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Einkaufszentrum im Iran eingestürzt: Zahl der Toten steigt – Spürhunde suchen nach Überlebenden

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Von: Isabel Wetzel, Fee Halberstadt

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In Abadan im Südwesten des Irans ist ein Einkaufszentrum eingestürzt. Bislang gibt es mindestens sechs Tote und rund 50 Menschen werden noch vermisst.

Update vom Dienstag, 24. Mai, 11.45 Uhr: Nach aktuellen Informationen der Nachrichtenagentur AFP sind mindestens sechs Menschen bei dem Einsturz eines Einkaufszentrums in der iranischen Stadt Abadan verstorben. Andere Medien berichten unter Berufung auf den iranischen Vize-Gouverneur der Provinz Khuzestan bereits von zehn Todesopfern. Diese Informationen konnten bislang aber nicht überprüft werden. Etwa 80 weitere Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte bei dem Unglück verschüttet.

Bis zum Montagabend (23. Mai) konnten mehr als 30 Überlebende aus den Trümmern gerettet werden, wie die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Rettungsdienst Roter Halbmond berichtete. Rund 50 weitere Menschen gelten laut der staatlichen Agentur Irna aber weiterhin als vermisst. Die Helfer suchen mithilfe von Spürhunden nach Überlebenden unter den Trümmern.

Im Iran ist ein Einkaufszentrum eingestürzt. Es werden weiterhin 50 Menschen vermisst.
Im Iran ist ein Einkaufszentrum eingestürzt. Es werden weiterhin 50 Menschen vermisst. © Mohammad Amin Ansari/dpa

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Der Eigentümer des Hochhauses und der Bauunternehmer wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft festgenommen. Einwohner von Abadan riefen in einem Online-Video einen „Tag der Trauer“ aus.

Ersten Medlungen zufolge mindestens vier Tote: Gebäude im Iran eingestürzt

Erstmeldung vom Montag, 23. Mai: Teheran Beim Einsturz eines im Bau befindlichen Einkaufszentrums im Südwesten des Irans sind am Montag (23. Mai) mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und über 20 verletzt worden. Rund 80 weitere Menschen, die meistens von ihnen Arbeitskräfte der Baustelle, sollen sich laut Angaben der Nachrichtenagentur Fars unter den Trümmern befinden.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, dass der Einsturz offenbar durch Konstruktions- und Baumängel verursacht worden ist. Rettungsteams suchen derzeit mit Unterstützung durch Spürhunde unter den Trümmern des Metropol-Gebäudes nach Überlebenden. Auch aus benachbarten Städten sind Rettungsmittel am Unglücksort im Einsatz. Schlechte Witterungsbedingungen sollen den Einsatz von Rettungshubschraubern unmöglich gemacht haben.

Nach dem Einsturz des unvollendeten, zehnstöckigen Gebäudes im iranischen Abadan werden noch rund 80 Menschen in den Trümmern vermisst.
Nach dem Einsturz des unvollendeten, zehnstöckigen Gebäudes im iranischen Abadan werden noch rund 80 Menschen in den Trümmern vermisst. © Tasnim News/AFP

Einkaufszentrum in Iran eingestürzt: Zwei Männer verhaftet

Der Besitzer sowie der Projektmanager des Zentrums in der Hafenstadt Abadan sollen nach Angaben der Nachrichtenagenturen verhaftet worden sein. Weitere Einzelheiten zu dem Einsturz des Metropol-Einkaufszentrums sollten im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. (iwe mit dpa/AFP)

Erst vor wenigen Wochen kam es in China zu einem ähnlichen Unglück. Weil vermutlich ein Sicherheitsgutachten gefälscht worden war, stürzte ein achtstöckiges Wohnhaus in sich zusammen. Mehr als 50 Menschen kamen ums Leben.

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