"Versehen" eines Labors

Anthrax-Probe landet bei US-Basis in Südkorea

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Militärbasis in Rush Valley im US-Bundesstaat Utah: Von hier wurden versehentlich Anthrax-Proben an neun Laboratorien in den USA und nach Südkorea versendet.

Seoul - Eine Sendung mit einer Probe des Milzbranderregers Anthrax hat bei den in Südkorea stationierten US-Streitkräften für Aufregung gesorgt.

Das US-Verteidigungsministerium hat nach Berichten amerikanischer Medien erklärt, dass ein Labor im Bundesstaat Utah versehentlich mit lebenden Anthrax-Erregern an neun Laboratorien in den USA und nach Südkorea versendet habe. In einem Militär-Labor im US-Bundesstaat Utah seien im März vergangenen Jahres Anthrax-Proben bestrahlt worden. Es sei davon ausgegangen worden, dass die Erreger dadurch abgetötet worden seien. Am Freitagabend habe aber ein privates Labor im Bundesstaat Maryland die Behörden verständigt, dass eine dort eingegangene Probe offenbar noch aktiv sei.

Der betroffene US-Luftwaffenstützpunkt im südlich von Seoul gelegenen Osan teilte mit, 22 Armeeangehörige könnten während eines Trainings der Probe ausgesetzt gewesen sein. Für sie seien "vorsorglich medizinische Maßnahmen" einschließlich der Vergabe von Antibiotika getroffen worden. Bei keinem der Betroffenen seien jedoch Anzeichen einer Belastung durch die Probe festgestellt worden.

Die Probe sei von Ernstfall-Spezialisten des 51. Jagdgeschwaders in Osan in einem geschlossenen Bereich vernichtet worden, hieß es in Südkorea. Die Anlage sei abgeriegelt worden. Es habe sich wahrscheinlich "um eine inaktive Probe gehandelt", die jedoch nicht wie angenommen für Trainingszwecke gedacht gewesen sei. Es werde davon ausgegangen, dass die Probe selbst harmlos gewesen sei. Auch bestehe kein Risiko für die Öffentlichkeit. 

Nach Bekanntwerden dieser Panne würden nun auch die Proben untersucht, die an andere Labore verschickt wurden, hieß es weiter.

dpa/afp

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