Ging es auch ums Geld?

Armbrust-Drama in Passau: Psychoterror durch Thorsten W. - Ex-Schüler packt über Guru aus

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In dieser Wohnung in Wittingen wurden zwei weitere Frauenleichen gefunden. Dort wohnte die 30-jährige Tote aus der Passauer Pension.

Die Umstände der Armbrust-Morde in Passau geben Rätsel auf - auch wegen zwei weiterer Toter in Wittingen. Ein Mann könnte alles aufklären - doch er hält sich versteckt.

  • In einer Pension in Passau (Bayern) finden Mitarbeiter am Samstag (11. Mai 2019) drei Tote. Eine 30-jährige Frau aus Gifhorn in Niedersachsen sowie eine 33-Jährige und ihr 53-jähriger Begleiter aus Rheinland-Pfalz.
  • In den Leichen stecken Pfeile. Zwei Armbrüste werden sichergestellt. Am Montag wurde bekannt, dass auch eine dritte Armbrust im Spiel war.
  • Die Leichen wurden am Montag obduziert, die Ergebnisse am Dienstag vorgestellt.
  • Währenddessen wurden in der Wohnung der 30-jährigen Toten, Farina C., zwei weitere Frauenleichen gefunden. Unser bundesweites Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk berichtete als Erstes über den Fund und den Zusammenhang.
  • Alle Infos zum Armbrust-Drama in Passau im Folgenden in unserem News-Ticker.

+++ Aktualisieren +++

Up date 19. Mai 2019: Noch immer sind die Hintergründe zu den Tötungen in Passau und Wittingen nicht vollständig klar. Besonders der Tote Thorsten W. (53) steht im Fokus der Ermittlungen. Er soll laut den Aussagen eines früheren Schülers aus seiner Kampfsportschule ein Guru gewesen sein, der auf alle, vor allem aber auf Frauen, psychischen Druck ausgeübt und seine Macht demonstriert habe.

Armbrust-Toter Thorsten W.: Er verlangte Geld von seinen Schülern

Jedoch, so stellt es sein ehemaliger Schüler Nils Konrad (42) nun dar, es sei nicht nur um Macht sondern auch um Geld gegangen. So soll sich Thorsten W immer wieder an den Konten seiner Kampfsportschüler zu schaffen gemacht und von seinen Schülern hohe Summen Geld verlangt haben.

Armbrust-Tote von Passau: Schüler Thorsten W.s musste Insolvenz anmelden

Wenn man ihm sagte, es sei nichts mehr da, was man ihm geben könne, so habe er unmissverständlich klar gemacht, dass man das Geld trotzdem irgendwie zu beschaffen habe, so Konrad in einem Interview mit RTL. Bei dem ehemaligen Schüler habe dies irgendwann dazu geführt, dass er seine vielen Kredite irgendwann nicht mehr begleichen konnte und Privatinsolvenz anmelden musste.

Nur dank Frau und Tochter habe er schließlich den Absprung aus dem Umfeld Thorsten W.s geschafft. Warum Konrad das dubiose Treiben des Gurus damals nicht anzeigte, dazu machte der 42-Jährige in dem Interview keine Angaben.

Lesen Sie alle weiteren Informationen zu den Armbrust-Toten in Passau in unserem Nachrichten-Ticker. 

Passau: Armbrust-Drama in Pension - So war der 53-jährige Armbrust-Mann wirklich 

Update 18. Mai 2019: Im Fall der Armbrust-Morde von Passau dreht sich vieles den toten Torsten W. Der Mann soll der „Boss“ und „Leitwolf“ rund um das mysteriöse im Armbrust-Drama von Passau gewesen sein. 

Wie ein ehemaliger Kampfsportschüler von Torsten W. in einem Interview gegenüber RTL berichtet. Nils Konrad (42) sei nach seinen eigenen Angaben selbst von Torsten W. und dem Kampfsport fasziniert gewesen sein. Aber er sei auch drastisch mit einigen umgesprungen, habe Druck ausgeübt. „Frauen wurden immer kleingehalten. Daraus wurde kein Hehl gemacht“, sagt Konrad im RTL-Interview. Und weiter: „Frauen haben das zu tun, was man ihnen sagt.“

Nils Konrad war 15 Jahre lang an der Seite von Torsten W. Den Absprung habe er durch seine Frau und seinen Sohn geschafft. Carina U. hat es scheinbar nicht geschafft sich von dem 53-Jährigen loszusagen.  

