Anfall vorgetäuscht

Vier Häftlinge versuchen zu fliehen - vergebens

Lübeck - Vier Insassen der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lübeck haben an Heiligabend einen Wächter mit einem Messer bedroht und versucht zu fliehen.

Einer der Gefangenen lockte den Beamten am frühen Abend mit einem vorgetäuschten epileptischen Anfall in eine Zelle, wie die Leiterin der JVA, Agnete Mauruschat, am Donnerstag mitteilte. Anschließend überwältigten sie den Wächter und forderten, er solle die Tür der Station öffnen. In dem Moment kam ein weiterer Beamter dazu und löste einen Alarm aus. Daraufhin wurden die vier Häftlinge überwältigt. Das Messer gehörte zur Ausstattung der Zelle.

Der 22 Jahre alte vermeintliche Rädelsführer wurde nach Angaben von Mauruschat am Donnerstag in eine Haftanstalt in einem anderen Bundesland verlegt. Der Mann soll ein Tötungsdelikt begangen haben und saß deshalb in U-Haft. Seine drei Komplizen im Alter von 50, 37 und 24 Jahren sitzen wegen des Verdachts des Raubes beziehungsweise des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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