Österreichs „First Lady“ auf dem Opernball 

Kanzler Kurz: Seltener Auftritt mit seiner Freundin sorgt für Aufsehen  - nur eines fehlt den Fans

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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hält sich bei seinem Privatleben bedeckt.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz zeigt sich eher selten mit seiner „First Lady“. Umso interessierter wird jeder Auftritt des Paares beobachtet.

„Sehr fesch ihr zwei“ - Kurz und seine Susanne Thier auf Instagram gefeiert

Update vom 5. März 2019: Auch drei Tage nach dem öffentlichen Auftritt des österreichischen Bundeskanzlers mit Freundin Susanne Thier sorgt der Besuch des Wiener Opernballs für Gesprächsstoff. Ein von Kurz selbst auf Instagram veröffentlichtes Foto der beiden sorgt bei Fans und Unterstützern für Aufsehen. „Jedes Jahr ein Highlight: der Wiener Opernball!“ beschreibt Kurz das Bild, auf dem der Kanzler und Lebensgefährtin Susanne Arm in Arm strahlen. 

Für viele Follower ist jedoch vor allem das Paar selbst der absolute Hingucker auf der Veranstaltung gewesen. „Ein wunderschönes Paar“, „Herrlich anzuschauen“, „Sehr fesch ihr zwei“ und „Wunderbar. Nur der Heiratsantrag fehlt“, zeigen Fans ihre Begeisterung. 

Kanzler Kurz (Österreich): Seltener Auftritt mit Susanne Thier sorgt für Aufsehen 

Update vom 3. März: Österreichs First Couple sieht man eher selten zusammen. Der jüngste Bundeskanzler Österreichs, Sebastian Kurz, nimmt seine Termine in der Regel allein wahr. Wenn man ihn zusammen mit seiner Lebensgefährtin, Susanne Thier, sieht, ist daher das Aufsehen groß. So wie jetzt auch auf dem Wiener Opernball. 

Österreich: Sebastian Kurz‘ Freundin Susanne Thier: Nur ein Ring fehlt

Perfekt gestylt in einem bodenlangen, schulterfreien Dress mit Hochsteckfrisur, zeigte sich die Wirtschaftspädagogin mit Sebastian Kurz und stahl sogar Supermodel Elle Macpherson, dem Stargast von Baulöwe Richard Lugner, die Show. Eines allerdings suchten die Beobachter vergebens: einen Verlobungs- oder Ehering.

Österreichs First Couple auf dem Wiener Opernball 2019

Kanzler Kurz: Experte erklärt sein fragwürdiges Erfolgsgeheimnis

Wien - Sebastian Kurz von der ÖVP, Kanzler von Österreich, regiert die bestehende Koalition zwischen ÖVP und FPÖ. Dabei lasse Kurz die radikalere FPÖ einfach machen - im Gegenzug pfusche die Koalitionspartei der ÖVP nicht rein, während die ihre konservative und wirtschaftsfreundliche Politik umsetze, sagt der Historiker Oliver Rathkolb im Interview mit sueddeutsche.de. Konkret zu nennen sei dabei beispielsweise, dass das Tempolimit auf der Autobahn erhöht wurde und es kein Rauchverbot in Gastronomien gebe - ganz im Sinne der FPÖ. Währenddessen kürze die ÖVP Sozialleistungen und lockere Umweltauflagen. 

Video: Sinnlich und schulterfrei begleitet Susanne Thier den Kanzler

„Die österreichische Regierung ist in Richtung Vergangenheit unterwegs“

Eine Zukunftsperspektive sei bei der ganzen Harmonie jedoch nicht erkennbar, sorgt sich Rathkolb: „In Fragen zu Klima, Migration oder Bildung ist die österreichische Regierung in Richtung Vergangenheit unterwegs“, zitiert das Nachrichtenportal den Historiker. Trotzdem seien die Umfragewerte der Regierung positiv: Die Wähler seien zufrieden. Das lasse sich mit der Geschichte Österreichs erklären, meint Rathkolb gegenüber süddeutsche.de: Denn die Österreicher würden Streit in der Politik ablehnen, sich einen „starken Führer, der das Volk sicher durch turbulente Zeiten bringt“ wünschen und hätten zusätzlich eine „Sehnsucht nach Größe“. 

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Kurz stillt Österreichs „Sehnsucht nach Größe“

Deswegen äußere sich Kurz nicht offiziell zu rechten Vorstößen der FPÖ - beispielsweise wenn Heinz-Christian Strache eine Ausgangssperre für Asylbewerber nach 20 Uhr fordert, wogegen immer noch heftig protestiert wird. Kurz vermittle Führungsstärke und fahre zudem einen härteren Migrationskurs - das gefalle den Wählerinnen und Wählern. Außerdem habe Kurz Österreich eben wieder „größer“ gemacht - da es international wieder mehr Aufmerksamkeit bekomme und beispielsweise auf Magazincovers erscheine. Die auf der österreichisch-ungarischen Monarchie vor 100 Jahren gegründete „Mischung aus Minderwertigkeitskomplex und Selbstüberschätzung“ gebe es immer noch - und „die Coverstorys bedienen diesen Wunsch nach internationaler Anerkennung“, erklärt der Historiker gegenüber sueddeutsche.de. Und: „Er schafft es so zu kommunizieren, dass ihn jeder versteht.“

Ob ihm das auch im jüngsten Falle so erfolgreich gelungen ist, bleibt abzuwarten: Ein FPÖ-Politiker hat ausgerechnet in Hitlers Geburtsort Braunau ein inhaltlich heikles „Rattengedicht“ verteilt - auch Kurz steht nun in der Kritik.

Video: Trump (72) empfängt Kurz (32): "Sie sind ein junger Kerl"

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Sebastian Kurz‘ Nachfolge als Kanzler Österreichs ist geklärt. Die Alpenrepublik bekommt erstmals eine Frau an der Spitze der Regierung. Kurz steht unterdessen nach einem skurrilen Auftritt mit einem evangelikalen Prediger in der Kritik. Was wird die Wahl in Österreich im September 2019 für ihn bringen?

Wo die Liebe hinfällt: Zwei bayerische Landespolitiker von Grüne und FDP sind ein Paar. Zumindest bei der FDP scheint sich Unwillen zu regen.

lr

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