Passau: Armbrust-Drama in Pension - Eltern erheben schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Lehrer

Update 17. Mai 2019: Das ganze Ausmaß der Armbrust-Morde von Passau ist noch immer nicht ganz geklärt, im Gespräch mit RTL äußerten sich die Eltern einer der ums Leben gekommenen Frauen. Julia U. und Olaf U. können noch immer nicht fassen, was ihrer Tochter Carina geschah. Als das Mädchen vor drei Jahren im Alter von 16 Jahren Torsten W. kennenlernte, merken die Eltern schnell, dass ihre Tochter sich verändert. Auch drei Jahre nachdem Carina U. sich entschied, sich selbst von der Familie zu entfernen, ist ihr Zimmer noch immer unberührt. „Ich habe ihre Sachen die noch verstreut waren einfach auf den Tisch gelegt und nichts gewaschen. Ich hatte immer Angst, vielleicht brauchen wir es noch einmal“, deutet Julia U. an. 

Als der Tod der drei Personen in Passau publik wird, ahnen die Eltern der 19-jährigen Carina Schlimmes. Ein DNA-Abgleich soll dann Gewissheit bringen: bei einer der beiden toten Frauen in einer Wohnung in Wittingen handelt es sich tatsächlich um die 19-jährige Carina. Ein von den Eltern engagierter Privatdetektiv eröffnete den Eltern dann erst vor zwei Monaten: ihre Tochter steht in einer „SM-Beziehung“ mit Torsten W. „Ich wäre am liebsten Amok gelaufen“, erklärt Julia U. ihre Wut auf den Guru. Die Eltern bestätigen in dem Interview ebenfalls, dass offenbar ein ehemaliger Lehrer der Schülerin die damals 16-Jährige in die Kreise brachte. Dieser beging vermutlich vor zwei Jahren ebenfalls Selbstmord. 

„Sie war 16. Sie hatte nie eine Chance. Sie ist in die Sache reingerutscht und hatte nie eine Chance da rauszukommen. Nicht aus eigener Kraft und wir durften ihr nicht helfen“, zeigen sich die Eltern in dem Interview bestürzt.

Eine andere grausame Tat ereignete sich, als eine Frau und ihr Hund in Stade bei Hamburg erschossen wurden. Die Polizei jagt den flüchtigen Ehemann, wie nordbuzz.de berichtet.

Armbrust-Drama in Passau: Eltern der toten 19-Jährigen offenbaren neue erschreckende Details

Update 16. Mai, 22.11 Uhr:Ein Nachbar des toten Thorsten W. und der tot neben ihm im Bett gefundenen Frau, äußerte sich gegenüber tvnow.de über das Paar: „Sie haben sehr zurückgezogen gelebt“. Gespräche mit den Nachbarn hätten sie vermieden, teilweise sogar die Straßenseite gewechselt, um einem Gespräch aus dem Weg zu gehen. Bis zu fünf Frauen hätten gemeinsam mit Thorsten W. dort zeitweise gelebt. Diese habe der 53-Jährige „barsch“ behandelt - sie hätten eine fast devote Haltung ihm gegenüber einnehmen müssen. Eine Kriminalpsychologin begründet die Wahl der Tatwaffe - einer Armbrust - gegenüber tvnow.de mit der Verbindung der Toten zu der Waffe über die Faszination mit mittelalterlichen Ritterkämpfen.

Auch die Mutter der gemeinsam mit einer weiteren Frauenleiche in einer Wohnung in Wittingen tot aufgefundenen 19-jährigen Carina äußerte sich bei tvnow.de. „Sie schwärmte immer nur von Thorsten, Thorsten, Thorsten“. Mit 16 hatte Carina den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen - offenbar für den 53-jährigen Thorsten W. Ein Privatdetektiv, den die Eltern engagiert hatten, bezeichnet das Verhältnis der Frauen mit Thosten W. als „SM-Beziehung“. Die Verbindung zu der SM-Szene sei das fehlende Puzzle-Teil für die Eltern von Carina gewesen. Die Verbindung zu Thorsten W. sei über Carinas Lehrer entstanden, der Suizid begangen hatte (wir berichteten unten). Die trauernden Eltern wollen nun zu der Aufklärung des Falles beitragen.

Update 16. Mai, 10.15 Uhr: Es gibt neue Erkenntnisse zu den Vorfällen in Passau und Wittingen mit fünf Toten.Wie Focus Online nun erfahren haben will, sollen alle sechs Mitglieder einer sektenähnlichen Gruppierung, bestehend aus vier Männern und vier Frauen gewesen sein, die immer wieder Räume für ihre Zusammenkünfte angemietet hätten.

Armbrust-Tote aus Passau: Vom Tod fasziniert

Die acht Männer und Frauen, darunter die fünf Toten vom Wochenende, sollen dabei die Organisatoren von Ritterkämpfen und ähnlichen Aktionen gewesen sein. Thematisch im Mittelalter angesiedelt, verband die Gruppe ein zentrales Symbol: der Tod. Schwarze Kleidung, Totenköpfe, „blutige“ Dekoration. Wie sehr die Gruppe das Leben der Zugehörigen beeinflusste, zeigt vor allem das Beispiel der toten 19-Jährigen aus Wittingen, die nach Bekanntwerden mit der Gruppe ihr altes Leben von einem Tag auf den anderen abbrach.

