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Impfung: So reagieren Menschen auf den dritten Piks gegen das Coronavirus

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Von: Yasina Hipp

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Eine dritte Impfung gegen das Coronavirus ist seit einigen Wochen für bestimmte Personengruppen möglich. Bisher war allerdings wenig über die Reaktionen auf die Booster-Impfung bekannt.

USA - Die Impfquote der doppelt geimpften Menschen liegt in Deutschland offiziell bei rund 75 Prozent. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermutet sogar, dass der Wert noch höher liegt - bei geschätzten 80 Prozent*. Die Impfung ist ein wirksames und wichtiges Mittel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie*.

Einige Personengruppen können sich seit September schon die so genannte Booster-Impfung geben lassen. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat nun auch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna für Personen mit stark geschwächten Immunsystem für die Auffrischung zugelassen.

Coronavirus: Neue Erkenntnisse zur Booster-Impfung

Die Drittimpfungen sind unter Experten umstritten, da es noch keine Daten bezüglich Wirksamkeit und Nebenwirkungen gibt. Mit einer Studie veröffentlicht vom amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ändert sich das nun. In der App „V-Safe“ konnten die rund 22.191 freiwillig Teilnehmenden körperliche Reaktionen und Nebenwirkungen nach der Impfung eintragen. Diese riesige Datenmenge werteten die Wissenschaftler anschließend aus.

Auffrischung der Corona Impfung
Eine dritte Impfung gegen das Coronavirus ist möglich. © Wolfgang Kumm/dpa

Coronavirus: Die häufigsten Reaktionen auf die Booster-Impfung

79,4 Prozent und 74,1 Prozent der Teilnehmenden die eine Drittimpfung mit demselben mRNA-Impfstoff erhalten hatten, wie zuvor, gaben an, lokale oder systemische Reaktionen gespürt zu haben. Zum Vergleich: Nach der zweiten Impfung machten 77,6 Prozent bzw. 76,5 Prozent diese Angaben. Die bedeutet, dass sich die Drittimpfung nicht signifikant von der zweiten unterscheidet. Über 90 Prozent gaben zudem, an mild oder moderat auf den Piks reagiert zu haben. Lediglich 6,7 Prozent gaben starke Schmerzen an.

Die Teilnehmer meldeten am häufigsten folgende Beschwerden nach der Booster-Impfung:

Coronavirus-Studie: Die dritte Impfung ähnlich wie die zweite

Die Ergebnisse der amerikanischen Studie zeigen also, dass die Nebenwirkungen der Auffrischungsimpfung nicht so schlimm sind, wie vielleicht erwartet. Sie ähneln derer nach der zweiten Impfung. In Deutschland haben laut focus.de etwa 800.000 Menschen ihre dritte Impfung erhalten, dazu gehören unter anderem Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung sowie Personen mit Immunschwäche und Senioren ab 80 Jahren.

Carsten Watzl, Immunologe am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der Technischen Universität Dortmund, erachtet die Auffrischungsimpfung laut focus.de als sinnvoll. Sie könne wegen einer größeren Zahl an Gedächtniszellen eine langanhaltendere Immunisierung bedeuten und zudem verstärke sich der Impfschutz durch mehr Antikörper. Gleichzeitig äußerte Watzl aber auch Kritik: „Weltweit herrscht immer noch Impfstoffmangel. Durch diesen sterben mehr Menschen als hierzulande durch eine dritte Impfung gerettet würden“.

Wer sich hingegen dazu entscheidet, sich überhaupt nicht impfen zu lassen, muss ab dem 11. Oktober für die Corona Tests* bezahlen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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