Vor dem Augustiner-Zelt

Tödliche Schlägerei auf Oktoberfest: Neue Details zum Opfer und Auslöser für Streit bekannt

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Der Tatort am Augustiner-Zelt in der Nacht: Die Kriminalkommission hat die Ermittlungen übernommen. 

Auf den Oktoberfest kam es am Freitagabend zu einem tödlichen Streit. Dabei verlor ein Mann aus dem Münchner Umland sein Leben. Die Polizei hat nun Haftbefehl gegen einen Münchner erlassen.

Update - Samstag, 30. September 2018, 19.05 Uhr

War womöglich eine Frau Auslöser für den tödlichen Streit vor dem Augustinerzelt? Nach dem Wiesn-Drama kommen nun immer mehr Details ans Licht. Das Opfer, der 52-Jährige aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, saß demnach lange im Gefängnis, weil er seine damalige Freundin gewürgt hatte. Alle neuen, aktuellen Hintergründe lesen Sie auf Merkur.de*.

Update - Samstag, 30. September 2018, 12.30 Uhr:

Die Polizei hat am Sonntagmittag mitgeteilt, dass gegen den 42-jährigen Münchner, der sich am Samstag mit seinem Anwalt bei der Polizei stellte, Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge erlassen worden ist. Er werde dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der Gerüstbauer sei polizeibekannt, teilt die Polizei mit. Er sei in der Vergangenheit bereits wegen Körperverletzungen in Erscheinung getreten. Dies liege jedoch schon einige Zeit zurück.

Das 58-jährige Opfer der tödlichen Auseinandersetzung am Freitagabend vor dem Augustiner-Festzelt sei mit großer Wahrscheinlichkeit an einer Hirnblutung infolge eines hefigen Schlags gestorben. 

Update - Samstag, 29. September 2018, 15.44 Uhr:

Marina Mozny, Sprecherin der Polizei München, berichtet aktuell, dass sich ein 42-jähriger Münchner gegen 16 Uhr bei der Polizei München meldete. Er war in Begleitung seines Rechtsbeistands und gab an, an der Auseinandersetzung, bei der der 58-jährige Mann aus dem Raum Fürstenfeldbruck zu Tode kam, beteiligt gewesen zu sein. Zuvor haben sich laut Polizei die Ermittlungen schon auf einen konkreten Tatverdächtigen fokussiert.

Update von Samstag (29. September), 15.52 Uhr: Es ist mehr über die Identität des Toten bekannt: Die Polizei präzisiert, dass der tote 58-Jährige aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammte. In dem Streit mit dem unbekannten Täter war der 58-Jährige laut Polizei bewusstlos geworden und wurde vor dem Zelt reanimiert. Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Münchner Krankenhaus, wo er starb – laut Obduktion an den Folgen einer Hirnblutung. 

Inzwischen hat sich die gesuchte, wichtige Zeugin der Tat bei der Polizei gemeldet und wird vernommen. 

Das Kommissariat 11 hat die Ermittlungen wegen einer Körperverletzung mit Todesfolge übernommen. 

Zeugenaufruf: Wer sachdienliche Hinweise geben kann, meldet sich beim Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle.

Update von Samstag (29. September), 13.29 Uhr:

Der tödliche Streit am Freitagabend ist nicht der erste Todesfall auf dem Volksfest. 1991 war ein 20 Jahre alter Mann bei einer Messerstecherei getötet worden. 1989 brach ein 45 Jahre alter Arzt nach einer Fahrt im Fünffach-Looping tot zusammen. Die Polizei ging von Herzversagen aus. 1995 gerieten ein Standlbesitzer und ein Oktoberfestbesucher in Streit. Der Verkäufer schubste seinen Kontrahenten - der daraufhin stürzte und mit dem Kopf auf das Pflaster fiel. Der Mann starb wenig später in einer Klinik.

Eine 62-jährige Frau erlitt 1998 auf dem Festgelände einen Herzanfall. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen starb die Münchnerin wenig später. Bereits Tage zuvor war ein 24-Jähriger nach Verlassen eines Fahrgeschäfts an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben. 2014 sorgte der Tod eines 26-jährigen Australiers für Bestürzung. Er wurde von einem Taxi erfasst, mehrere Meter mitgeschleift und starb kurz darauf im Krankenhaus.

Update von Samstag (29. September), 10.58 Uhr: Thomas Vollmer, Wirt der Augustiner-Festhalle, hat auf die Anfrage von tz.de* reagiert. Sein Zelt hat an diesem zweiten Wiesn-Samstag regulär geöffnet, nachdem die Polizei den Tatort freigegeben hatte. „In erster Linie sind wir aber an diesem heutigen Samstagmorgen zutiefst betroffen und in Gedanken bei den Angehörigen“, schreibt Vollmer in seinem Statement. Weitere Auskünfte gibt er nicht, um die Ermittlungen der Polizei nicht zu gefährden.  

Update von Samstag (29. September), 8.53 Uhr: Noch immer sucht die Polizei die eine Zeugin der Tat: Sie soll einem Security-Mitarbeiter gesagt haben, dass sie eine Schlägerei im Raucherbereich vor der Augustiner-Festhalle beobachtet habe. Danach verschwand sie in dem Menschengewühl und reagierte auch nicht auf eine Durchsage, sich dringend zu melden. Die Polizei betont gegenüber tz.de*, dass sie nicht nur die eine Zeugin, sondern weitere Zeugen suche. Ein 58-Jähriger aus dem Münchner Umland war bei der Auseinandersetzung gestorben. Noch immer fahndet die Polizei nach dem Täter. Eine Personenbeschreibung gibt es bislang nicht. 

Besucher werden heute laut Stadt München nicht vor einem verschlossenen Augustiner-Zelt stehen. 

Das war die Meldung von Freitagabend: Oktoberfest-Besucher stirbt nach Streit vor Wiesn-Zelt

München - Wie ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums München am Freitagabend mitteilte, kam es kurz nach 22 Uhr im Augustinerzelt auf dem Oktoberfest zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Dabei wurde einer der beiden schwer verletzt. Laut Angaben der Polizei ist er kurz darauf verstorben. Zunächst konnte der Mann reanimiert werden, verstarb dann jedoch etwa eine Stunde später. Es handelt sich um einen 58-Jährigen aus dem Münchner Umland. 

Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen laufe an. Die Polizei sucht weiterhin nach der Zeugin, die anscheinend den Vorfall beobachtet hat.

Mehr Informationen, weitere Fotos und Hintergründe zu der Tragödie am Freitagabend lesen Sie hier auf tz.de*.

*Merkur.de und tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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