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Söder fürchtet Delta-Variante und fordert mehr Gerechtigkeit bei Impfstoff-Verteilung - wird Bayern benachteiligt?

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Von: Marion Neumann

Wie lässt sich das Impf-Tempo in Bayern erhöhen - und wie ist mit der Delta-Variante des Coronavirus umzugehen? Markus Söder stellte die neue Strategie auf einer Pressekonferenz vor.

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Update vom 28. Juni, 14.35 Uhr: Wird Bayern bei der Impfstoff-Verteilung ungerecht behandelt? Dieses Gefühl vermittelte Ministerpräsident Markus Söder in der Pressekonferenz nach dem Impf-Gipfel am Montag (siehe vorherige Updates). Bayern liege bei der Verteilung, gerechnet auf 100.000 Einwohner, auf Platz sieben unter den Ländern, so Söder. „Wir brauchen mehr Impfstoff, auch in der Verteilung der Bundesländer“, so der Ministerpräsident weiter. Die Verteilgerechtigkeit müsse erhöht werden, jedes Bundesland müsse auf 100.000 Einwohner gleich viel Impfstoff bekommen.

Söder räumte aber auch ein, dass bei der Verteilung des Impfstoffs* auch innerhalb Bayerns Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien. Es müsse ein System etabliert werden, bei dem die Apotheken, niedergelassenen Ärzte und Betriebsärzte übrig gebliebene Dosen an die Impfzentren melden. Die 100 Impfzentren in Bayern müssten über den September hinaus erhalten bleiben, um das System von Ärzten zu ergänzen.

Söder fürchtet Delta-Variante und erklärt neuen Impf-Plan für Bayern

12.36 Uhr: Die offizielle Pressekonferenz ist beendet. Markus Söder liefert noch einen Ausblick - am morgigen Dienstag (29. Juni) soll im Kabinett über die Corona-Regeln gesprochen werden. Gerade die Schulen, etwa in Hinblick auf Lüftungsmöglichkeiten, sollen im Fokus stehen. Auch zum Thema „Impf-Pflicht“ äußerte sich der Ministerpräsident noch. „Eine Impf-Pflicht wird es auch weiterhin nicht geben“, sagt er. Die Impfungen würden aber nicht nur Eigenschutz und Schutz für Andere bieten, sondern auch Freiheiten garantieren.

12.20 Uhr: Holetschek äußert sich noch zur Delta-Variante. „Dort, wo Delta auftritt, muss die Lage ganz strikt verfolgt werden“, sagt der Gesundheitsminister. Stringente Kontaktverfolgungen seien in diesen Regionen enorm wichtig. Mit diesen Worten schließt Holetschek, es folgen die Fragen der Journalisten.

12.17 Uhr: Nun spricht Klaus Holetschek. Das Impfsystem arbeite Hand in Hand, sagt er. Das Ziel müsse aber noch sein, Impfstoff flexibel tauschen zu können - etwa zwischen Betriebsärzten und Impfzentren. In letzter Zeit sei der Schwerpunkt auf Zweitimpfungen gelegen, auch wegen der Delta-Variante. Nun gebe es aber wieder neue Kapazitäten für Erstimpfungen. Klare Aussagen zu möglichen Kreuzimpfungen seien wichtig, so Holetschek.

12.15 Uhr: Ganz wichtig seien Regeln für Reiserückkehrer, sagt Söder noch einmal. Der Bund müsse hier Vorgaben liefern. Generell seien die Beratungen heute gut verlaufen. „Wir müssen aber dafür sorgen, dass aus dem Impf-Frühling keine Sommerflaute wird“, mahnt er. Das Ziel muss sein, „im September nicht wieder bei null anzufangen“.

Impf-Gipfel in Bayern: Söder auf PK live - Bald „Kreuzimpfungen“ möglich?

12.12 Uhr: Bald soll mit der Impfung von Abschlussklassen begonnen werden. Unter Abhängung von Risiken und Chancen sei die Impfung auch „für Jüngere lohnenswert“, sagt Söder. Auch Studenten sollen baldmöglichst Angebote gemacht werden. Zukünftig seien Impf-Kampagnen sehr wichtig, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. „Corona ist nicht vorbei - auch wenn ich verstehe, dass viele müde sind.“

12.10 Uhr: Wichtig sei außerdem, kreuz- oder heterogen impfen zu können. „Wir haben ein Problem mit Astrazeneca: er geht nicht so gut weg wie warme Semmeln“, sagt Söder. Die Impf-Intervalle müssten verkürzt werden - etwa von zwölf Wochen, wie bei Astrazenca, auf sechs Wochen. Der Impfstoff soll deshalb mit anderen Impfstoffen kombiniert werden, sobald dafür eine Genehmigung kommt, erklärt er.

12.08 Uhr: Von den „Impf-Partnern“ brauche man mehr Flexibilität, so Söder weiter. Impfstoff, der nicht abgenommen wurde - etwa bei Hausärzten oder Betrieben - muss gemeldet und schnell weitergegeben werden. Die Impfzentren werden weiter gebraucht werden - auch wegen der kommenden Urlaubszeit. Der Bund müsse die Steuerungsthematik außerdem mehr zentralisieren, fordert der Ministerpräsident. Auch in Impfzentren werden die Priorisierungen aufgegeben.

