+
In der Ikea-Filiale stach ein Mann auf mehrere Mensche ein. 

Gericht entscheidet

Doppelmord bei Ikea: Täter erhält lange Haftstrafe

Västerås - Für den Doppelmord in einem Ikea-Möbelhaus ist ein Mann in Schweden zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden.

So entschied ein Gericht in Västerås am Freitag. Der Mann aus Eritrea hatte die 55 Jahre alte Frau und ihren 28-jährigen Sohn im August mit Messern aus der Küchenabteilung erstochen. Kurz zuvor hatte er erfahren, dass sein Asylantrag abgelehnt worden war und er nach Italien ausgewiesen werden sollte, wo er sich zuletzt aufgehalten hatte.

Den Ermittlern sagte der Mann, er habe die Tat in der Hoffnung auf eine "Begegnung mit Gott verübt". Das Geschworenengericht im rund hundert Kilometer westlich von Stockholm gelegenen Västeras befand ihn jedoch aufgrund von Expertengutachten für voll zurechnungsfähig.

Nach dem Angriff hatte er sich selbst in den Bauch gestochen, aber später erklärt, er hätte nicht geplant, sich umzubringen. Das Gericht sprach am Freitag von einem „sehr ernsten“ Verbrechen. Nach dem Absitzen der lebenslang genannten Haftstrafe, die in Schweden mindestens 18 Jahre beträgt, könnte er ausgewiesen werden, sagte ein Richter der Zeitung „VLT“.

Der Prozess fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Vor einer Woche hatte ein Mann bei einem rassistisch motivierten Anschlag an einer Schule in Trollhättan im Südwesten Schwedens zwei Menschen mit Migrationshintergrund getötet. Der Täter aus der rechtsextremen Szene war mit einem Schwert und einem Messer bewaffnet.

dpa/AFP

Bilder der Anti-Trump-Demos: Proteste von Millionen und zahlreichen Promis

Bilder der Anti-Trump-Demos: Proteste von Millionen und zahlreichen Promis

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion