Projekt seit langer Zeit geplant

Flughafen BER: Aus für Regierungsterminal - 344 Millionen Euro teures Projekt gestoppt

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Für Flugzeuge der Bundesregierung wird es am BER kein neues Terminal geben (Archivbild). 

Für 344 Millionen Euro sollte ein Terminal für die Flugbereitschaft der Bundesregierung am BER eingerichtet werden. Nun ist das teure Projekt am Hauptstadtflughafen gestoppt. 

  • Für die Flugbereitschaft der Bundesregierung sollte es am BER ein eigenes Terminal geben.
  • Nun ist das 344 Millionen Euro teure Projekt bis 2030 gestoppt.
  • Genutzt werden soll stattdessen ein Interimsterminal. 

Berlin - Ein 344 Millionen Euro teures Terminal für die Flugbereitschaft der Bundesregierung: Dieses Projekt war am BER seit langer Zeit geplant. Doch nun ist das Vorhaben gestoppt. Zumindest bis zum Jahr 2030 soll der Bau nicht weiterverfolgt werden, berichtet rbb24.de

Flughafen BER: Aus für Regierungsterminal - 344 Millionen Euro teures Projekt gestoppt

Dass das 344-Millionen-Euro-Projekt am Flughafen in Schönefeld gecancelt worden ist, habe der rbb aus Kreisen der Bundesregierung erfahren. Die Flugbereitschaft der Bundesregierung soll stattdessen in das bereits fertiggestellte Interimsterminal westlich vom alten Schönefelder Flughafen in Berlin umziehen. Erfolgen soll dieser Schritt bis spätestens Ende Oktober kommenden Jahres mit der Inbetriebnahme des BER. 

Flughafenchef Lütke Daldrup drängt dagegen allerdings darauf, dass der Umzug bereits Mitte kommenden Jahres erfolgt, so rbb weiter

Flughafen BER: Aus für Regierungsterminal - Flächen sollen anderweitig genutzt werden

Die Verhandlungen über das Regierungsterminal, am Hauptstadtflughafen BER liefen seit mehreren Monaten, so bild.de. Für die Flughafen-Betreiber ist die Nachricht, dass die Bundesregierung Staatsgäste künftig an einem bestehenden Interimsterminal empfangen soll, positiv. Die Flächen, die für das Regierungsterminal eingeplant waren, können nun anderweitig genutzt werden. 

Bedenken zu dieser Lösung äußerte laut bild.de das Auswärtige Amt. Das Ministerium gab zu bedenken, dass das Interimsterminal den repräsentativen Ansprüchen nicht genügen würde. Am Terminal sollen nicht nur Regierungsmitglieder zu Reisen aufbrechen, sondern auch Staatsgäste empfangen werden. 

nema

Bereits seit dem Jahr 2011 ist die Zahl der Zweifler an der Fertigstellung des BER groß - nicht alle glauben mehr daran, dass es zur Eröffnung des Hauptstadtflughafens in Berlin kommen wird.  Gegen Verkehrsminister Andreas Scheuer wurde erst kürzlich ein schwerer Vorwurf laut: Ist er etwa gar nicht an der BER-Fertigstellung interessiert

Dass das Drama um den BER weitergeht, zeigen Berichte über Baumängel im Terminal des neuen Hauptstadtflughafens - der zuständige Landrat ist skeptisch, was die Eröffnung im Oktober 2020 angeht. 

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