Auch in den USA ereignete sich nun ein schockierendes Verbrechen. Eine 19-Jährige wurde von einer 46-Jährigen Frau und ihrer Tochter brutal ermordet. Dem hochschwangeren Opfer wurde anschließen das Baby aus dem Bauch geschnitten.

Sexueller Missbrauch unter den Mitgliedern: Eltern der 19-Jährigen klagten an

Vor drei Jahren schließlich beging einer der vier Männer, ein Lehrer, Suizid. Verdächtig hierbei: Die Eltern der damals 16-jährigen Toten aus Wittingen hatten dem Mann sexuellen Missbrauch ihrer Tochter vorgeworfen, so FOCUS Online. Dies hatte der Lehrer stets bestritten. Nach seinem Tod brach das Mädchen endgültig mit ihrer Familie.

Tote aus Passau und Wittingen: Nichts deutete auf geplanten Tod hin

Nun sind nur noch zwei Männer der Gruppe am Leben. Doch diese zu finden scheint schwierig zu sein. Wie Focus Online berichtet, sind beide versucht, ihre Spuren in dem Fall zu verwischen und sich der Befragung durch Medien und Polizei zu entziehen. Dies ist vor allem daher pikant, da die beiden Männer wohl die einzigen sind, die komplette Aufklärung in dem Fall liefern könnten. Zumal noch kurz vor dem gemeinschaftlichen Tod der fünf Personen nichts auf deren Pläne aus dem Leben zu scheiden hindeutete. Im Gegenteil - sie schienen schon weitere Pläne zur Verwirklichung ihres Traums vom mittelalterlichen Leben zu haben, so Focus Online.

Ob die Polizei mehr Erfolg hat, den verbliebenen Angehörigen der Mittelalter-Truppe ausfindig zu machen, wird sich zeigen. Bis dahin bleiben die wahren Hintergründe der schrecklichen Vorgänge in Passau und Wittingen wohl ungeklärt.

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/.

Update 15. Mai, 16.55 Uhr: Nach den Armbrust-Morden in Passau könnten die Ermittlungen noch mehrere Wochen dauern. Wie der BR berichtet, wurden mehrere Gutachten in Auftrag gegeben. Demnach soll unter anderem geklärt werden, ob und wie es möglich ist, sich mit einer Armbrust selbst zu töten. 

Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass eine 30-jährige Frau als Letzte am Leben war und sich das Leben nahm. Durch ein Gutachten soll ein möglicher weiterer Beteiligter ausgeschlossen werden. Zudem soll ein toxikologisches Gutachten klären, ob Medikamente oder Gift im Spiel waren. Einen Zwischenbericht der Kripo erwarte Oberstaatsanwalt Walter Feiler in zwei bis drei Wochen, so der BR.

Video: Armbrust-Waffen stammen offenbar aus Österreich

Armbrust-Mord in Passau: „Unterwürfiges Verhalten“ der Frauen - Suche nach Motiv

Update 15. Mai, 07.13 Uhr: Der Armbrust-Fall mit drei Toten in Passau und zwei Toten im niedersächsischen Wittingen gibt weiter Rätsel auf. Insbesondere die Frage nach einem Motiv für das gesamte Geschehen ist noch nicht geklärt.

Die Obduktionen der Leichen haben am Dienstag zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Toten aus Passau gab Hinweise auf die Tatumstände. Die Staatsanwaltschaft geht bei dem 53-Jährigen und den beiden 33 und 30 Jahre alten Frauen von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. 

Geklärt ist die Identität der beiden am Montag in einer Wohnung in Wittingen gefundenen Frauen. Wie sie ums Leben kamen, blieb zunächst unklar. Bei einer der Frauen handelte es sich laut Polizei um die Lebensgefährtin der 30-Jährigen. Die zweite Tote ist eine 19-Jährige, die ebenfalls in der Wohnung lebte.

Der Fernsehsender RTL berichtete am Dienstagabend unter Verweis auf Ermittler, dass es sich bei der 19-Jährigen um eine seit mehreren Jahren vermisste Jugendliche handeln dürfte. Deren Eltern berichteten im Interview, wie ihre Tochter den 53-Jährigen im Kampfsportclub kennenlernte und wenig später den Kontakt zur Familie abbrach.

Die Zeitung „Bild“ zitierte am Abend einen Mann, der von seiner Begegnung mit dem 53-Jährigen berichtete. Demnach hatte er dem 53-Jährigen vorübergehend einen Pferdehof verpachtet. Die Frauen sollen sich dem 53-Jährigen gegenüber auffallend unterwürfig verhalten haben.

