Zustand kritisch

Streit um Corona-Abstand eskaliert: Mann ins Krankenhaus geprügelt – Zustand kritisch

In Frankfurt eskaliert ein Streit um den Corona-Mindestabstand völlig. Ein Mann muss ins Krankenhaus, sein Zustand ist kritisch.

Frankfurt – In Frankfurt ist ein Streit um den Corona-Mindestabstand derart eskaliert, dass ein Mann mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Polizei informierte über den Vorfall am Dienstag (07.04.2020).

Coronavirus in Frankfurt: Streit um Mindestabstand eskaliert

Ein 44-Jähriger traf sich zunächst zusammen mit mehreren Bekannten in Frankfurt-Oberrad. „Vor einem dortigen Supermarkt konsumierte man alkoholische Getränke und achtete dabei auf die Einhaltung des Mindestabstandes von mindestens 1,5 Metern zueinander“, hieß es von der Polizei sachlich. Gegen 19.45 Uhr kam der Gruppe dann plötzlich ein 37-Jähriger entgegen.

Laut Zeugen machte er das, was man in Zeiten des Coronavirus und des Kontaktverbots* in Frankfurt nicht machen sollte: Er unterschritt den Mindestabstand deutlich.

Streit um Corona-Mindestabstand in Frankfurt: Mann rastet völlig aus

Der 44-Jährige aus der Gruppe sprach den 37-Jährigen an: Er solle sich an den Corona-Mindestabstand halten und sich distanzieren. Seine Reaktion: aggressiv. Er machte keine Anstalten den Abstand zu vergrößern. Dann geriet der Streit in Frankfurt völlig außer Kontrolle.

Die Polizei Frankfurt teilte zum Streit um den Corona-Mindestabstand mit: „Nachdem der 44-Jährige ihn wiederholt dazu aufforderte, schlug der 37-Jährige nach derzeitigem Ermittlungsstand mit der Faust einmal in das Gesicht des Geschädigten.“ Der 44-Jährige verlor die Kontrolle über seinen Körper und stürzte rückwärts auf den gepflasterten Bürgersteig.

Streit um Corona-Mindestabstand in Frankfurt eskaliert: Opfer schwer verletzt im Krankenhaus

Bei dem brutalen Angriff in Frankfurt, ausgelöst durch den Streit um den Corona-Mindestabstand, erlitt er schwere Verletzungen am Kopf. Ein Notarzt musste vor Ort Erste Hilfe leisten. Derzeit befindet er sich in der Frankfurter Klinik, der Zustand des 44 Jahre alten Mannes ist laut Polizei kritisch.

Der Angreifer stand nach Angaben der Polizei Frankfurt unter Alkoholeinfluss. Wie viel Promille er zum Zeitpunkt der Tat hatte, wurde nicht mitgeteilt. Lange musste er sich an dem Abend aber nicht mehr mit den Beamten befassen: „Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.“

Corona in Frankfurt: Immer wieder eskalieren Situationen

Die Corona-Krise in Deutschland birgt durch die Einschränkungen im öffentlichen Leben viel Konfliktpotenzial. An der Kasse eines Rewe-Markts wies ein Mann zwei andere junge Männer auf den Mindestabstand wegen des Coronavirus* hin – dann kam es zur handfesten Schlägerei.

Probleme gibt es auch im ÖPNV: Der Fahrplan von Bahnen und Bussen ist stark eingeschränkt. Die Fahrgäste sind deswegen teils eng gedrängt, Corona-Mindestabstand ist in Frankfurt* Fehlanzeige.

Die Frankfurter Schriftstellerin Nina Maria Marewski hat eine Corona-Erkrankung überstanden. Die Frankfurterin bekennt: „Ich hatte das Virus unterschätzt.“

Die Beschränkungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, beschäftigen viele Menschen in ihrem Alltag. Ein Paar aus Frankfurt hat nun erfahren müssen, wie eine Trauung im Frankfurter Römer in Zeiten von Corona* abläuft.

In Nordhausen in Thüringen rastete der Kunde eines Einkaufszentrums aus*. Der Grund: Er sollte einen Korb zum Einkaufen nehmen. 

*fnp.de und hna.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

tvd

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann / dpa

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