Schwere Schicksalsschläge

Corona-Tragödie/USA: Frau verliert innerhalb von drei Tagen Mann (59) und Sohn (20)

Trauert um ihren Mann und ihren Sohn: Cassandra Brown verlor beide an den Coronavirus.
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Trauert um ihren Mann und ihren Sohn: Cassandra Brown verlor beide an den Coronavirus.

Coronavirus in den USA: Eine Frau verliert ihren Mann, zwei Tage später muss sie auch ihren Sohn ins Krankenhaus bringen. Auch er stirbt.

  • Die USA sind derzeit eines der Länder mit den meisten Sterbefällen durch das Coronavirus*.
  • In Michigan verlor eine Frau ihren Mann (59) - und drei Tage später ihren Sohn (20).
  • Experten vermuten hohe Dunkelziffer bei sozial Benachteiligten in den USA.

Michigan (USA) - Cassandra „Sandy“ Brown ließ alle auf Facebook teilhaben, als sie Ende März ihren Ehemann Freddie verlor. Der 59-Jährige war in einem Krankenhaus an den Folgen der Covid-19-Krankheit verstorben. Sie schrieb: „Mein Schatz ist nach Hause zu Gott gegangen.“ Cassandra Brown ist - wie ihr Mann es war - Mitglied einer Pfingstkirche in Michigan.

Nur zwei Tage später folgt ihr nächster Post: „Betet für meinen Sohn Freddie Jr., ich musste ihn ins Krankenhaus bringen.“ Auch bei ihm werde Covid-19 vermutet. 

Coronavirus: Frau betet die ganze Nacht über Facebook für ihren Sohn

Wie Brown später den Detroit News erzählt, klingelte in der Nacht darauf wieder das Telefon bei ihr: „Wie schnell können Sie im Krankenhaus sein?“, so die Frage am anderen Ende - die gleiche Frage, die man ihr wenige Tage zuvor gestellt hatte, als ihr Mann im Sterben lag.

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Ihr Mann war bereits verstorben, als Brown das Krankenhaus erreichte - ihr Sohn lebte. Die ganze Nacht habe sie über Face-Time für ihn gesungen und gebetet. Doch einen Tag später verstarb auch ihr Sohn.

Coronavirus: Trauer in Zeiten der Krise

„Honey gone, now Sonny“ - Brown sagt, sie fände keine Worte für ihren Verlust gegenüber den Detroit Times. Sowohl ihr Mann als auch ihr Sohn seien sicher gewesen, sich bald zu erholen - und verstarben innerhalb von wenigen Tagen. Ihr Mann habe eine Nierentransplantation gehabt, ihr Sohn an Asthma gelitten, so Brown gegenüber der Detroit Times - er sei aber ein Football-Spieler gewesen und habe sich auf nichts mehr als auf die kommende Saison gefreut.

Wegen der hohen Ansteckungsgefahr musste Brown alleine an der Beerdigung teilnehmen, weit entfernt von den Sargträgern. In einem Facebook-Video zeigt sie, wie Freunde und Verwandte in Autos sitzen, um der Beisetzung beizuwohnen.

Auch jetzt bekommt sie keine Umarmungen - Familienmitglieder würden ihr Essen in die Garage stellen oder als Zeichen des Trosts ihre Hände gegen Browns Fensterscheiben halten. Auf Facebook sprechen ihr Menschen aus der ganzen Welt Anerkennung dafür aus, dass sie auch in diesen Zeiten Halt im Glauben findet.

In den USA vermuten Experten, dass die Dunkelziffer bei Verstorbenen weit höher liegt - weil viele nichts über Vorerkrankungen wüssten und sich nicht trauten, ein Krankenhaus aufzusuchen und dann alleine zu Hause versterben. Die Zahl der offiziellen Todesfälle war zuletzt leicht gesunken. Kraft braucht derweil auch eine Frau in England: Sie verlor einen Verlobten, der kurz vor seinem Tod noch eine emotionale Nachricht an sie schickte. 

Derweil wird Donald Trump zwar von seinem wichtigsten Corona-Berater bloßgestellt, könnte aber trotzdem zum Gewinner in der Pandemie aufsteigen.

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