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Corona: Erneut Datenpanne in München - Inzidenz wohl deutlich höher als angegeben

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Von: Katarina Amtmann, Klaus Vick

Die Corona-Zahlen für München sind wieder gesunken. Auch der allgemeine Bayern-Trend macht durchaus Hoffnung. Alle News im Ticker.

+++Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 22. Mai, 18.59 Uhr: Wie hoch ist die München-Inzidenz nun tatsächlich? Das weiß auch das Gesundheitsreferat nicht. Auf telefonische Anfrage erklärt eine Sprecherin, die Stadt übermittle die reinen Zahlen an das Robert-Koch-Institut. Die Errechnung des Inzidenzwerts finde dann dort statt.

Abschätzen, wie stark sich der Wert verändern dürfte, möchte Gesundheitsreferat nicht. In München wartet man nun auf die korrigierten Ergebnisse der RKI.

Update vom 22. Mai, 17.00 Uhr: Die Stadt München erneut muss eine schlechte Nachricht verkünden: Es gab technische Probleme bei der Übermittlung der Infektionszahlen. Die München-Inzident liegt demnach nicht wie gedacht bei 43,1. Berichtigte Werte liegen momentan noch nicht vor. Sie seien mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich höher. München liegt also wohl doch über der Inzidenz-Grenze von 50. Erst vor wenigen Tagen passierte genau das selbe.

Corona in Bayern: Stadt Würzburg kritisiert Kommunikationspolitik der Ministerin scharf

Update vom 22. Mai, 14.43 Uhr: Ungewohnt deutliche Kritik an der Corona-Kommunikation der bayerischen Ministerien kam am Samstag aus Würzburg. Der CSU-Landrat Thomas Eberth regt sich laut Main-Post richtig auf. „Man bekommt irgendwann irgendeine E-Mail, in der die Maßnahmen unverständlich beschrieben sind.“ Unklare Ansagen aus dem Ministerium in München hätten dazu geführt, dass Lockerungsschritte in seinem Landkreis nicht schnell und konkret hätten kommuniziert werden können. „Ich habe das Gefühl, dass wir das eine oder andere Ministerium in München vor uns hertreiben“, sagte Eberth.

Seiner Meinung nach würde zu langsam auf die Geschwindigkeit der sinkenden Inzidenzen reagiert. „Ich verstehe nicht, warum es überhaupt eine Freigabe des Ministeriums für weitere Lockerungsschritte braucht“, sagte er. Dies werde dem dynamischen Infektionsgeschehen nicht gerecht. In Würzburg liegt die Inzidenz laut RKI am Samstag bei 37,6. Lockerungen der Corona-Maßnahmen sind an diese Inzidenz geknüpft, allerdings muss das Gesundheitsministerium einer Lockerung zum Teil ausdrücklich zustimmen.

Corona in Bayern: 14 Landkreise und Städte mit Inzidenz über 100

Update vom 22. Mai, 12.19 Uhr: In Bayern liegen laut Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Samstag nur noch 14 Städte und Landkreise über einer 100er-Inzidenz (Stand: 3.11 Uhr).

Spitzenreiter im Freistaat war am Samstagmorgen Memmingen mit 249,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Städte Schweinfurt (170,3) und Coburg (160,7). Am anderen Ende der Skala lag die Stadt Amberg mit der bayernweit niedrigsten Inzidenz von 16,6 - gefolgt von Weiden in der Oberpfalz (18,7) und dem Landkreis Wunsiedel (20,6).

Update vom 22. Mai, 7.09 Uhr: Es bleibt weiter spannend in München. Heute liegt die maßgebliche 7-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt mit 43,1 wieder deutlich unter der 50er-Marke (Vortag 51,5). Hält der positive Trend nun an den vier darauffolgenden Tagen an, winken zusätzliche Corona-Lockerungen.

Corona-Lockerungen in München: Neue Lockerungen, wenn Inzidenz unter 50 bleibt

Wenn die Achterbahnfahrt jedoch weiter geht (der Inzidenzwert steigt an einem jener Tage wieder über 50, d.Red.) würde die Zählung wieder von vorne beginnen.

