Sparmaßnahmen bei Glencore treffen Aktionäre

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Die Glencore-Zentrale im schweizerischen Baar. Für die Aktionäre des Rohstoffunternehmens brechen harte Zeiten an. Foto: Urs Flueeler

Baar (dpa) - Der schweizerisch-britische Bergbaukonzern Glencore reagiert auf die rasante Talfahrt und mutet seinen Aktionären bittere Pillen zu.

Das Unternehmen kündigte am Montag eine Kapitalerhöhung um 2,5 Milliarden US-Dollar (2,25 Mrd Euro) an. Zudem werden die Jahresenddividende 2015 sowie die Halbjahresausschüttung 2016 gestrichen. Das soll weitere rund 2,4 Milliarden Dollar einsparen.

Außerdem will der Konzern Geschäfte im Umfang von zwei Milliarden Dollar verkaufen. Ziel ist es, die angesichts sinkender Gewinne zu einer größeren Bedrohung gewordenen Schulden von knapp 30 Milliarden Dollar um gut ein Drittel zu senken.

Rohstoffkonzerne kämpfen angesichts der Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in China mit einem Preisverfall. Glencore-Aktien haben in diesem Jahr bereits die Hälfte an Wert verloren.

In der vergangenen Woche erlitt das Papier den bisher höchsten Wochenverlust seit dem Börsengang 2011. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte zudem jüngst wegen der schlechten Entwicklung bei Glencore ihren Ausblick für die Bonitätseinstufung des Unternehmens auf negativ gesetzt.

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