Passau: News vom Dienstag, 14. Mai, zu den Armbrust-Morden

21.10 Uhr: Die Todesfälle rund um den Passauer Armbrustmord sorgen auch am zweiten Schauplatz der mysteriösen Todesserie, in Wittingen, für Aufregung und Sorge. „Das ist Gesprächsthema Nummer eins im Ort“, sagte der Bürgermeister des Ortes, Karl Ridder, am Dienstag. Betroffenheit herrsche auch an der örtlichen Grund- und Oberschule. Dort hatte eine 35-Jährige unterrichtet, die nun tot aufgefunden wurde. „Die Schüler und Lehrer werden dort aktuell betreut“, sagte Ridder.

In dem idyllisch gelegenen Westerwalddorf nahe Hachenburg, in dem der 53-jährige Getötete aus der Passauer Pension gelebt hat, bewachten am Dienstag unterdessen zwei Polizisten in einem Streifenwagen das große Wohnhaus des Toten. Teils unverputzt, dreistöckig, steht es an einer kleinen Straße.

Dennis, ein 28-jähriger Anstreicher, sagte einem Reporter der dpa: „Der Ort ist geschockt. Das ist hier eine verschlafene Gegend, hier fällt höchstens mal eine Kuh um, so was kennt man hier gar nicht.“ Am Montag sei viel Kripo bei dem Wohnhaus des Getöteten gewesen. „Seinen Sohn haben sie wohl als Zeugen mitgenommen.“ Alles sei sehr merkwürdig. „Wer weiß, was in seinem Kopf vorging?“

Ein anderer Fall, ebenfalls aus Bayern, sorgt nun für Aufsehen. In einem Haus im Landkreis Schweinfurt wurden die Leichen eines Ehepaars gefunden. Nun wurde bekannt, dass es sich dabei unter anderem um einen Ex-Profi-Sportler handelt, berichtet Merkur.de*.

Armbrust-Morde in Passau: Neue Details zu Wittingen - Ergebnis der Obduktion

17.35 Uhr: Neue Informationen aus Wittingen: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag mitgeteilt haben, handelt es sich bei den beiden dort gefundenen Toten um eine 35 Jahre alte Lehrerin und um eine 19-Jährige, die an der selben Adresse in der Ortschaft wohnhaft war.

Klar ist laut dem Gifhorner Polizeisprecher Thomas Reuter: In der Wohnung in Wittingen hat es kein Gewaltverbrechen gegeben, die Spurenlage gebe "keine Hinweise auf Gewalt- oder Fremdeinwirkung". Die Todesursache ist damit zunächst weiter offen.

Weitere Erkenntnisse erhoffte sich die Polizei von der Obduktion. Die wurde am Dienstag in der Rechtsmedizinin der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt. Das Ergebnis stützt offenbar die bereits zuvor aufgestellten Thesen, erhellt die Hintergründe der Todesfälle aber ansonsten kaum: Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung wurden nicht gefunden. Der Todeszeitpunkt der beiden Frauen liege einige Tage zurück, hieß es.

Ob es in Wittingen einen Zusammenhang mit der Ritterszene gibt, wie er in Passau vermutet wird, ist laut Reuter unterdessen noch offen.

Passauer Armbrust-Morde: Eine der toten Frauen aus Wittingen ist erst 19 Jahre alt - News

14.33 Uhr: Laut dem Gifhorner Polizeisprecher Thomas Reuter hatten die tote 35-Jährige, deren Leiche in Wittingen gefunden wurde, und Farina C., die sich mutmaßlich selbst mit der Armbrust in der Passauer Pension richtete, eine eingetragene Lebenspartnerschaft. 

Video: Armbrustmorde in Passau - zwei weitere Tote in einer Wohnung gefunden

Tote 19-Jährige wohnte erst kurz in Wittingen

Die zweite Tote in der Wohnung sei eine 19-Jährige gewesen, die ebenfalls seit kurzem ihren Wohnsitz in Wittingen hatte und vorher in Rheinland-Pfalz wohnte - das Bundesland, aus dem auch der 53-jährige Mann und die 33-jährige Frau stammen, die zusammen mit Farina C. in Passau aufgefunden wurden. In welcher Beziehung sie zu den anderen beiden Frauen aus Wittingen gestanden habe, sei noch Gegenstand von Ermittlungen.

13.01 Uhr: Wie unser Partnerportal az-online.de* auf Nachfrage von der Polizei Gifhorn aktuell erfahren hat, handelt es sich bei einer der beiden toten Frauen aus Wittingen nicht, wie ursprünglich berichtet, um die Schwester von Farina C.. Stattdessen handelt es sich um eine 19-Jährige, die nicht mit der Toten verwandt ist. Die andere Tote (35) ist tatsächlich die Lebensgefährtin von Farina C..

