Nach Flüchtlings-Tragödie

Schwere Krawalle nach Bootsunglück an tunesischer Küste

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Ein sinkendes Flüchtlingsboot im Mittelmeer.

Nach dem schweren Bootsunglück vor der tunesischen Küste haben Demonstranten im Süden des Landes den Sitz der Regionalverwaltung und eine Einrichtung der Nationalgarde in Brand gesetzt.

Tunis - Nach dem schweren Bootsunglück vor der tunesischen Küste haben Demonstranten im Süden des Landes den Sitz der Regionalverwaltung und eine Einrichtung der Nationalgarde in Brand gesetzt. Mehrere Personen hätten in dem Ort Beni Khedech zunächst gegen die Sicherheitskräfte protestiert und anschließend die Gebäude komplett in Brand gesetzt, berichteten lokale Medien am Donnerstag.

73 Tote bei Seeunglück

Am vergangenen Wochenende war vor den Kerkenna-Inseln im Süden Tunesiens ein Boot mit mehr als 180 Migranten gesunken, 73 Leichen wurden nach offiziellen Angaben danach geborgen. Einige der Opfer kamen aus Beni Khedech.

Nichtregierungsorganisationen in der Region verurteilten die Proteste und die Angriffe auf die Sicherheitskräfte. Nach dem Bootsunglück war der Innenminister Tunesiens seines Amtes enthoben worden. In den vergangenen Monaten versuchten immer mehr Tunesier, illegal über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

dpa

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