Spur führt nach Bremen

Erpressung mit Sex-Mails: Jugendlicher aus Bremen im Visier der Ermittler!

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Fiese Sex-Mails aus Bremen: Ein Jugendlicher soll versucht haben, Geld zu erpressen.

Der Täter aus Bremen machte seinen Opfern weis, dass er sie beim Porno-Schauen oder beim Sex gefilmt habe - und die Aufnahmen im Netz verbreiten will.

  • Ein 17 Jahre alter Jugendlicher aus Bremen soll erpresserische Sex-Mails versendet haben 
  • Sein Ziel laut Ermittlerin: Geld erpressen 
  • In gut 150 Fällen wird er der Erpressung verdächtigt
  • Der Schaden soll sich auf 70.000 Euro belaufen
  • Die Ermittler führten im Elternhaus des Tatverdächtigen eine Razzia durch

Bremen – Fiese Masche eines Jugendlichen aus Bremen: Er soll mehr als 150 Personen mit Sex-Mails erpresst haben. Der 17-Jährige soll seinen Opfern in den E-Mails weisgemacht haben, dass er heimliche Video-Aufnahmen von ihnen besäße. Auf den Aufnahmen angeblich zu sehen: die Betroffenen, wie sie am Rechner einen Porno guckten oder Sex hätten - alles angeblich heimlich aufgenommen durch die Web-Cam ihres Rechners.

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Sex-Mail-Erpressung aus Bremen: Drohung mit Porno-Webseiten

Über den Fall berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Zentralstelle Cybercrime Bayern und das bayerische Landeskriminalamt. Der Verdächtige drohte seinen Opfern in den E-Mails, die angeblichen Aufnahmen von ihnen zu verbreiten - außer, wenn sie ihm Geld zahlen. Das Geld verlangte er in der Form der Kryptowährung Bitcoin.

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Bitcoin-Erpressung: Jugendlicher aus Bremen soll Masche kopiert haben

Die Ermittler vermuten, dass der Verdächtige die Masche mit den Sex-Mails nachgeahmt hat. 2018 gab es demnach verstärkt ähnliche Spam-Mails von Einzeltätern oder ganzen Gruppen. In diesen E-Mails sei den Empfängern vorgespielt worden, dass ihre Computer mit Schadsoftware infiziert sei, die unbemerkt Videoaufnahmen über die Webcam anfertigt, so die AFP. Allein in Bayern seien wegen solcher Mails in dem Jahr etwa 3200 Strafanzeigen gestellt worden!

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Sex-Mail-Betrug: Razzia bei Eltern des Tatverdächtigen aus Bremen

In wirklicher Gefahr war laut den Ermittlern keines der Opfer, denn der Verdächtige hatte auf keinem Rechner tatsächlich Schadsoftware installiert. Bisher sei auch keine Geld-Zahlung eines Opfers an den Tatverdächtigen bekannt.

Der Schaden, den der 17 Jahre alte Jugendliche aus Bremen verursacht haben soll, geht aber noch weiter: durch das Anmieten von Internet-Servern und falsche Zahlungsinformationen etwa 70.000 Euro!

Der Verdächtige versuchte laut den Ermittlern, seine Sex-Mails-Masche zu verschleiern oder zu anonymisieren. Ohne Erfolg: In seinem Zimmer in seinem Elternhaus konnten sie bei einer Razzia umfassendes Beweismaterial sichern. Aus ermittlungstaktischen Gründen sei die Razzia, die schon im November durchgeführt wurde, erst jetzt öffentlich gemacht worden. Der Jugendliche hat sich laut AFP noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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AFP

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