Besuch in Ankara

Trittin: Merkels Botschaft an die Türkei ist widersprüchlich

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Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin äußert sich zu Merkels Türkei-Besuch.

Berlin - Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat die Botschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkels (CDU) bei ihrem Staatsbesuch in der Türkei als widersprüchlich bezeichnet.

"Haltet die Flüchtlinge von Europa fern - aber lasst sie aus Syrien alle zu Euch kommen", sei ihre Botschaft gegenüber der Staatsführung in Ankara gewesen, sagte der Außenpolitiker der Grünen-Bundestagsfraktion der "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Dass die Türkei die Grenze zu Syrien schließe, sei auch Folge einer "bockigen Verweigerungshaltung Europas, sich dauerhaft um die Flüchtlinge zu kümmern", sagte Trittin mit Blick auf die tausenden syrischen Flüchtlinge, die auf der Flucht vor der Offensive der syrischen Armee rund um Aleppo an der Grenze gestrandet sind. "Dazu gehört eine nachhaltige und bessere Finanzierung wie die geordnete Übernahme von Kontingenten."

Merkel hatte am Montag in Ankara mit dem türkischen Ministerpräsident Ahmet Davutoglu über weitere Maßnahmen in der Flüchtlingskrise gesprochen. Anschließend kündigte sie an, es solle ein Nato-Einsatz zur Überwachung der Seegrenzen geprüft werden. Außerdem soll es gemeinsame Einsätze deutscher und türkischer Polizisten "gegen den illegalen Grenzübertritt" geben.

AFP

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