Staus am Wochenende

ADAC warnt vor "schlimmstem Reisewochenende"

Viele Urlauber greifen auf das Auto zurück. Auf der Autobahn A3 bei Köln staut es sich. Foto: Rolf Vennenbernd/Illustration
1 von 5
Viele Urlauber greifen auf das Auto zurück. Auf der Autobahn A3 bei Köln staut es sich. Foto: Rolf Vennenbernd/Illustration
Heute starten die Schulferien in Nordrhein-Westfalen. Viele Familien geht es bereits nach Schulschluss in den Urlaub. Foto: Roland Weihrauch
2 von 5
Heute starten die Schulferien in Nordrhein-Westfalen. Viele Familien geht es bereits nach Schulschluss in den Urlaub. Foto: Roland Weihrauch
Es gibt viele Möglichkeiten zu verreisen. Zum Beispiel mit der Bahn: Ein ICE steht am Kölner Hauptbahnhof. Foto: Henning Kaiser
3 von 5
Es gibt viele Möglichkeiten zu verreisen. Zum Beispiel mit der Bahn: Ein ICE steht am Kölner Hauptbahnhof. Foto: Henning Kaiser
Eine etwas teurere Variante des Reisens ist das Fliegen. Jedoch lassen sich hiermit exotische und ferne Ziele erreichen. Foto: Roland Weihrauch
4 von 5
Eine etwas teurere Variante des Reisens ist das Fliegen. Jedoch lassen sich hiermit exotische und ferne Ziele erreichen. Foto: Roland Weihrauch
Egal welches Fortbewegungsmittel gewählt wird. Für viele Reisende beginnt der Urlaub erstmal mit Warten: in Schlangen, im Stau, auf verspätete Züge. Hier warten Urlauber an den Check-In-Schaltern am Düsseldorfer Flughafen. Foto: Roland Weihrauch
5 von 5
Egal welches Fortbewegungsmittel gewählt wird. Für viele Reisende beginnt der Urlaub erstmal mit Warten: in Schlangen, im Stau, auf verspätete Züge. Hier warten Urlauber an den Check-In-Schaltern am Düsseldorfer Flughafen. Foto: Roland Weihrauch

Der ADAC geht von einem "der schlimmsten Reisewochenenden" aus. Schon am Freitag mussten Autofahrer sowie Flug- und Zugreisende gute Nerven mitbringen. Mancherorts bremste das Wetter noch weiter aus.

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Viel Verkehr, Staus, volle Züge: Mit dem Ferienbeginn im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ist der Sommerreiseverkehr angerollt.

Vor allem auf den Straßen in und um NRW sowie in Bayern, Hessen und Niedersachsen meldete der ADAC unzählige Staus. Damit waren vor allem bei den Autofahrern in den Süden und in Richtung Nord- und Ostsee gute Nerven gefragt.

In Nordrhein-Westfalen bildeten sich nach der Zeugnisabgabe rund 2,5 Millionen Schüler bis zum frühen Nachmittag die ersten Staus vor allem auf der A3 bei Duisburg in Richtung Niederlande und im Raum Hagen auf der A45, wie ein Sprecher von Straßen.NRW erklärte. Autofahrer sollten sich in NRW zudem auf Aquaplaning einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor schweren Gewittern mit Hagel im Laufe des Nachmittags.

Auch Zugreisende mussten bereits Geduld mitbringen. Zusätzlich zu den Urlaubern waren auch die Wochenendpendler unterwegs. Die Auslastung in den Fernzügen war entsprechend hoch. Die Bahn hatte sich eigenen Angaben zufolge auf volle Züge an den reisestarken Tagen vorbereitet. "Alles, was rollen kann, rollt", sagte eine Bahnsprecherin dazu.

Im Südwesten wurde der Bahnverkehr durch Blitzeinschläge am Morgen zusätzlich ausgebremst. Auf der zentralen Rheintalstrecke zwischen Offenburg und Karlsruhe mussten die Reisenden wegen gestörter Stellwerke Verspätungen und Zugausfälle hinnehmen, die sich teils bis weit in den Nachmittag auswirkten.

Der Frankfurter Flughafen fertigte gut eine Stunde lang keine Passagiere ab. Nach Auskunft des Betreibers Fraport wurden mehrere Flüge annulliert. Das geschehe routinemäßig aus Sicherheitsgründen, wenn vor Blitz und Donner im Umkreis von acht Kilometern gewarnt werde, sagte ein Sprecher. Ein Aufenthalt im Freien auf dem Flugfeld sei dann verboten. Von insgesamt 1560 Starts und Landungen wurden bis zum Nachmittag 100 gestrichen.

Experten erwarten den Höhepunkt der Reisewelle für das Wochenende. Der ADAC erwartet "eines der schlimmsten Reisewochenenden". Mit viel Verkehr rechnet der Verkehrsclub vor allem auf den Fernstraßen in Richtung Nord- und Ostsee sowie auf den Weg in den Süden. Autofahrer, die über Österreich in den Süden wollen, müssen zudem Fahrverbote auf Ausweichstrecken im Großraum Innsbruck sowie im Bundesland Salzburg beachten. Bei der Fahrt zurück in die Heimat müssen sich Autofahrer an der Grenze nach Deutschland auf lange Wartezeiten bei den Einreisekontrollen einstellen.

Wer in den Urlaub fliegt, muss vor allem am Sonntag möglicherweise mehr Zeit einplanen. Der größte NRW-Flughafen Düsseldorf rechnet nach eigenen Angaben allein an diesem Tag mit rund 90.000 Reisenden. Nach dem Ferienbeginn an Rhein und Ruhr haben fast alle Bundesländer schulfrei - bis auf Bayern und Baden-Württemberg.

Das sind die besonders belasteten Strecken laut ADAC:

A 1 /A 3 / A 4 Kölner Ring; A 1 Bremen – Hamburg – Puttgarden; A 2 Oberhausen – Hannover – Berlin; A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg

A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz; A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel; A 6 Metz/Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim

A 7 Hamburg – Flensburg; A 7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte; A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg; A 9 Berlin – Nürnberg – München; A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen; A 93 Inntal-Dreieck – Kufstein; A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen; A 99 Umfahrung München.

Mehr zum Thema

Kommentare