Furcht vor Delta in Bayern: Söder-Pressekonferenz JETZT live

12.07 Uhr: Es gebe aktuell bisher etwa elf Millionen Impfungen in Bayern. Bei den Erstimpfungen liege am im Vergleich allerdings „nicht so gut“. Die Impf-Bereitschaft nehme generell etwas ab. „Man spürt eine gewisse Müdigkeit“, so Söder. Das Ziel: Ende September sollen Impfungen deutlich nach oben gebracht werden. Bei den über 18-Jährigen sollten dann über 85 Prozent geimpft worden sein. Damit dies gelingt, müsse noch vor dem Sommer und dem Start der Sommerferien möglichst viel geimpft werden.

12.05 Uhr: Abstandsregeln und Masken bleiben zentrale Schutzelemente. In Bayern beginne außerdem die Urlaubszeit - man werde sich morgen noch einmal über Corona-Regeln im Kabinett unterhalten, sagt Söder. Zentral sei eben auch das Impfen. „Bei der Delta-Variante reicht die Erstimpfung kaum aus - das Ziel muss sein, schneller zu impfen“, sagt er.

12.02 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Markus Söder beginnt zu sprechen. Die Corona-Lage in Bayern sei aktuell sehr gut, sagt er. Doch es gebe „das Kreuz mit einer neuen Mutation“ - der Delta-Variante. „Wir müssen nicht in Panik geraten, aber genau überlegen, wie wir reagieren.“ Gerade Jüngere seien gefährdet.

Update, 28. Juni, 11.55 Uhr: In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz beginnen. Wird es Neuerungen in Bayerns Impf-Plan geben - und folgt bereits ein erster Blick auf den Herbst und eine mögliche vierte Welle? Markus Söder und Klaus Holetschek werden gleich vor die Presse treten.

Update, 28. Juni, 11.35 Uhr: Impfgipfel in Bayern: Was haben die Beratungen im Landtag mit Experten ergeben? Um 12 Uhr treten Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek vor die Presse. Die Pressekonferenz können Sie ab Beginn hier im Live-Ticker und Live-Stream verfolgen.

Impfgipfel in Bayern: Kritik von Oppostion im Landtag - Impf-Tempo zu langsam?

Update, 28. Juni, 10.45 Uhr: Die Ausgangslage nach sechs Monaten Corona-Impfungen in Bayern* sei positiv - so bewertet ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München die aktuelle Lage (siehe Erstmeldung). Die Opposition im Bayerischen Landtag sieht den aktuellen Impf-Fortschritt dagegen etwas anders. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, gab Ludwig Hartmann, Fraktionschef der Grünen, an, dass sich die Staatsregierung die Situation schönrede. Im Bundesvergleich verharre der Freistaat in puncto Impf-Tempo auf dem vorletzten Platz.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP im Landtag, Dominik Spitzer, fordert, ein schnelleres Tempo vorzulegen, so der BR weiter. Die Impfquote müsse vor allem mit Blick auf die Delta-Variante erhöht werden. 

Corona in Bayern: Mehr Impf-Tempo? Söder berät sich mit Ministern und Experten

Erstmeldung vom 28. Juni, 09.50 Uhr: München - Wie sieht Bayerns künftiger Impf-Plan aus - und wie können im Freistaat wieder mehr Erstimpfungen gegen das Coronavirus* durchgeführt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich an diesem Montag (28. Juni) die bayerische Staatsregierung in einer Videokonferenz.

Gerade die Frage, wie das Tempo bei den Erstimpfungen erhöht werden könnte, ist drängend. In den vergangenen Wochen hatte es wegen des Mangels an Impfstoffen in den Impfzentren vor allem nur Zweitimpfungen gegeben. Nachdem aber für die kommenden Wochen wieder von den Herstellern mehr Vakzin in Aussicht gestellt wurde, soll das Tempo jetzt wieder angezogen werden, heißt es laut dpa-Informationen. Auch die Verbreitung der Delta-Variante des Virus* wird die Regierung wohl in ihrer Beratung beschäftigen.

Corona-Impfungen in Bayern: Markus Söder und Klaus Holetschek geben Pressekonferenz

„Ein halbes Jahr nach dem Start der Corona-Impfungen ist dieser zweite Bayerische Impfgipfel ein wichtiger Uhrenvergleich aller beteiligten Gruppen“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München. Die Ausgangslage nach sechs Monaten sei positiv. „Wir können heute sagen, dass jeder zweite Bewohner Bayerns mindestens einmal geimpft ist, jeder dritte hat schon den vollen Impfschutz.“

Im Video: Corona in Bayern - der aktuelle Stand

Eingeladen zur Videokonferenz sind neben Ministerpräsident Markus Söder* und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) den Angaben zufolge rund 20 Vertreter der Ärzteschaft, der Apotheken, der Kommunen, der Wissenschaft und der Wirtschaft. Bei den Gesprächen geht es dem Sprecher zufolge auch um strategische Fragen: „Grundsätzlich wollen wir schauen, wo wir stehen und wo wir Weichen stellen müssen für die kommende, wichtige Phase der Impfkampagne und beim Ziel, der sich weiterverbreitenden Delta-Variante wo immer es geht Einhalt zu gebieten.“

Die Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung nach den Beratungen zum Impf-Plan für den Freistaat verfolgen Sie hier ab 12 Uhr im Live-Stream und im Live-Ticker. (nema) (*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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