12.01 Uhr: Zurück nach Wittingen: Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass die beiden toten Frauen um die 30 in der Wohnung von Farina C. (besagte Tote, 30, aus Passau) keine Spuren von Gewalt aufweisen. Die Todesursache wird mit einer Obduktion geklärt. Eine der Toten ist dem Vernehmen nach die Lebensgefährtin von Farina C..

Armbrust-Morde in Passau: Staatsanwaltschaft geht von „Tötung auf Verlangen aus“

10.51 Uhr: Im Fall der drei in einer Passauer Pension mit Armbrustpfeilen getöteten Menschen geht die Staatsanwaltschaft von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Es gebe weiterhin keine Hinweise darauf, dass eine vierte Person an dem Geschehen beteiligt gewesen sein könnte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Dienstag.

Obduktion ergibt nach Armbrust-Morden in Passau erschreckende Details

9.21 Uhr: Das vorläufige Obduktionsergebnis liegt vor. Demnach wurden der Mann und die Frau, die gemeinsam in einem Bett in einer Passauer Pension lagen, jeweils durch einen Schuss ins Herz getötet, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Passau am Dienstag sagte. Bei der 30-Jährigen, die in dem Zimmer auf dem Boden lag, sei ein Schuss in den Hals sofort tödlich gewesen.

Die beiden Leichen im Bett hätten weitere Pfeile aufgewiesen, die den Erkenntnissen nach jedoch erst nach den tödlichen Schüssen ins Herz abgeschossen worden seien. Bei keiner der drei Leichen gebe es Kampf- oder Abwehrspuren. Zudem seien in dem Pensionszimmer zwei Testamente gefunden worden, die von den beiden im Bett liegenden Personen stammten, sagte der Sprecher. 

Nach Armbrust-Morden in Passau führt Spur in die Mittelalter-Szene

Update vom 14. Mai, um 07.17 Uhr: Nun kamen weitere Erkenntnisse ans Licht: Wie Merkur berichtet wurden zwei moderne Armbrust-Waffen unterschiedlicher Größe bei den Morden verwendetet. Eine dritte Armbrust fand sich zwar im Zimmer in einer Tasche, wurde aber nicht benutzt. 

Dass das Trio vom Mittelalter fasziniert war, vor allem auch von den Waffen, steht außer Frage. Die Toten standen in Kontakt mit einem kleinen Mittelalter-Laden „Milites Conductius“ (lateinisch richtig wäre conducti – ein Haufen Soldaten) in Hachenburg/Rheinland-Pfalz, von wo aus Met und „Gewandung“ (Kleidung), aber eben auch Waffen verkauft wurden. Die Bild will sogar wissen, dass einer der Getöteten der Inhaber des Ladens war.

Gleich sieben Sympathisanten von „Milites Conductius“ (darunter die Toten) sind auch auf der Homepage des Belgiers Frederic Piraux aufgeführt, der eine „International Jousting League“ (dt.: Turnier-Liga) gegründet hat. Ziel war es, die Mittelalter-Spiele zu professionalisieren. „Das Projekt ist aber total gescheitert, jeder hatte seine eigenen Regeln“, sagte ein Mitglied von IJL, das vor Jahren ausgestiegen ist. 

Ob und wie nun „Milites Conductius“ mit den Toten von Passau und Wittingen zusammenhängt, dürfte eine der Fragen sein, der die Polizei jetzt nachgeht. „Weitere Angaben, insbesondere zu den Hintergründen bzw. in welcher Beziehung die Personen zueinander standen, sind aktuell Gegenstand der Ermittlungen“, erklärt Stefan Gaisbauer vom Polizeipräsidium Niederbayern.

Armbrust-Morde in Passauer Pension: Zwei weitere Leichen gefunden

22.43 Uhr: Polizei-Großeinsatz gestern Vormittag in der Junkerstraße in Wittingen, einem 12.000-Einwohner-Städtchen im Kreis Gifhorn/Niedersachsen: In einem Mehrfamilienhaus sind zwei Frauenleichen gefunden worden. Die beiden toten Frauen sind um die 30 Jahre alt. Eine der beiden ist die Schwester von Farina C. und lebte mit ihr in einer Wohnung. Nun ist sie ebenso wie ihre Schwester tot. Farina C. war erst seit März in Wittingen gemeldet und im zivilen Leben Bäckerei-Verkaufsleiterin. Ihre Leidenschaft aber gehörte wohl der Mittelalter-Szene, dem bunten Treiben auf den Mittelalter-Märkten mit Gauklern und Ritterturnieren. 

Nun ist sie auf mittelalterlich anmutende Weise zu Tode gekommen und hat wohl zwei weitere Menschen mit in den Tod gerissen. Damit führt die Spur nun nach Passau, zu der abgelegenen Pension „Zur Triftsperre“ an der Ilz, die seit Samstag im Zentrum von Ermittlungen zu den drei rätselhaften Todesfällen steht. Die Toten sind neben Farina C. ein Mann namens Torsten W. (53) sowie Kerstin E. (33). 

Heute soll das Ergebnis der Obduktion vorliegen. Doch schon gestern wurde bekannt, dass Kerstin E. und Torsten W. Hand-in-Hand nebeneinander im Doppelbett lagen. Farina C. wurde auf dem Boden des Dreibett-Zimmers tot aufgefunden. „Es ist auszuschließen, dass eine weitere Person beteiligt war“, sagte gestern der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler. Nach seinen Aussagen war mehrere Male geschossen worden. Die Stirn und das Gehirn von Torsten W. waren von zwei Pfeilen durchbohrt, es fanden sich bei ihm auch weitere Einschüsse. Mehrere Verletzungen durch Pfeile wies auch der Körper von Kerstin E. auf. Nur ein Einschuss war indes in der Leiche von Farina C. zu entdecken. Dies könnte darauf hindeuten, dass sie als letzte schoss. 

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/.

Armbrust-Morde in Passau: Testamente am Tatort gefunden?

20.35 Uhr: Es dringen weiter verstörende Details zu den rätselhaften Morden in Passau und Wittingen an die Öffentlichkeit. Wie die Bild-Zeitung erfahren haben will, waren die drei Toten in der Passauer Pension allesamt Mitglieder in einem „internationalen Ritterverein“, der unter anderem Turniere ausrichtet. Das habe die Staatsanwaltschaft Passau bestätigt.

Weiter schreibt das Blatt, das Trio habe in Passau auf dem Rückweg aus Österreich Halt gemacht. Dort hätten die drei Getöteten die drei Armbrüste gekauft, die später auch am Tatort gefunden wurden. Zudem seien bei den beiden auf dem Bett aufgefundenen Leichen Testamente gefunden worden. Die beiden in Passau aufgefundenen Frauen seien darüberhinaus „auffällig schwarz gekleidet“ gewesen.

Weitere Erkenntnisse soll die Obduktion der fünf getöteten Menschen erbringen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen im Laufe des Dienstages vorliegen.

15.46 Uhr: Die Spurensicherung arbeitet seit 14.25 Uhr in der Mordwohnung in Wittingen. Die AZ* sprach mit mehreren schockierten Nachbarn vor Ort. „Die war immer ein bisschen komisch“, sagt eine Anwohnerin. „Immer schwarz gekleidet. So gothic-mäßig.“ Gegrüßt habe sie auch nie. Eine Familie war wohl im selben Haus, als die Morde passierten. Sie habe aber nichts mitbekommen.

In dieser Wohnung in Wittingen wurden zwei weitere Frauenleichen gefunden. Dort wohnte die 30-jährige Tote aus der Passauer Pension.

Die Wohnung liegt in einem Mehrfamilienhaus in der Junkerstraße in Wittingen. Sie ist Teil eines seit Jahren geschlossenen Cafés.

14.46 Uhr: Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau sowie die Polizei Niederbayern bestätigen den Fund nun auch offiziell. Laut einer aktuellen Mitteilung der Polizei Niederbayern soll die Kriminalpolizei Gifhorn nun zu Hintergründen und Identität der beiden toten Frauen ermitteln. Die Kripo Passau leitet die Ermittlungen in dem Fall.

14.03 Uhr: Die Wohnung befindet sich in Wittingen (Kreis Gifhorn) in Niedersachsen (siehe unsere Exklusiv-Geschichte aus Passau unter Update, 12. Mai, 18.01 Uhr). Die 30-Jährige ist dort nach Informationen unseres Redaktionsnetzwerks seit März gemeldet. Die Polizei ist aktuell vor Ort und sichert die Spuren am Tatort. Reporter unseres Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks* sind ebenfalls vor Ort. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber Bild.de bestätigt, soll es sich um zwei Frauenleichen handeln.

+++ EIL: Zwei weitere Tote in Zusammenhang mit Armbrustmorden in Passau in Wittingen gefunden +++

+++EIL: 13.31 Uhr: Nach Informationen unseres Partnerportals az-online.de* wurden zwei weitere Leichen in der Wohnung der 30-jährigen Armbrusttoten aus Niedersachsen gefunden. Weitere Informationen folgen.

Tatort: Die idyllisch gelegene Pension an der Ilz.

12.20 Uhr: Nach aktuellen Informationen unserer Redaktion weisen die beiden Leichen (der 33-Jährigen und des 53-Jährigen aus Rheinland-Pfalz, die Hand in Hand im Bett aufgefunden wurden) mehrere Schusswunden auf. Besonders die Leiche des Mannes gab ein verstörendes Bild ab. Allein in seinem Kopf steckten zwei Pfeile. Die Pfeile traten durch die Stirn ein und haben den Kopf fast komplett durchstoßen.