Update vom 21. Mai, 17.46 Uhr: Pünktlich zum Pfingstwochenende gibt es den lang ersehnten Lichtblick für Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Bayern. Nachdem sie wegen der Corona-Pandemie monatelang geschlossen waren, dürfen sie nun wieder öffnen - sofern in den jeweiligen Städten und Landkreisen die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter dem Wert 100 liegt. Dieser Schritt dürfte auch für kurzentschlossene Urlauber interessant sein.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), informierten sich am Freitag im oberbayerischen Bad Aibling über die Situation in Beherbergungsbetrieben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) traf in Garmisch-Partenkirchen den Betreiber der Eckbauerbahn. Einem sicheren und unbeschwerten Urlaub in Bayern stehe nichts mehr im Wege, sagte der stellvertretende Ministerpräsident.

Aiwanger nannte die Tourismusbranche in Bayern einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor, der insbesondere im ländlichen Raum zum Tragen komme. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 44.000 gastgewerbliche Betriebe. 33 Milliarden Euro hätten Touristen vor Corona pro Jahr in Bayern ausgegeben. Damit werde ein Fünftel der touristischen Wertschöpfung Deutschlands in Bayern erwirtschaftet. 600.000 Menschen in Bayern leben demnach vom Tourismus.

Kurzentschlossene können im Allgäu beispielsweise noch Unterkünfte für die Pfingstferien reservieren. „Das ist möglich“, eine Sprecherin der Allgäu GmbH am Freitag. „Am besten sucht man dafür bei den Portalen der jeweiligen Urlaubsorte.“ Generell gelte: „Je kleiner der Betrieb, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass geöffnet ist.“

Corona in Bayern: München-Inzidenz wieder über Grenzwert

Update vom 21. Mai, 8.06 Uhr: Seit heute gelten im Freistaat neue Corona-Regeln* - entscheidend ist nach wie vor die Inzidenz. Die sah in München lange Zeit richtig gut aus, weshalb bereits am 11. Mai die nächtliche Ausgangssperre fiel, auch Kontaktbeschränkungen wurden gelockert. Seit dem 12. Mai darf außerdem die Außengastronomie wieder öffnen. Zuletzt lag der Wert in München den zweiten Tag in Folge sogar unter der Marke von 50.

Doch nachdem die Inzidenz am Donnerstag nach RKI-Angaben noch bei 47,6 lag, lag sie am Freitag bei 51,5. Damit beginnt die „Rechnung“ in der Landeshauptstadt wieder von vorne. Denn wie bei den anderen Grenzwerten gilt auch bei der 50: Der Wert muss an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten werden, einen Tag darauf erlässt die Stadt dann die neuen Regelungen, ehe sie einen weiteren Tag darauf dann greifen. Somit wäre in München der nächste Lockerungsschritt - theoretisch - erst am Freitag, 28. Mai, möglich.*

Corona-Zahlen in Bayern: Inzidenz weiter gesunken

Update vom 21. Mai, 6.02 Uhr: Weiterhin gibt es gute Corona-Zahlen für Bayern zu vermelden. Die Inzidenz im Freistaat ist auf 66,9 gesunken (Vortag: 68,8). München liegt nach RKI-Angaben am Freitagmorgen bei einem Wert von 51,5. Tags zuvor betrug der Wert in der Landeshauptstadt 47,6. Damit ist er zwar leicht gestiegen, Sorgenkinder sind aber andere Städte und Kreise in Bayern.

Die höchste Inzidenz in Bayern hat Memmingen. Mit 235,8 belegt die Stadt deutschlandweit Platz zwei. Die Stadt Schweinfurt (164,7) liegt auf Rang vier, der Landkreis Günzburg (155,9) auf Platz acht.

