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Unwetter in Griechenland: Erste Insel schon von nächster Katastrophe heimgesucht - Urlaubsregionen in Gefahr

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Von: Joseph Scheppach

Ein Mann geht mit einem Regenschirm vor aufziehenden dunklen Wolken spazieren.
Mittelmeerraum drohen heftige Unwetter. (Symbolbild) © Martin Gerten/dpa

Die Mittelmeer-Region kommt nicht zur Ruhe. Überschwemmungen und Sturzfluten werden befürchtet, eine Insel ist erneut heftig betroffen.

Mittelmeer - Nach den Rekord-Regenmengen gibt es weitere Unwetter im Mittelmeerraum. In einigen Urlaubsregionen sind Sturzfluten möglich. Sie sind „sehr, sehr gefährlich“, warnt Meteorologe Paul Heger auf wetter. com.*

Unwetter in Griechenland: Spitzenwerte bis zu 500 Liter

Auslöser für die „richtig brenzlige Lage“, so Heger, ist ein Tiefdruckgebiet, das sich über dem südlichen Italien dreht und in den nächsten Tagen langsam Richtung südlichen Balkan zieht. Dies sei angereichert mit kühler Luft, die aus dem Nordosten Europas über das warme Mittelmeer geströmt ist. Wassertemperaturen um 25 Grad sorgen für viel Energie und viel Feuchtigkeit, die sich in Form kräftiger Regenmengen ergießt - bis einschließlich Montag.

Betroffen sind die südliche Balkanküste bis nach Griechenland, wo schauerartiger Regen und heftige Gewitter, insbesondere in der griechischen Ägäis, für Spitzenwerte bis zu 500 Liter pro Quadratmeter sorgen können.

Weitere schwere Unwetter im Mittelmeerraum im Anmarsch

Neben Griechenland sind Nordmazedonien und Albanien bis zum heutigen Montag von den schweren Unwettern betroffen. „Danach aber trifft es wieder Italien, den Balkan und die östliche Türkei“, so Wetterexperte Heger.

Wetter-Prognose: Deutschland droht neue Kaltfront

Zwar ziehe sich dann die Kaltfront nach Nordosten zurück, aber dieser Kaltluftstrom breche nochmals über Deutschland aus und bis zum Mittelmeer* durch. Daher bilde sich dann schon wieder das nächste Tief, in den von den aktuellen Unwettern betroffenen Regionen.

Griechische Insel Euböa erlebt nächste Katastrophe

Nach Waldbränden im Sommer und Starkregen wird die griechische Insel Euböa*von der nächsten Katastrophe heimgesucht. Schwere Überschwemmungen in der Nacht zum Sonntag haben massive Schäden angerichtet. Vor allem der Norden der zweitgrößten griechischen Insel war betroffen, dort wurden Häuser überschwemmt, Menschen mussten gerettet werden, Teile von Straßen brachen weg, Strände wurden verwüstet. „Das ist in unserer Gemeinde noch nie vorgekommen, kein Stein steht mehr auf dem anderen“, sagte der Bürgermeister der Ortschaft Mantoudi, Giorgos Tsapourniotis, am Sonntag dem griechischen Fernsehsender Open im Interview.

Die Sturzregen verursachten vor allem deshalb so große Schäden, weil nach den Waldbränden fehlende Bäume und Büsche das Wasser nicht aufhalten konnten. Neue Niederschläge sind angekündigt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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