Linken-Ikone geht mit Video im Netz viral

„Sie hat drei Nachteile...“: Gysi setzt amüsante Spitze gegen Merkel

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Gregor Gysi.

Angela Merkel steht schon früh in ihrer vierten Amtszeit unter Druck. Linken-Ikone Gregor Gysi nimmt die Kanzlerin in einem Interview süffisant aufs Korn.

Berlin - Angela Merkels vierte Amtszeit als deutsche Bundeskanzlerin droht eine schwere zu werden: Die Kanzlerin und CDU-Parteichefin liegt in der Migrationspolitik im Clinch mit der Schwesterpartei CSU - und bekommt allenthalben mangelnde Tatkraft vorgeworfen, etwa mit Blick auf die EU-Reform-Wünsche von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron.

Die Meinung der Opposition dürfte da aktuell zu den kleineren Problemen der Kanzlerin zu gehören. Dennoch hat der frühere Linke-Fraktionschef Gregor Gysi nun in einem Kurz-Interview mit dem ARD-Online-Format Informr mit einer besonders pointierten Kritik für Aufsehen gesorgt - mehr als 100.000 Mal wurde ein Video-Interview mit Gysi bis zum Montagnachmittag aufgerufen.

„Keine Idee für Deutschland, keine für Europa und keine für die Welt“

„Sie hat drei Nachteile“, erklärt das Aushängeschild der Linken in dem Gespräch mit Blick auf Merkel. „Sie hat keine Idee für Deutschland, keine Idee für Europa und keine für die Weltpolitik“, sagt Gysi kühl. „Sie verwaltet nur. Und das reicht heute nicht.“

Auch „drei Vorteile“ gestand Gysi der Kanzlerin zu. Auch diese bringt der Politiker allerdings mit süffisantem Grinsen zu Gehör. Merkel sei für eine Regierungschefin „erstaunlich wenig eitel“ und sei „materiell überhaupt nicht interessiert“ - also, frei übersetzt, unbestechlich. Zudem könne die Kanzlerin „zufällig sehr sympathisch lächeln“.

„Unberechenbarer“ Trump: Gysi sagte indirekt G7-Eklat voraus

Auch für US-Präsident Donald Trump hatte Gysi eine hochaktuelle Spitze parat - obwohl das Interview noch vor dem G7-Eklat am Wochenende geführt worden war. Trump sei „ein nationaler Egoist, der unberechenbar ist - was schlimmer ist, als die Tatsache, dass er reaktionär ist“. 

Unberechenbarkeit sei besonders gefährlich, weil man sich „auf nichts einstellen könne“, betont Gysi. Eine These die sich schnell bestätigten sollte.

Lesen Sie auch: Ein Bamf-Geständnis - und Ausblick auf neuen Zoff mit der CSU - was Merkel bei „Will“ sagte

fn

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