Mutmaßlicher Täter gestorben

Verfolgungsjagd in Berlin: 22-jähriges Todesopfer war offenbar schwanger

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Nach der Verfolgungsjagd in Berlin sind neue Details zu dem unbeteiligten Todesopfer bekannt geworden. 

Bei einer Verfolgungsjagd in Berlin wurde eine unbeteiligte Fußgängerin getötet. Jetzt kam heraus, dass das 22-jährige Opfer offenbar schwanger war. 

Berlin - Nach der Verfolgungsjagd in Berlin, bei der der mutmaßlichen Täter (18) im Krankenhaus gestorben ist, gibt es neue Erkenntnisse zu dem 22-jährigen unbeteiligten Todesopfer. Wie die Bild-Zeitung mit Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, war die junge Frau, die vom Fluchtwagen erfasst und getötet wurde, schwanger. Das soll die Obduktion der Toten ergeben haben. Zunächst hatte der Tagesspiegel die bislang nicht offiziell bestätigte Information verbreitet.

Der 18-jährige Mann - Beifahrer im Fluchtauto - soll zusammen mit zwei anderen Tätern Werkzeug aus einem Auto gestohlen haben. Der Wert der Beute lag laut Medienberichten bei 300 Euro. Bei der anschließenden Flucht vor der Polizei im Berliner Stadtteil Charlottenburg prallte das Auto gegen mehrere Fahrzeuge. Dabei wurde die 22-jährige Fußgängerin, die ihr Fahrrad auf dem Gehweg schob, erfasst und tödlich verletzt. Die 22-jährige offenbar schwangere Studentin aus Berlin starb noch am Unfallort. Zwei weitere Frauen wurden verletzt.

Um einer Blockade zu entgehen, hatte der Fahrer zunächst auch einen Polizisten mit seinem Auto eingeklemmt und verletzt. Dieser konnte das Krankenhaus aber einige Stunden nach dem Vorfall wieder verlassen.

Der offenbar alkoholisierte 27-jährige Fahrer flüchtete, konnte aber später gefasst werden. Die 14 und 18 Jahre alten Beifahrer blieben schwer verletzt im Wagen. Bei der Verfolgungsjagd wurden zudem ein Polizist sowie die Insassen von gerammten Autos verletzt.

Gegen den 27-jährigen Hauptverdächtigen und Fahrer des Fluchtautos war am Donnerstagabend Haftbefehl unter anderem wegen des dringenden Tatverdachtes eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge sowie wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen worden. Der Haftbefehl wurde dem Mann mit serbischer Staatsangehörigkeit im Krankenhaus verkündet. Der 27-Jährige wird in der Klinik von der Polizei bewacht.

Der 14-jährige Tatverdächtige konnte unterdessen das Krankenhaus wieder verlassen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage sagte. Der Jugendliche war leicht verletzt worden und ist nun auf freiem Fuß - gegen ihn liegt der Verdacht der Beteiligung an dem Diebstahl vor. Er und der nun gestorbene 18-Jährige waren der Polizei bereits wegen früherer Taten bekannt.

dpa/afp

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