Freundin musste Augenbinde tragen

Beim Sex als Mann ausgegeben - Frau verurteilt

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Das Opfer trug beim Sex immer eine Augenbinde. Erst als sie diese einmal abnahm, erkannte sie, dass ihr Liebhaber ihre beste Fre8undin ist.

Chester - Was für eine kuriose Geschichte: Eine Frau denkt zwei Jahre lang, dass sie Sex mit ihrem Freund hätte, dabei war es ihre beste Freundin. Die wurde nun wegen Nötigung verurteilt.

Update 14.11.2015: 

Die Frau, die sich beim Sex als Liebhaber ihrer besten Freundin ausgab, muss für acht Jahre ins Gefängnis, berichtet der britische "Guardian". Der Richter sagte demnach über die Verurteilte, sie sei eine "intelligente, obsessive, sehr manipulative, betrügerische, intrigante und durch und durch entschlossene junge Frau", die ohne Rücksicht auf andere ihre sexuelle Befriedigung verfolgt habe. Ein psychiatrisches Gutachten hatte der Frau eine soziale Phobie, eine Persönlichkeitsstörung, Depressionen und einen Zwangsstörung attestiert. Als sie abgeführt wurde, sei sie in Tränen ausgebrochen, so die "Daily Mail".

Dem britischen Boulevardblatt zufolge entwickelte die Verurteilte ihre falsche männliche Persönlichkeit bereits im Alter von 13 Jahren, als sie feststellte, dass sie sich im Kontakt zu Mädchen schwertat. Das falsche Facebook-Profil, über das 2011 der Kontakt zu ihrem letzten Opfer entstand, stellte sie mit 15 oder 16 Jahren online. Darauf behauptete sie, vonder Abstammung her halb Philippino und halb Latino zu sein. Die Profilbilder klaute sie damals von der Myspace-Seite eines männlichen Amerikaners. Das Opfer wird in dem Artikel zitiert, es sei "so verzweifelt und auf der Suche nach Liebe" gewesen, dass es allen Anweisungen der Verurteilten folgte.

Ein englisches Gericht hatte eine Frau kürzlich schuldig gesprochen, weil sie sich beim Sex mit einer Freundin als Mann ausgegeben hat. Die 25-Jährige habe ihre Stimme verstellt, sich verkleidet und ihre Freundin dazu gebracht, eine Augenbinde zu tragen, urteilte ein Gericht in Chester am Dienstag. Das Opfer hatte über zwei Jahre etwa zehnmal Sex mit dem vermeintlichen Freund. Erst dann will die Frau den Betrug entdeckt haben, weil sie die Augenbinde abnahm. Die Täterin trug einen künstlichen Penis.

Der Fall hatte wegen seiner Absurdität in den vergangenen Tagen Schlagzeilen in Großbritannien gemacht. Die nun Verurteilte hatte vor Gericht beteuert, ihre Freundin habe stets gewusst, wer sie sei. Es sei ein Rollenspiel gewesen, weil sie Probleme mit ihrer Sexualität gehabt hätten. Dass eine Augenbinde im Spiel gewesen sei und sie sich die Brust mit Bandagen festgebunden habe, wie das Opfer angab, hatte sie bestritten. Eine zwölfköpfige Jury sprach die 25-Jährige dennoch der sexuellen Nötigung schuldig.

dpa

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