Überschwemmungen und Evakuierungen

Wirbelsturm „Trami“ trifft auf Japan: Vier Millionen Menschen evakuiert - Tokio stoppt Zugverkehr 

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Der Taifun Trami erreicht Japan.

Japan wurde dieses Jahr bereits von mehreren Taifunen heimgesucht. Der Wirbelsturm „Trami“ ist nun auf das Land getroffen. Es gibt erste Meldungen über Verletzte.

Update vom 30. September 2018 - 20.10 Uhr: Anzahl der Verletzten steigt auf 80

Der Taifun "Trami" hat in Teilen Japans mit heftigen Böen und starken Regenfällen Dutzende Menschen verletzt und für Überschwemmungen, Stromausfälle und Verkehrschaos gesorgt. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, erlitten mindestens 84 Menschen leichtere Verletzungen, oftmals durch berstende Fensterscheiben. Eine ältere Frau wurde als vermisst gemeldet. Vorsichtshalber wurden rund vier Millionen Menschen aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

"Trami" zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern über Japan hinweg. Auf Land getroffen war der Taifun in der Nähe der südjapanischen Küstenstadt Shirahama. Ein Mitarbeiter der dortigen Stadtverwaltung sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Sturm sei "enorm" und "sehr beängstigend" gewesen. "Es war schwierig, draußen auf den Beinen zu bleiben", schilderte Yuji Ueno das Unwetter.

Auf der südlichen Insel Okinawa wurden Autos durch die Wucht des Sturms umgeweht und Häuser überschwemmt. Am Sonntag erreichte der Taifun die Städte Osaka im Süden und Kagoshima im Westen Japans. In der westlichen Stadt Kochi deckten Böen Teile von Hausdächern ab.

Japans Wetterdienst warnte vor möglichen Erdrutschen und Überschwemmungen sowie Tornados. Der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete, etwa vier Millionen Japanern seien unverbindlich aufgefordert worden, sich in sicherere Gebiete zu begeben. Bei mehr als 750.000 Haushalten, vor allem im Westen Japans, fiel wegen "Trami" der Strom aus. Auch bei der Handy-Kommunikation kam es zu Störungen. Für Montag sagten Meteorologen erneut extremes Wetter in Japan mit heftigen Regenfällen und Sturm voraus.

Wegen des Taifuns wurden mehr als tausend Flüge gestrichen, der Kansai-Flughafen bei Osaka blieb vorsichtshalber geschlossen. Auch Schnellzugverbindungen fielen aus. In der sonst so geschäftigen Hauptstadt Tokio wurde am Sonntagabend (Ortszeit) der Zugverkehr eingestellt, weil sich die Ausläufer von "Trami" hier mit heftigem Wind und Regenfällen bemerkbar machten. Die Straßen der riesigen Metropole waren weitgehend leer, Geschäfte schlossen wegen des Sturms vorzeitig.

Japan ist in den vergangenen Monaten wiederholt von heftigen Naturkatastrophen heimgesucht worden. Im Sommer starben Dutzende Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen und Dutzende weitere durch eine Hitzewelle. Anfang September riss der Taifun "Jebi", der stärkste Sturm in Japan seit 25 Jahren, elf Menschen in den Tod. Unmittelbar danach kamen bei einem Erdbeben auf der nordjapanischen Insel Hokkaido mehr als 40 Menschen ums Leben.

Update vom 30. September 2018 - 12.04 Uhr: Mindestens 56 Verletzte

Durch den Taifun "Trami" sind im Süden Japans mindestens 56 Menschen verletzt worden. Auf der Insel Okinawa wurden Autos durch die Wucht des Sturms umgeweht, Häuser wurden überschwemmt. Am Sonntagmorgen erreichte der Taifun die Stadt Kagoshima im Westen Japans, bevor er am Sonntagabend (Ortszeit) Japans Hauptinsel Honshu erreichte.

In Kagoshima wurden zehn Menschen verletzt. Der Wetterdienst warnte vor möglichen Erdrutschen und Überschwemmungen sowie Tornados. In der westlichen Stadt Kochi rissen Böen Teile von Hausdächern weg.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern sollte "Trami" am Sonntag über die japanische Hauptinsel hinwegziehen. Bis Montag sagten Meteorologen extremes Wetter mit heftigen Regenfällen und Sturm voraus.

Die Behörden gaben landesweit nicht-verpflichtende Evakuierungsempfehlungen für insgesamt rund 1,5 Millionen Menschen aus, wie der Rundfunksender NHK berichtete. Im Westen Japans wurden Schnellzugverbindungen vorübergehend eingestellt, insgesamt mehr als tausend Flüge wurden gestrichen.

Sogar in Tokio, das laut Vorhersagen nicht auf dem direkten Weg des Taifuns liegen soll, wurde am Samstagabend der Zugverkehr eingestellt. Den Menschen wurde geraten, zu Hause zu bleiben. Für Sonntagabend wurden auch in der Hauptstadt starker Wind und heftiger Regen erwartet.

Update vom 30. September 2018 - 08.19 Uhr: Erste Meldungen über Verletzte

Durch den Taifun "Trami" sind im Süden Japans mindestens 45 Menschen verletzt worden. Auf der Insel Okinawa wurden Autos durch die Wucht des Sturms umgeweht, Häuser wurden überschwemmt. 38 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Die Behörden gaben eine Evakuierungsaufforderung für rund 350.000 Menschen aus, in mehr als 300.000 Haushalten fiel laut Berichten des Fernsehsenders NHK der Strom aus.

Am Sonntagmorgen erreichte der Taifun die Stadt Kagoshima im Westen Japans, dort wurden sieben Menschen verletzt. Der Wetterdienst warnte vor möglichen Erdrutschen und Überschwemmungen sowie Tornados.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern sollte "Trami" am Sonntag über die japanische Hauptinsel hinwegziehen. Bis Montag sagten Meteorologen extremes Wetter mit heftigen Regenfällen und Sturm voraus. Erst Anfang September waren durch den Taifun "Jebi" im Westen Japans elf Menschen ums Leben gekommen.

Erstmeldung: Starker Taifun steuert auf Japan zu

Tokio - Erneut steuert ein starker Taifun auf Japan zu. Der Wirbelsturm „Trami“, der sich über dem Pazifik dem Süden des Inselreichs nähert, werde am Wochenende möglicherweise auf Land treffen, warnte die nationale Wetterbehörde am Freitag. Die Inseln Okinawa und Amami bekamen bereits die Ausläufer des Taifuns zu spüren. Dem südlichen Inselparadies drohten am Samstag Windgeschwindigkeiten von bis zu 252 Kilometer in der Stunde und bis zu zwölf Meter hohe Wellen. Die Behörde warnte auch die Bewohner in weiten Gebieten Ost- und Westjapans vor starkem Regen und Wind sowie hohem Wellengang. Die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt wurdedieses Jahr bereits mehrfach von verheerenden Taifunen heimgesucht.

dpa/AfP

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