Passau: Fund von drei Toten in Zimmer von Pension: Details verstören

Update vom 13. Mai, 10.03 Uhr: Zwei Tage nach dem Fund von drei Leichen in einer Pension in Passau hat die Polizei weitere Details bekannt gegeben. Laut einer aktuellen Meldung der Polizei Niederbayern lagen die Leichen des 53-jährigen Mannes und der 33-jährigen Frau gemeinsam in einem Bett, die tote 30-Jährige lag auf dem Boden.

Auslage: In so einem Zimmer hat sich das Todesdrama abgespielt.

Zudem stellten die Ermittler eine dritte Armbrust sicher, die sich noch in einer Tasche befand und nach ersten Erkenntnissen nicht benutzt wurde. Bislang war der Fund von zwei Armbrüsten bekannt (Lesen Sie weiter unten unter Update, 12. Mai, 18.01 Uhr, unsere Exklusivgeschichte zum Fall).

Der Passauer Neuen Presse hat der Juniorchef der Pension noch weitere Details genannt, von denen er wissen will. Sie lesen sich sehr grafisch. Demnach lag das tote Paar Hand in Hand auf dem Bett. Pfeile steckten in Brust und Köpfen. Die 30-Jährige lang mit einem Pfeil in der Brust auf dem Boden in einer Blutlache. 

Update vom 13. Mai, 6.28 Uhr: Die drei Toten in einer Pension in Passau geben weiter Rätsel auf. Was dort am Samstag genau geschah, ist noch unklar. Zwei Frauen (30 und 33) und ein 53-jähriger Mann sind tot. Eine Obduktion ihrer Leichen soll weitere Hinweise geben.

Zwei junge Frauen und ein Mann liegen tot in Pensionszimmer in Passau - in Leichen stecken Pfeile

Update vom 12. Mai, 18.01 Uhr: Passau – Es ist das hinterste Zimmer im zweiten Stock, das noch sauber gemacht werden muss. Das Zimmermädchen öffnet die Tür nur einen Spalt und sieht einen Körper auf dem Bett. „Da hat jemand eine Puppe draufgelegt“, sagt sie zur Kollegin. 

Mysteriöser Mordfall in Pension nahe Passau: Zimmermädchen finden drei Tote

„Ein Puppe?, das kann doch nicht sein“, antwortet die Kollegin. Sie öffnen die Tür noch ein kleines Stück, dann merken sie, dass sie sich mitten in einem mysteriösen Mordfall befinden.

Video - Drei Tote in Pension in Passau: In den drei Leichen stecken Pfeile - daneben liegen zwei Armbrüste

In dem Dreitbettzimmer der idyllisch gelegenen Pension, direkt an der Ilz und nahe Passau, wurden am Samstagmittag drei Leichen entdeckt. Vermutlich erlagen die zwei Frauen (30 und 33) und der Mann Verletzungen, die ihnen mit Armbrustbolzen oder -pfeilen beigebracht wurden, denn zwei solche Waffen befanden sich ebenfalls im Zimmer. Wer schoss? Wie tötete sich der oder die Schützin dann selbst? Und was steckt hinter diesem Fall?

Drei Menschen mit Pfeilen getötet in Pensionszimmer nahe Passau: So nahm Tragödie ihren Lauf

Idyllisches Fleckchen: Die Pension aus der Vogelperspektive.

Die Tragödie nahm am Freitagabend ihren Lauf. Draußen, wo der Regen wie wild prasselte, sich der Lärm mit dem Rauschen der Ilz überlagerte, parkte um 22 Uhr ein weißer Pickup vor der Pension. Im Wagen saßen drei Personen, ein 53-jähriger Mann, seine Begleiterin aus Rheinland-Pfalz, und eine 30-jährige Frau. 

Carina C. (Name geändert) aus einer Stadt im Kreis Gifhorn (Niedersachsen) hatte ein Dreibettzimmer gebucht. Ohne Frühstück, für drei Nächte, 85 Euro die Nacht. Sie waren zum ersten Mal hier. Die Küche hatte schon geschlossen, hungrig waren die Drei sowieso nicht, sie wollten nur schnell in ihr Zimmer.

Mysteriöser Mordfall in Passau: Mann in Anzug und weißem Bart - Frauen in schwarz gekleidet

„Es war eine seltsame Gruppe“, erinnert sich ein Gast später. Der ältere Mann aus Rheinland-Pfalz wirkte in seinem Anzug sehr seriös, dazu trug auch sein weißer Bart bei, der ihm vorne bis zum Brustbein reichte. Die beiden Frauen waren in Schwarz gekleidet. Sie wünschten allesamt einen „Guten Abend“, nahmen noch Wasser und Cola mit und gingen dann die Treppe hinauf in den zweiten Stock. Das war das letzte Mal, als sie lebend gesehen wurden.

