„Niemand konnte den Gestank ertragen“

Übler Gestank, Insassen übergeben sich - Passagier zwingt Pilot zu drastischer Maßnahme 

Manche Menschen kann man einfach nicht mehr riechen, manchmal stinkt sogar das gesamte Flugzeug. Aus diesem skurrilen Grund musste ein Pilot nun hart durchgreifen. 

Faro - Fliegen bedeutet für viele Freiheit. Doch wie frei ist man über den Wolken tatsächlich? Als normaler Passagier ist es mit der Ungebundenheit schnell vorbei. Insbesondere als Gast eines Billigfliegers quetscht man sich mehr schlecht als recht aneinander. Der Sitznachbar wird für die Dauer des Flugs oftmals zur nervigen Last. Das Übel irgendwie zu überstehen, bleibt oft der letzte Ausweg. Einfach das Abteil wechseln ist über den Wolken leider noch nicht möglich. 

Dass ein Passagier sogar alle Insassen ihrer Nerven, und manchen sogar noch etwas mehr berauben kann, zeigt das Beispiel eines Flugs nach Amsterdam. Dabei stieß der Fluggast den anderen Passagieren etwa nicht durch sein andauerndes Geplapper oder sein Anspruch auf zu viel Platz böse auf, stattdessen stieß sein Körper sehr unangenehme Gerüche aus. Der üble Duft war offenbar so beißend, dass sich sogar Passagiere übergeben mussten. „Der Geruch war so penetrant, dass ich glaube, der Mann hatte sich seit Wochen nicht gewaschen“, erzählt Passagier Piet van Haut gegenüber dem belgischen Newsportal „VRT“.

Isolationshaft: Mann muss ins Klo

Selbst für das Flugpersonal der Billig-Airline Transavia, das bestimmt schon den einen oder anderen Härtefall erlebt hat, war der Gestank nicht auszuhalten. Nachdem bereits der Bordservice eingestellt wurde, verfrachteten sie den Mann in die Toilette. 

Der üble Geruch blieb allerdings, weshalb der Pilot als letzten Ausweg die Maschine außerplanmäßig in der portugiesischen Stadt Faro zwischenlanden musste. Der Mann musste von Bord und wurde dem medizinischem Betreuungspersonal übergeben. 

Doch die Insassen sollten auch ohne seine Person weiter intensiv mit ihm verbunden bleiben. „Niemand konnte den Gestank ertragen. Jeder hat versucht, seine Nase zu bedecken“, beschreibt ein betroffener Passagier den restlichen Flug.

Mit zwei Stunden Verspätung war der Horror-Trip dann endlich vorbei. Die Luft in Amsterdam ist wohl allemal besser als im verseuchten Flieger. 

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cen

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