Geplante Nato-Truppenverlegung 

Von der Leyen fordert "Position der Stärke" gegenüber Russland

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Von der Leyen äußerte sich zur geplanten Nato-Strategie.

Berlin - Bei dem heutigen Gipfel der Nato steht die Beziehung zu Russland ganz oben auf dem Programm. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen äußerte sich vorab zur Stationierung neuer Truppen an der Nato-Ostgrenze.

Kurz vorBeginn des Nato-Gipfels in Warschau hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Doppelstrategie des Bündnisses gegenüber Russland bekräftigt. Diese müsse „ganz konsequent und ruhig und nüchtern“ aufrechterhalten werden, sagte die CDU-Politikerin am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Wichtig ist, dass die Nato sich so stark aufstellt, dass klar ist, dass niemand sich einen Vorteil davon versprechen kann, dieses Militärbündnis anzugreifen“, betonte von der Leyen. Aus einer „Position der Stärke“ heraus müsse man aber auch im Dialog mit Russland bleiben.

Treffen der 28 Nato-Staaten ab Freitag

Von Freitag an treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 28 Nato-Staaten.Dabei sollen neue Aufrüstungspläne in Osteuropa beschlossen werden. Sie sehen vor, multinationale Kampftruppen in Polen, Estland, Lettland und Litauen zu stationieren. Diese Staaten fühlen sich seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts von Russland bedroht.

Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), bezeichnete die Stationierung der Nato-Truppen als „symbolisch“. Eine „besondere Bedrohung“ lösten diese nicht aus, sagte Erler im Deutschlandfunk. Er erwarte dadurch jedoch eine weitere Aufrüstung an der russischen Grenze zu den Nato-Staaten. Erler forderte ein „Stoppsignal“ und eine damit verbundene Beendigung der Aufrüstung. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte die Truppenverlegung am Mittwoch.

dpa

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