„Sie wollten nur schnell auf ihr Zimmer“ - nur, was passierte dann?

Was ereignete sich in dem schlichten Zimmer mit Doppel- und Einzelbett? Das versucht die Kripo Passau mit der Staatsanwaltschaft Passau herauszufinden. „Derzeit liegen keine Anhaltspunkte auf eine mögliche Beteiligung weiterer Personen vor“, berichtete Polizeisprecher Stefan Gaisbauer. „In den Körpern der Toten befanden sich Pfeile, welche vermutlich mit den aufgefundenen Armbrüsten in Zusammenhang stehen.“ Die Leichen werden nun obduziert. Danach sollte feststehen, woran die zwei Frauen und der Mann starben.

Unklar war gestern auch, in welchem Verhältnis die Opfer zueinander standen. Carina C., die das Zimmer gebucht hatte, gilt in ihrer Heimatort als eine junge Frau, die sich gerne zurückzieht. „Als wolle sie mit niemandem zu tun haben“, sagt eine Nachbarin. „Sie ist offenbar gerne alleine.“ Und dennoch hatte sie Kontakt zu Leuten, die mindestens 500 Kilometer entfernt wohnten.

Der Betrieb in der Wirtschaft und der Pension lief gestern wie gewohnt weiter. Zum Muttertag war das Gasthaus ausgebucht. Eine junge Mutter, die wie alle Anwesenden von der Tragödie erfahren hatte, sagt: „Das ist schon unfassbar.“

Am Stammtisch kann man sich nur an einen vergleichbaren Fall erinnern. Als eine junge Magd in der Ilz etwas weiter flussabwärts ertränkt aufgefunden wurde. 1944 war das, der Mörder wurde nie gefunden.

Einen Schock gab es auch an einem Sportplatz, als ein Anwohner in Emmerthal bei Hannover die Leiche einer jungen Frau in einer Hütte gefunden hatte, wie nordbuzz.de berichtet.

Update vom Sonntag, 12. Mai 2019: Die Meldung vom Fund dreier Personen, die leblos neben zwei Armbrüsten in einer Passauer Pension entdeckt worden sind, gibt weiter Rätsel auf: Noch immer ist unklar, in welcher Beziehung die zwei verstorbenen Frauen und der tote Mann stehen - die Ermittlungen der Kriminalpolizei Passau dauern noch an. 

Dennoch ist nun ein neues Detail bekanntgegeben worden, das erschaudern lässt: in den leblosen Körpern der Toten sind Pfeile gefunden worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion der Leichen angeordnet. 

Angestellte hatten die drei Toten am Samstag in einem Zimmer der Pension entdeckt - bisher gibt es keine Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Personen. 

Horror-Fund in Pension in Passau: Zwei tote Frauen gefunden - daneben zwei Armbrüste

Das war unsere Erstmeldung vom Samstag, 11. Mai 2019:

Passau - Wie das Polizeipräsidium Niederbayern aktuell berichtet, haben am heutigen Samstag Bedienstete einer Pension drei Tote in einem Zimmer gefunden.

Kurz vor Mittag betreten Mitarbeiter der Pension das Zimmer, wahrscheinlich für die tägliche Reinigung. Doch dort wartet eine grausige Szene auf die Angestellten: Zwei junge Frauen liegen da und ein älterer Mann. Alle drei sind tot. Besonders gruselig: Neben den Toten liegen zwei Armbrüste. 

Sie verständigen sofort die Polizei, die mit einem Großaufgebot inklusive Kripo anrückt.

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Gruselfund in Passau: Zwei Tote Frauen in Hotelzimmer - daneben Armbrüste

Die Polizei findet schnell heraus, dass es sich bei den Toten um zwei Frauen im Alter von 33 und 30 Jahren sowie einem 53 Jahre alten Mann handelt. Die Toten stammen aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. 

Sie hatten sich am Freitag in die Pension im Passauer Ortsteil Unteröd im Ilztal eingemietet. Laut pnp.de war es die Reinigungskraft, die die Toten gefunden hat. Der Juniorchef verständigte dann die Polizei. Die Pension liegt im Ilztal. Eigentlich ein sehr schöner, friedlicher Ort an der Ilz gegenüber der Burg Reschenstein.

Die Kriminalpolizei Passau hat vor Ort in enger Abstimmung mit der Passauer Staatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. 

Für die Polizei sind derzeit die Hintergründe für das Ableben der Personen noch völlig offen, auch steht noch nicht fest, in welcher Beziehung die Personen miteinander stehen. 

Die Ermittlungen dauern an.

Bei einem anderen Drama wurde eine 93-jährige Frau aus Hannover ihrer Küche getötet, wie nordbuzz.de* berichtet.

kmm

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