Boykott von Geschäften

Tschechischer Politiker ruft zu Schikane gegen Muslime auf

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Der tschechische Parlamentsabgeordnete Tomio Okamura.

Prag - Die Bürger sollten "Hunde und Schweine" bei Moscheen Gassi führen - außerdem Geschäfte von Muslimen boykottieren. Der tschechische Politiker Tomio Okamura hetzt gegen Muslime.

Der tschechisch-japanische Politiker und ehemalige Präsidentschaftskandidat Tomio Okamura hat zu Schikane gegen Muslime aufgerufen. Man solle „Hunde und Schweine“ in der Umgebung von Moscheen Gassi führen, schrieb der Parlamentsabgeordnete am Wochenende auf Facebook. Der Islam sieht Schweine als unrein an und verbietet ihren Verzehr.

Okamura rief zudem zu einem Boykott von Geschäften auf, die von Muslimen betrieben werden. „Jeder gekaufte Kebab ist nur ein weiterer Schritt hin zu Burkas“, wetterte der 42-Jährige.

Nur 20.000 Muslime unter zehn Millionen Einwohnern Tschechiens

Dessen populistische Partei Morgenröte der direkten Demokratie nimmt damit immer stärker ausländerfeindliche Züge an. Unter den zehn Millionen Einwohnern Tschechiens gibt es den Behörden zufolge nur rund 20.000 Muslime.

Okamura ist in der Vergangenheit schön öfter durch rechtspopulistische Aussagen aufgefallen. Im August vergangenen Jahres leugnete er sogar die Existenz eines KZs im südböhmischen Lety.

dpa/wei

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