Am heutigen Freitag traten im Freistaat neue Lockerungen in Kraft - welche Regeln jetzt gelten, lesen Sie in unserer Übersicht.*

Update vom 20. Mai, 21.08 Uhr: Im Impfzentrum München sind die Impfstoff-Lieferungen derzeit so knapp bemessen, dass nun vornehmlich Zweitimpfungen vorgenommen werden und die Erstimmunisierung von Bürgern ins Stocken zu geraten droht. Die Landeshauptstadt steck im Impfstau. Allein 130.000 Menschen der Priorisierungsgruppe 3 stehen noch auf der Warteliste für das Impfzentrum Riem. 50.000 Spritzen gegen das Coronavirus* könnten dort pro Woche gesetzt werden. Aktuell sind es aber nur rund 31.000, weil die anvisierte Liefermenge hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Diese Zahlen gab Wolfgang Schäuble, Leiter des städtischen Krisenstabs, am Donnerstag im Stadtrat bekannt. Schäuble, hauptberuflich Münchens Feuerwehrchef, kritisierte ungewohnt deutlich eine „Ankündigungspolitik“, die bei den Bürgern Begehrlichkeiten wecke, die nicht erfüllt werden könnten. Dies löse einen immensen Druck bei den Impfzentren und Hausärzten aus. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) warnte eindringlich davor, die Priorisierung auch bei den Impfzentren aufzugeben. Ansonsten drohten gewaltige organisatorische Probleme. „Wir werden den Ansturm nicht bewältigen können.“

Corona in Bayern: Erstimpfung gerät in München ins Stocken

OB Dieter Reiter (SPD) hatte bereits vor einigen Tagen die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisiert, die Priorisierung zum 7. Juni aufzuheben. Das sei wieder mal der dritte Schritt vor dem ersten und könne so nicht funktionieren, weil nicht genug Impfstoff zur Verfügung stehe, sagte der OB.

In Riem sind die Lieferungen derzeit so knapp bemessen, dass nun vornehmlich Zweitimpfungen vorgenommen werden und die Erstimmunisierung von Bürgern ins Stocken zu geraten droht. Noch keine Neuerungen gibt es Schäuble zufolge im Hinblick auf die Erstellung eines digitalen Impfpasses. Zurek sagte, die Stadt könne dies nicht auch noch leisten. Die indische Variante des Corona-Virus ist nach Auskunft der Gesundheitsreferentin in München noch nicht aufgetreten. „Nach den Pfingstferien wär ich mir da aber nicht mehr so sicher“, sagte Zurek.

Corona in Bayern: Söder hundertfach angezeigt worden

Update vom 20. Mai, 13.29 Uhr: Anzeigen von Gegnern der Corona-Maßnahmen gegen Markus Söder beschäftigen die Staatsanwaltschaft München I. Rund 200 Anzeigen gegen hochrangige bayerische Politiker seien bereits eingegangen, die meisten davon gegen den Ministerpräsidenten, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Juliane Grotz, am Donnerstag in München sagte.

In den Anzeigen werde angegeben, die von der Staatsregierung verhängte Pflicht, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Maske zu tragen, sei Körperverletzung. Die Ermittlungen würden schnell eingestellt, betonte Behördenleiter Hans Kornprobst. Denn die Vorwürfe seien „weit weg“ von erkennbaren Straftaten. „Aus der Maskenpflicht eine Körperverletzung zu konstruieren, ist einfach zu weit hergeholt.“ Arbeit mache die Flut der Anzeigen aber dennoch.

In Bayerns Impfzentren gelten Priorisierungsregeln noch länger

Update vom 20. Mai, 12.53 Uhr: Die Impfstoff-Priorisierung in den Hausarztpraxen wurde heute aufgehoben (siehe Erstmeldung). In Bayerns Corona-Impfzentren werden dagegen noch mindestens bis Anfang Juni Termine nach der Priorisierungsregeln der Ständigen Impfkommission (Stiko) vergeben. Die Staatsregierung schaue sich die Entwicklung bei den Impfungen zunächst noch an und werde in den nächsten zwei Wochen über das weitere Vorgehen entscheiden. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Donnerstag im Landtag in München.

Wegen eines Mangels an Impfstoff haben die bayerischen Impfzentren aktuell aber die Erstimpfungen bis zum 7. Juni fast vollständig ausgesetzt. Die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht.

