Mitten in der Hochsaison

Erdbeben auf Ischia: Aus Trümmern befreite Kinder gesund - Elfjähriger rettete Bruder

Erdbeben auf Urlaubsinsel Ischia
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Feuerwehrleute retten in Casamicciola auf der Insel Ischia (Italien) den kleinen Mattias aus einem eingestürzten Haus.
Erdbeben auf Ischia
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Erdbeben auf Ischia: Mindestens zwei Menschen starben.
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Ein Erdbeben hat die italienische Urlaubsinsel Ischia mitten in der Hochsaison erschüttert.
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Der Erdstoß der Stärke 4,0 habe die Mittelmeerinsel vor Neapel am Montagabend gegen 21.00 Uhr getroffen.
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Feuerwehrleute bergen in Casamicciola auf der Insel Ischia (Italien) ein sieben Monate altes Baby aus einem eingestürzten Haus.
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Menschen verlassen im Hafen von Pozzuoli bei Neapel ein Schiff, mit dem sie von der Insel Ischia gekommen sind.

Nach dem Erdbeben auf der italienischen Urlaubsinsel Ischia haben Helfer mehrere Kinder aus den Trümmern eingestürzter Häuser gerettet. Sie können bald aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Der Erdstoß der Stärke 4,0 habe die Mittelmeerinsel vor Neapel am Montagabend gegen 21.00 Uhr getroffen.

Rom - Fast 14 Stunden nach dem Erdbeben auf der italienischen Insel Ischia hat die Feuerwehr ein weiteres verschüttetes Kind aus den Trümmern geborgen. Mattias sei gerettet, twitterte die Feuerwehr am Dienstag. Auch sein Bruder Ciro sei erreicht worden und werde nun herausgezogen.

Das Erdbeben hat die Urlaubsinsel mitten in der Hochsaison erschüttert. Mindestens zwei Menschen starben. Der Erdstoß der Stärke 4,0 habe die Mittelmeerinsel vor Neapel am Montagabend gegen 21.00 Uhr getroffen, teilte die italienische Erdbebenwarte INGV mit. Eine Frau wurde von Brocken einer Kirche erschlagen, eine zweite Frau starb unter den Trümmern ihres Hauses. Mindestens fünf Menschen konnten lebend aus Trümmern geborgen werden, wie der Zivilschutz mitteilte. Mehr als 25 Menschen sollen verletzt worden sein.

Die Kinder wurden bei dem Beben der Stärke 4,0 am Montagabend gegen 21.00 Uhr unter ihrem Haus mit anderen Familienmitgliedern von Trümmern verschüttet. Sie sollen beide unter einem Bett Schutz gefunden haben. Laut Nachrichtenagentur Ansa sind sie sieben und elf Jahre alt. Der sieben Monate alte Pasquale - der Bruder der Verschütteten - wurden bereits in der Nacht geborgen.

Feuerwehrleute bergen in Casamicciola auf der Insel Ischia (Italien) ein sieben Monate altes Baby aus einem eingestürzten Haus.

Besonders betroffen waren die Orte Casamicciola und Lacco Ameno. Auf Fotos waren eingestürzte Häuser und Menschen auf der Straße zu sehen. Touristen und Bewohner seien in Panik auf die Straße gelaufen, berichteten italienische Medien. Auch soll mancherorts der Strom ausgefallen sein und Hotels geräumt worden sein. Der Zivilschutz berief ein Sondertreffen ein. Ein Krankenhaus auf der Insel wurde evakuiert. Bewohner erzählten, sie würden die Nacht im Freien verbringen. Für sie wurde im Ort ein Fußballstadion geöffnet.

Die Behörden stellten noch in der Nacht im Hafen von Ischia und in Casamicciola drei Fähren bereit, um verschreckten Urlaubern und Besuchern ein Verlassen der insel zu ermöglichen. Die erste Fähre in Richtung Neapel legte bereits in den frühen Morgenstunden ab.

„Es hat alles angefangen zu wackeln, alles ist heruntergefallen (...). Häuser sind eingestürzt. Es gibt Vermisste, ein Chaos“, erzählte eine Augenzeugin laut Nachrichtenagentur Ansa. „Es ist das Schlimmste, was mir je passiert ist.“

Die Feuerwehr teilte mit, Gebäude seien eingestürzt und beschädigt worden. „Es war sehr stark und sehr furchterregend. Ich habe gehört, dass Menschen gestorben sind“, sagte die Gemeinderätin Donatella Migliaccio der Deutschen Presse-Agentur. Schiffe und Hubschrauber wurden bereitgestellt, um Verletzte ans Festland zu bringen.

Die Insel mit vulkanischem Ursprung ist vor allem im Sommer sehr beliebt bei Urlaubern. Bundeskanzlerin Angela Merkel macht dort regelmäßig Osterurlaub.

Die Insel liegt in der Nähe der Phlegräischen Felder, die zu den weltweit wenigen Dutzend sogenannten Supervulkanen zählen. Im Jahr 1883 kamen bei einem Beben auf Ischia rund 2300 Menschen ums Leben.

Italien wird immer wieder von teils verheerenden Erdbeben heimgesucht. Vor fast genau einem Jahr, am 24. August, erschütterte ein schweres Beben die mittelitalienische Region um die Stadt Amatrice. 299 Menschen starben.

dpa

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