In Hamburg

Vierjähriger stirbt an Stromschlag im Supermarkt - Prozess beginnt

Vor über zwei Jahren lag ein Vierjähriger plötzlich leblos neben einer Supermarktkasse, als er mit seinem Vater einkaufen war. Er bekam einen Stromschlag.

Hamburg - Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Tod eines vierjährigen Jungen an der Kasse eines Supermarktes in Hamburg müssen sich die Marktbetreiber vor Gericht verantworten. Der Prozess soll am 6. November vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg beginnen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte.

Ein aktueller Fall in Frankfurt erschüttert: Stromschlag soll einen Junge (6) in einer Kita in Frankfurt getötet haben. 

Der Anklage zufolge war der Junge Ende Mai 2016 während eines Einkaufs mit seinem Vater an einem Stromschlag gestorben, den er aufgrund eines unsachgemäß angebrachten LED-Trafos an einem Geländer erlitten haben soll, wir haben berichtet. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ über den Prozessbeginn berichtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im September vergangenen Jahres nach umfangreichen Ermittlungen Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen die Marktbetreiber, einen 44 Jahre alten Mann und seine drei Jahre ältere Schwester, erhoben. Sie hätten es unterlassen, die Elektrotechnik nach einem Umbau auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen, für die sie verantwortlich gewesen seien, sagte eine Sprecherin.

Zunächst sind drei Verhandlungstage angesetzt. Im Falle eines Schuldspruchs drohen bei fahrlässiger Tötung Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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