„Wie krank ist denn unsere Welt?!“

Diebstahl auf Weihnachtsmarkt schockiert - Baby-Schaf von Mutter getrennt

Lämmer am Deich
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Seit vielen Jahren gibt es auf dem Weihnachtsmarkt in Regensburg Lämmer - sie haben eine große Fangemeinde.

Von einem Weihnachtsmarkt in Regensburg wurden drei Lämmer gestohlen. Der Diebstahl war von langer Hand geplant, sind sich die Besitzer sicher.

  • Unbekannte stehlen Lämmer vom Weihnachtsmarkt an der Steinernen Brücke
  • Die Organisatoren vermuten eine gezielte Tat
  • Die Besucher bangen um das Leben der kleinen Tiere

Regensburg - Seit vielen Jahren gehören Schafe und Lämmer zu den beliebtesten Attraktionen auf dem Weihnachtsmarkt im Regensburger Spitalgarten. Entsprechend tief sitzt der Schock bei vielen: In der Nacht auf Donnerstag haben Unbekannte die drei sehr jungen Lämmer gestohlen.

Aufgefallen ist das Verschwinden der Lämmer am Vormittag beim Füttern. Die Adventsnächte verbringen die Tiere in einem Stallanhänger auf dem Gelände des Weihnachtsmarktes. Zugang verschafften sich die Diebe laut Polizei vermutlich über einen Zaun auf der Rückseite des Weihnachtsmarktes, der an einen Fußweg neben der Donau angrenzt.

Gestohlene Lämmer: Materieller Verlust ist zweitrangig

Von den drei Lämmern im Wert von 300 Euro fehlt jede Spur. Doch der materielle Verlust steht im Hintergrund. Laut Anja Killermann, einer der Organisatorinnen des Weihnachtsmarktes, sind die Lämmchen noch so klein, dass sie auf Muttermilch angewiesen sind. Auf Facebook bitten die Organisatoren des Weihnachtsmarktes um Mithilfe.

„Man kann ja nicht einfach auf dem Weihnachtsmarkt gehen und mit drei Lämmer herausspazieren“, sagte Killermannm gegenüber br24.de. „Der oder die Diebe sind gezielt nachts, als nichts mehr los war, hier eingedrungen."

Gestohlene Lämmer: Fan-Gemeinde zeigt sich betroffen und vermisst ihre Lieblingsattraktion

Auch viele Weihnachtsmarkt-Besucher zeigen sich betroffen. „Die Lämmer haben eine große Fan-Gemeinde. Viele haben am Donnerstag sehr verdutzt dreingeschaut, als sie nicht da waren“, sagt Killermann. Auf Facebook und Twitter nahmen viele Anteil an dem Schicksal der Lämmchen. „Hoffentlich kommen sie bald wieder zu ihrer Mama“, ist da zu lesen und: „Wie krank ist denn unsere Welt?!“ Einige stellen aber auch die Überlegung an, ob es überhaupt tiergerecht ist, auf einem Weihnachtsmarkt zu sein - und manche hoffen, dass Tierschützer die Lämmer gestohlen haben.

Auf Twitter findet sich eine Art Suchbild. Nur kurze Zeit vor dem Diebstahl der Lämmer teilte eine Mutter ein Foto von ihrem Weihnachtsmarktbesuch: Von den friedlich dösenden Lämmern und ihren Eltern.

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