Börse in Frankfurt

Dax-Anleger bleiben ängstlich

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Nach den herben Verlusten der Vortage hat Anlegern am deutschen Aktienmarkt am Freitag der Mut gefehlt. Zwischenzeitlich mit einem Prozent im Plus sah es beim Dax zum Wochenschluss zunächst nach einem kleinen Trostpflaster aus.

Dann aber wurde der Leitindex sichtlich gebremst von der anhaltend schwachen Wall Street. In der Schlussphase drehte er sogar mit 0,21 Prozent ins Minus auf 10.788,09 Punkte. Der MDax dagegen verteidigte ein Plus von 0,39 Prozent auf 22.535,45 Zähler.

Geprägt von den Handelssorgen, die vom Zollstreit mit China ausgehen, hat sich das Bild an den New Yorker Börsen am Freitag weiter eingetrübt. Der Dow Jones Industrial stand zum Handelsschluss in Europa mit etwa 1,5 Prozent in der Kreide. Dies stimmte letztlich auch hierzulande die Anleger weiter ängstlich. Im Vergleich zur Vorwoche hat der Dax etwa vier Prozent verloren. Am Montag hatte der deutsche Leitindex noch kurz Hoffnung auf eine Jahresendrally gemacht, dann aber ging es im Eiltempo bergab auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Unter den Einzelwerten standen am Freitag die Fresenius-Aktien mit einem fast 18-prozentigen Kurseinbruch negativ im Fokus. Damit wurden sie so günstig wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Fresenius hatte wegen einer zuletzt schwächeren Geschäftsentwicklung und hohen Investitionen im kommenden Jahr seine Ziele für 2020 gekappt. Die Papiere der Tochter FMC gerieten in Mitleidenschaft und verloren etwa 8,5 Prozent.

Papiere von Adidas reagierten mit einem Anstieg um knapp 1 Prozent auf eine Übernahme im Sportartikelsektor. Das Interesse einer chinesische Investorengruppe am finnischen Hersteller Amer Sports sei positiv zu werten und schüre Übernahmefantasie, sagte ein Börsianer. Übertrumpft wurden sie vor allem von den üblicherweise sehr schwankungsreichen Wirecard-Aktien, die um 2,8 Prozent kletterten. Bayer-Titel zogen im späten Handel an und gewannen letztlich 1,7 Prozent. Hier half ein Medienbericht, wonach der Investor Elliott bei dem Agrarchemie- und Pharmakonzern eingestiegen sein soll.

Außerhalb des Dax zogen Aktien von Morphosys die Blicke auf sich mit einem 3-prozentigen Kursplus, nachdem das Biotech-Unternehmen positive Therapie-Ergebnisse für einen Schuppenflechte-Wirkstoff in Aussicht gestellt hatte.

Der EuroStoxx 50 hob sich etwas vom Dax ab. Der Leitindex der Eurozone verteidigte ein Plus von 0,4 Prozent auf 3058,53 Punkte. Er profitierte damit unter anderem von Kursgewinnen in Paris und London, wo die Leitindizes Cac 40 und FTSE 100 um 0,7 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent stiegen.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 141,80 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,02 Prozent auf 163,22 Punkte nach.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1387 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1371 (Donnerstag: 1,1351) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8794 (0,8810) Euro.

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