Turbulente Woche

Dax nimmt Rekordhoch wieder ins Visier

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Zum Wochenschluss erlebt der Dax wieder einen Aufschwung.

Frankfurt/Main - Anfang der Woche hatte der Dax angesichts der Geldschwemme der Europäischen Zentralbank einen historischen Höchststand erreicht. Dann belastete die neue griechische Regierung mit ihren Äußerungen die Märkte. Zum Wochenschluss herrscht wieder eitel Sonnenschein.

Der Dax hat am Freitag sein Rekordhoch bei 10 810 Punkten wieder ins Visier genommen. Vor allem gute Vorgaben der Wall Street trieben den deutschen Aktienmarkt an, sagten Händler. Die New Yorker Börsen hatten am Vorabend angesichts wieder steigender Ölpreise und positiv aufgenommener Quartalszahlen ins Plus gedreht.

Der Dax stand am Morgen mit 0,41 Prozent im Plus bei 10 781,47 Punkten. Er war zuvor bis auf 4 Punkte an seine Rekordmarke herangerückt. Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es um 0,42 Prozent auf 18 731,43 Punkte hoch. Der TecDax gewann 0,73 Prozent auf 1498,92 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index rückte um ein Drittelprozent vor.

Marktstratege Chris Weston vom Broker IG zufolge sorgten zuletzt positivere Signale aus Europa mit einer wieder anspringenden Konjunktur ohnehin für eine anhaltend optimistische Grundstimmung an den Märkten. Die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) hält die Börsen zusätzlich in Schwung. Hinzu kamen zuletzt gute Unternehmenszahlen etwa von der Deutschen Bank und Infineon. Auch ging die Unsicherheit um das Thema Griechenland zurück. In Athen wurde am Freitag Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem erwartet.

Im Dax lagen alle 30 Aktien im frühen Geschäft im Plus. Allen voran sprangen die Papiere der Lufthansa mit plus 2,09 Prozent auf 15,38 Euro an die Indexspitze. Hintergrund waren Nachrichten eines Konkurrenten: Die Airline-Holding IAG, zu der British Airways, Iberia und Vueling gehören, bekommt einen finanzkräftigen Investor aus dem Golfstaat Katar. Die Fluggesellschaft Qatar Airways steigt mit knapp 10 Prozent bei den Europäern ein. Das sorge für Fantasie in dem Sektor, erklärten Händler.

Die Aktien der Deutschen Telekom hinkten mit plus 0,16 Prozent indes dem Markt hinterher. Ein Händler sah die Ergebnisse der Mobilfunk-Auktion in den USA als mögliche Belastung. Dort hatte der verzweifelte Kampf um Mobilfunkkunden den Preis für neue Frequenzen auf einen Rekordwert getrieben. Zu den Bietern gehörte die Telekom-Tochter T-Mobile US.

dpa

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