine solche Konstellation bezeichnet man als Viererdruckfeld“, erklärte der Meteorologe. Vier Druckzentren stehen sich an den Ecken eines gedachten Quadrats gegenüber, wobei sich die beiden Tiefs und Hochs jeweils diagonal gegenüberstehen. Das eine Team versucht uns Polarluft zu bringen, das andere will das verhindern. „In einem solchen Viererdruckfeld stehen sich die Rivalen recht unversöhnlich gegenüber“, sagte Jonas. „Beim Ringen der Luftmassen kann sich mal die kalte, mal die warme Luft etwas vorwärtsbewegen.“

Meteorologe über Weihnachtswetter: „Kampf der Giganten“

Das Ergebnis sind dann Regen oder Schnee. „Wenn die kalte Luft nach Süden vorankommt, dann geht der Regen an der Luftmassengrenze in Schnee über. Wenn sich die warme Luft nach Norden schiebt, dann geht der Schnee in Regen über“, erklärte der Meteorologe. Gefährlich werde es, weil dabei auch leicht der Regen gefrieren und damit für Glätte sorgen könne.

Am Heiligabend sieht es so aus, als ob „die Kaltluft den Vorwärtsgang einlegt“, so Jonas. Damit dürfte der Regen vor allem in einem Streifen von Sachsen bis nach Westfalen in Schnee übergehen. Am Samstag könnte sich die Lage nach Nordosten verlagern. Dann besteht Glättegefahr vom Nordwesten bis nach Oberfranken.

Demnach würde es am Freitag in der Nordhälfte schneien, im Süden regnen. Vom Rheinland bis nach Oberfranken und zum Erzgebirge erwartet der DWD nur wenig Niederschlag. Die Temperatur-Höchstwerte liegen im Nordosten zwischen 1 und 4 Grad, sonst 4 bis 10 Grad.

Am Samstag und Sonntag erwartet der DWD eine Wetterzweiteilung: über der Südhälfte und dem Westen dichte Wolken und oft regnerisch, von Sachsen bis nach Westfalen teils kräftige Schneefälle und stellenweise gefrierender Regen. Die Höchstwerte liegen hier bei zwei bis zehn Grad. Im Norden wird es sonnig und trocken bei minus fünf bis null Grad.

Update vom 24. Dezember, 10.18 Uhr: Weiße Weihnacht? Nicht in Bayern, wenn man Experten glauben darf. Schnee und Regen erwartet die Menschen im Freistaat über die Weihnachtstage. Der Deutsche Wetterdienst teilte mit, dass es am Freitagvormittag vom Donauraum bis ins nördliche Alpenvorland zeitweise regnen soll. Den Norden Bayerns erwartet trockeneres Wetter mit Wolken. Die Temperaturen bewegen sich zwischen drei Grad im Bayerwald und stolzen zehn Grad in Alpennähe.

Weiße Weihnacht? Experten geben bittere Prognose für Bayern

Laut Deutschem Wetterdienst soll es am ersten Weihnachtsfeiertag weiße Weihnachten im nördlichen Franken geben. In Südbayern und Mittelfranken bleibt es jedoch regnerisch. Die Temperaturen liegen hier zwischen minus ein Grad und neun Grad. Der zweite Weihnachtstag wird milder mit Werten von einem Grad im Vogtland und acht Grad am Bodensee.

Ursprungsmeldung vom 23. Dezember: München - Weihnachtsfeiertage und Schnee - das war mal eine häufig anzutreffende Konstellation. Doch längst haben sich das Fest der Liebe und die weiße Pracht auseinandergelebt. Diese bittere Wahrheit musste auch Meterologe Dominik Jung bei seiner Prognose ansprechen, die seiner Meinung nach einer „großen Ernüchterung“ gleichkomme.

Denn nachdem laut dem Diplom-Meteorologen im Vorfeld eine 80-prozentige Chance auf Weiße Weihnachten errechnet worden war und die Aussichten selbst Mitte Dezember noch intakt zu sein schienen*, ist jetzt klar: Das wird wieder nichts. Zumindest für den Großteil Deutschlands*.

