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Grippe-Impfung: Wann sollte man sich impfen lassen?

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Von: Karolin Schäfer

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Das RKI empfiehlt für bestimmte Gruppen die Grippe-Impfung jährlich aufzufrischen.
Das RKI empfiehlt für bestimmte Gruppen die Grippe-Impfung jährlich aufzufrischen. © Robert Michael/dpa

Jedes Jahr wird vor der bevorstehenden Grippe-Welle zum Schutz der Influenza eine Impfung empfohlen. Doch wann ist der beste Zeitpunkt?

Frankfurt – Hohes Fieber, Gliederschmerzen und starke Müdigkeit, das sind einige typische Symptome einer Grippe-Erkrankung. Die Influenza wird durch Viren verursacht, die über eine Schmieren- oder Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden können.

Anders als eine einfache Erkältung (grippaler Infekt), ist die Grippe eine ernstzunehmende Erkrankung. Vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Vorerkrankungen oder Schwangeren kann die Influenza ein hohes Risiko darstellen. Deshalb empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) zum Schutz die jährliche Grippe-Impfung.

Grippe-Impfung: Jährliche Dosis wird empfohlen

Da die Erreger schnell mutieren, wird der Impfstoff jedes Jahr an die jeweils aktuell zirkulierenden Viren-Stämme angepasst. Die Impfstoffe schützen daher nur für die aktuelle Saison. Zudem lässt die Wirksamkeit nach, je länger die Impfung zurückliegt. „Daher sollten sich alle Personen, für die eine saisonale Grippeimpfung empfohlen wird, mit dem Grippeimpfstoff für die aktuelle Saison impfen lassen“, informierte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Doch wer sollte seine Impfung jährlich auffrischen? Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippe-Impfung für:

Gegen Grippe impfen: Wann ist der beste Zeitpunkt für die Impfung?

Wer allergisch gegen Bestandteile der Impfung reagiert, etwa Hühnereiweiß, sollte sich nicht impfen lassen. Es steht allerdings auch ein hühnereiweißfreier Impfstoff zur Verfügung. Kinder und Jugendliche mit Immunschwäche, schwerem Asthma oder einer Salicylat-Therapie sollten nicht den zugelassenen Lebendimpfstoff per Nasenspray verabreicht bekommen, wies die BZgA hin. In jedem Fall sollte sich vorher bei einer Ärztin oder einem Arzt informiert werden.

Und wann ist der beste Zeitpunkt, sich das Präparat injizieren zu lassen? Da die jährliche Grippe-Welle in Deutschland meist kurz nach Neujahr beginnt, empfiehlt das RKI, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Danach dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz aufgebaut hat. Wer die Impfung in diesen Monaten versäumt hat, kann „auch zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle“ die Impfung noch nachholen, schreibt die BZgA.

Grippe: Warum tritt die Influenza vor allem im Winter auf?

Warum die Influenza vor allem in den Wintermonaten auftritt, ist noch nicht abschließend wissenschaftlich erforscht. Fest steht, dass die Viren bei kühlen Temperaturen und trockener Luft stabiler sind. Dadurch seien sie länger ansteckend, so die BZgA. Zudem könnten Viren leichter in den Körper eindringen, da die trockene Luft die Schleimhäute in Nase und Mund auszutrocknen scheint.

Grippe-Impfung: Diese Nebenwirkungen können auftreten

Wie jede Impfung können auch die Grippe-Präparate Impfreaktionen und Nebenwirkungen hervorrufen. Die meisten Reaktionen auf die Impfung verschwinden nach ein bis zwei Tagen wieder. Schwere Nebenwirkungen sind dagegen sehr selten. Diese Nebenwirkungen können laut BZgA auftreten:

Die Influenza-Impfung kann zusammen mit der Corona-Impfung verabreicht werden. „Die Impfung soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen“, hieß es seitens der BZgA. Dabei seien aber vermehrt Impfreaktionen möglich. Eine Studie aus den USA deutete an, dass eine Grippe-Infektion die Ausbreitung von Corona-Viren ausbremst. Forschende zweifeln allerdings. (kas)

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