München-Inzidenz erneut unter 50: Doch Sorge um Bayern-Hotspots bleibt - Impf-Priorisierung fällt heute

Erstmeldung vom 20. Mai, 6.34 Uhr: München - Die Corona-Lage in Bayern entspannt sich weiter. Im Freistaat liegt die Sieben-Tage-Inzidenz* bei 68,8 (Vortag: 74,1). Auch aus München kommen weiterhin gute Nachrichten. In der Landeshauptstadt liegt der Wert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI*) bei 47,6 und damit erneut unter dem 50er-Grenzwert. Schon am Mittwoch hatte die Inzidenz bei 47,3 gelegen.

Bayerisches Sorgenkind bleibt die Stadt Schweinfurt. Mit einer Inzidenz von 211,5 liegt sie deutschlandweit auf Platz zwei, die Städte Memmingen (204,1) und Coburg (177,7) folgen auf Rang drei und sieben.

Corona in Bayern: Hausärzte dürfen nun unabhängig von der Impfreihenfolge impfen

Viele Menschen in Bayern haben diesen Tag herbeigesehnt: Auch wenn sie nicht zu einer bevorzugten Gruppe gehören, können sie sich jetzt gegen Corona impfen lassen. Denn Haus- und Fachärzte dürfen ab diesem Donnerstag unabhängig von der Impfreihenfolge gegen das Virus impfen. Die Sache hat nur einen Haken: Es gibt nicht genug Impfstoff. Der Bedarf an Impfstoff liegt im Freistaat immer noch deutlich über den Liefermengen. Deshalb wird es dauern, bis jeder Interessent an die Reihe kommt.

Corona: Wohl kaum Erstimpfungen in bayerischen Impfzentren bis 7. Juni

In bayerischen Impfzentren werden deshalb bis zum 7. Juni* wohl kaum Erstimpfungen stattfinden können. Denn die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen braucht. „Ich gehe davon aus, dass wir ab der Kalenderwoche 23 in den Impfzentren wieder mit Erstimpfungen weitermachen können, die übrigens auch bei den Hausärztinnen und Hausärzten und Fachärzten weiter abgegeben werden“, hatte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU*) am Mittwoch in München gesagt.

Mit der Freigabe der Priorisierung bei den Ärzten geht der Freistaat schneller voran als manch andere Bundesländer. Bundesweit sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca* und Johnson & Johnson* bislang freigegeben.

Corona-Schutz in Bayern: Wieso kaum Erstimpfungen?

Scharfe Kritik an bayerischer Corona-Impfstrategie - „Das ist der Holetscheksche Impfturbo“

Mit Blick auf die Impfzentren betonte Holetschek: „Dass wir uns jetzt eine Zeit lang auf die Zweitimpfungen konzentrieren, ist jetzt eigentlich nichts Überraschendes.“ Schließlich habe es im April sehr viele Erstimpfungen gegeben, so dass dort nun die Zweitimpfung anstehe. Hinzu kam noch der Wechsel von Astrazeneca auf die mRNA-Impfstoffe bei den Zweitimpfungen für unter 60-Jährige - also Moderna oder Biontech*. In den kommenden drei Wochen werden daher hauptsächlich die Haus- und Fachärzte Erstimpfungen vornehmen.

Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz kritisierte dieses Vorgehen: „Das ist der Holetscheksche Impfturbo. Im Stand laut aufheulen, doch wenn es dann auf die Strecke gehen soll, reicht der Treibstoff gerade mal für das Ausrollen auf dem Standstreifen.“

„Füße stillhalten“: Hausärzteverband mit Appell an Impfwillige

Der bayerische Hausärzteverband riet Impfwillige zur Zurückhaltung. „Ich habe Verständnis dafür, dass viele nun schnell geimpft werden wollen, gerade im Vorfeld der Urlaubszeit. Aber ich appelliere an die Menschen, jetzt die Füße stillzuhalten und nicht die Praxen abzutelefonieren und mit Impfanfragen zu überhäufen“, sagte der Verbandsvorsitzende Markus Beier der Welt (Donnerstag). Es gebe nicht genug Termine und auch noch nicht genug Impfstoff, das werde sich voraussichtlich erst Mitte Juni ändern. Beier warnte zugleich davor, dass Kapazitäten für Menschen blockiert werden, die nicht wegen Corona in die Praxen kommen. „Da sehen wir erste Engpässe.“ (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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