Wetter zu Weihnachten: Schnee wohl nur im Nordosten und womöglich im Osten

Lediglich im Osten und Nordosten könnten Flocken herunterschneien, die sich über die Feiertage auf dem Boden halten. Allerdings sind sich die verschiedenen Wettermodelle keinesfalls einig, womöglich wird nur der äußerste Nordosten bedacht.

Ansonsten drohen am Donnerstagabend sogar Glatteis im östlichen Bayern und im Nordwesten sowie Orkanböen* auf dem Brocken und in den Hochlagen des Erzgebirges. Über das Wochenende folgt dann ein Wettstreit zwischen den kalten Luftmassen im Norden und den deutlich wärmeren aus dem Südwesten.

Zwischen Bäumen sind Schneereste zu sehen
Auf dem Rückzug: Noch liegt vielerorts etwas Schnee. © Michael Reichel/dpa

Wetter rund um Weihnachten: Luftmassengrenze mitten in Deutschland

„Wir bekommen am ersten Weihnachtsfeiertag eine Luftmassengrenze über Deutschland teilweise mit Schneefällen bis in tiefe Lagen“, warnt Jung, der auch gefrierenden Regen erwartet. Möglich sei auch „Nachtfrost bis zu minus 15 Grad“. Doch in der neuen Woche werde es deutlich milder, „ein Wärmeberg deutet sich zum Jahreswechsel bei uns in Deutschland an“. Winter ade - zumindest für einige Tage.

Der Heiligabend beginnt aber wohl mit Tauwetter, da die Temperaturen nach dem leichten Schneefall im Nordosten und im östlichen Bayern wieder ansteigen. Am Nachmittag wird es aus dem Norden wieder kälter, es sei mit weiteren Niederschlägen zu rechnen, ehe sich besagte Luftmassengrenze am Samstag aufbaue.

Diese verläuft wahrscheinlich durch Nordrhein-Westfalen, Hessen und das nördliche Bayern. Somit ist die Bundesrepublik beim Wetter zweigeteilt: Im Norden sind Minusgrade möglich, der Südwesten bekommt wohl acht oder neun Grad ab.

Wetter zum Jahresende: Dezember bislang zu warm und Temperaturen sollen wieder steigen

Schon am Zweiten Weihnachtsfeiertag sollte sich die wärmere Luft im Kräftemessen behaupten und die Kälte gen Norden aus dem Land drücken. „Am Montag wird es insgesamt nur noch mäßig kühl sein“, betont Jung, demzufolge der Dezember schon jetzt um 1,1 Grad zu warm ausfallen wird und damit der vierte Monat nacheinander wäre, dessen Durchschnittstemperatur über dem langjährigen Mittel liegen würde.

Zwar werde es zur Wochenmitte nochmal etwas kälter. Jung erklärt jedoch: „Das reicht aber nicht aus, um bis runter Schneefall zu produzieren.“ Von der weißen Pracht wird auch danach nicht so schnell wieder etwas zu sehen sein. Vielmehr gebe es einen „Schock für alle Winterfreunde“.

Tauender Schnee liegt im Grünen, im Hintergrund ist ein Gebäude zu sehen
Ein seltener Anblick in den kommenden Tagen: Der Schnee hat es angesichts steigender Temperaturen demnächst schwer. © Hendrik Schmidt/dpa

Wetter zum Jahreswechsel: Am Neujahrstag bis zu 15 Grad möglich

Zum Jahreswechsel werden den Prognosen zufolge selbst in 1500 Metern Höhe sieben bis acht Grad gemessen. Nur der Anfang eines unwinterlichen Trends: „Das könnte sehr warm werden am Neujahrstag. 14, 15 Grad wären da am Oberrhein durchaus denkbar.“ Im Nordosten werde die Kälte dagegenhalten - es ist jedoch fraglich, wie weit sie sich wieder im Land breitmachen kann.

Während das amerikanische Wettermodell für diesen Landesteil Temperaturen um den Gefrierpunkt vorhersagt, könnte im Westen und Südwesten „im Grunde frühlingshafte Wärme“ herrschen. Diese Entwicklung wird sich allem Anschein nach überall in der Bundesrepublik bis zum 8. Januar fortsetzen, ehe es kühler wird. Dabei ist auch immer wieder mit Niederschlag* in Form von Regen zu rechnen, der kräftiger ausfallen kann. (mg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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