Soll Hemmschwelle senken, Vorfälle zu melden

Schutz vor sexuellem Missbrauch: Auf diese beiden setzt die Lufthansa 

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Martin Lüdemann und Christine Lüders

Bei Fällen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz können sich Mitarbeiter der Lufthansa seit Freitag an zwei externe Vertrauenspersonen wenden.

Frankfurt/Main - Bei Fällen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz können sich Mitarbeiter der Lufthansa seit Freitag an zwei externe Vertrauenspersonen wenden. Die beiden Experten sollen Beschäftigten die Angst nehmen, Vorfälle zu melden. „Je mehr Mitarbeiter sich Gehör verschaffen, desto geringer wird die Hemmschwelle für andere Betroffene, sich ebenfalls zu äußern“, erklärte Personalleiterin Bettina Volkens in einer Mitteilung.

Auch Flugbegleiter werden geschult

Die Fluggesellschaft hatte im November angekündigt, wegen der anhaltenden Sexismus-Debatte bei Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung nachzubessern. Nun wurden Christine Lüders, die bis Mai die Antidiskriminierungsstelle des Bundes leitete, und der Psychologe Martin Lüdemann als Ansprechpartner für die Mitarbeiter benannt.

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Bisher konnten sich Lufthansa-Mitarbeiter an das Personalmanagement, die Sozialberatung oder die Beauftragte für Chancengleichheit wenden, wenn sie am Arbeitsplatz oder von Kunden sexuell belästigt wurden. Zudem werden Flugbegleiter regelmäßig geschult, wie sie mit sexueller Belästigung an Bord umgehen können.

dpa

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