Aufruf zur Teilnahme am bewaffneten Kampf

Imam soll für IS geworben haben: Prozess in Berlin

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Ein 30-Jähriger Imam soll Ende 2014 in einem Online-Video mit einer Predigt zur Teilnahme am bewaffneten Kampf des IS aufgerufen haben. Nun wird ihm der Prozess vor dem Berliner Kammergericht gemacht.

Berlin - Vor dem Kammergericht in Berlin beginnt der Prozess gegen einen Imam, der für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) geworben haben soll.

Laut Anklage soll der heute 30-Jährige Ende 2014 in einem Online-Video mit einer Predigt zur Teilnahme am bewaffneten Kampf des IS aufgerufen haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, in einem Interview die Tötung zweier Menschen durch den IS in Syrien gerechtfertigt zu haben.

Der Beschuldigte soll laut Anklage enge Kontakte zu zwei mutmaßlichen Terrorhelfern aus einem Berliner Moscheeverein gehabt haben. Ismet D. und Emin F. stehen seit Januar selbst vor Gericht. Sie sollen die Terrorgruppe Dschunud al-Scham (Soldaten Syriens) unterstützt haben.

Ismet D. soll laut Angaben von Ermittlern als selbst ernannter "Emir" in einem Moscheeverein im Stadtteil Wedding potenzielle Kämpfer beim Islamunterricht fanatisiert und auf den Kampf gegen "Ungläubige" in Syrien vorbereitet haben. Der nun angeklagte Imam war im Oktober 2015 festgenommen worden.

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