Flüchtlingsrat entsetzt

Stadt will Flüchtlinge in KZ-Außenlager unterbringen

Schwerte - Die Ruhrgebiets-Stadt Schwerte plant, Flüchtlinge in einem ehemaligen Außenlager des KZs Buchenwald unterzubringen. Die Kritik ist groß.

Die Ruhrgebiets-Stadt Schwerte will Flüchtlinge in einem ehemaligen Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald unterbringen. Am Dienstag besichtigten Mitglieder des Stadtrates und der Verwaltung die alte Baracke der Lageraufseher.

Kommentieren wollten die Politiker und Beamten den Plan zunächst nicht. Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsrat wirft den Verantwortlichen unsensibles Verhalten vor und spricht sich für eine Containerlösung aus.

Am Rande des Besichtigungstermins hieß es, Bürgermeister Heinrich Böckelühr (CDU) werde am Freitag während einer Pressekonferenz Stellung nehmen.

Etwa zwei Dutzend Flüchtlinge sollen nach Medienberichten in der Baracke unterkommen, die zuletzt Künstlern als Domizil diente. Ende der Zweiten Weltkriegs waren in dem Außenlager Hunderte Zwangsarbeiter aus Buchenwald (Thüringen) untergebracht.

Sie wurden im Reichsbahnausbesserungswerk Schwerte-Ost eingesetzt. Die „Ruhr-Nachrichten“ hatten über den Fall berichtet.

dpa

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