30.000 Soldaten im Einsatz

Irakische Kräfte starten Großoffensive gegen den IS

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Irakische Soldaten auf einem zerstörten Panzer unweit von Tikrit. Die Stadt war Heimatort des früheren Diktators Saddam Hussein. Foto: Ali Mohammed

Bagdad - Mit dem Beginn einer Großoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) greifen irakische Kräfte seit dem Morgen die Stadt Tikrit an.

Armee und schiitische Milizen rückten aus fünf Richtungen vor, um Tikrit aus den Händen der Extremisten zu befreien, meldet das irakische Staatsfernsehen. Nach irakischen Militärangaben beteiligen sich auch Kämpfer sunnitischer Stämme an der Offensive.

Unterstützt von Kampfjets und Hubschraubern griffen etwa 30.000 Soldaten Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) an, wie ein irakischer General der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Dschihadisten würden von drei Seiten aus attackiert. Es handelt sich um die bislang größte Offensive zur Rückeroberung einer vom IS eingenommen Stadt.

Tikrit liegt rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad an einer wichtigen Verbindungsstraße zwischen der Hauptstadt und der nordirakischen IS-Hochburg Mossul. Der Feldzug gegen die sunnitische Terrormiliz gilt auch als Test, ob die irakischen Streitkräfte in der Lage sind, die Extremisten aus einer großen Stadt zu vertreiben.

Zudem hat die Stadt als früherer Heimatort des irakischen Langzeitherrschers Saddam Hussein und Hochburg sunnitischer Regierungsgegner große symbolische Bedeutung. In den vergangenen Monaten waren mehrere Versuche der Armee gescheitert, die Stadt wieder unter Kontrolle zu bringen.

Ein Korrespondent des Nachrichtensenders Al-Arabija berichtete, es gebe Befürchtungen, schiitische Kämpfer könnten sich an Sunniten in Tikrit rächen. Viele Einwohner seien deshalb aus der Stadt geflohen.

dpa/AFP

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