Statistisches Bundesamt

Arbeitslosigkeit ist Hauptursache für Überschuldung

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Wer den Job verliert, läuft Gefahr hohe Schulden aufzuhäufen. Foto: Jens Kalaene

Wiesbaden (dpa) - Der mit Abstand größte Auslöser für Überschuldung ist Arbeitslosigkeit. Das trifft auf 21 Prozent der Menschen zu, die 2017 eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Auch ein über längere Zeit zu niedriges Einkommen führte demnach in 7 Prozent zu hohen Schulden, die möglicherweise nicht mehr zurückgezahlt werden können. Mehr als jede vierte Überschuldung (28 Prozent) geht damit auf ein weggebrochenes oder zu geringes Arbeitseinkommen zurück.

Weitere Hauptauslöser für das Abrutschen in die Schuldenfalle sind Erkrankung, Sucht oder Unfall (zusammen 15 Prozent) sowie Trennung, Scheidung oder Tod des Partners (insgesamt 13 Prozent). Zu hohe Konsumausgaben sind laut der Wiesbadener Behörde relativ selten der Hauptauslöser für Überschuldung: Dies treffe auf 12 Prozent der Fälle zu. Bei 8 Prozent war eine gescheiterte Selbstständigkeit die dominierende Ursache.

Die Ergebnisse der Statistiker beruhen auf Angaben von 528 der rund 1400 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland zu rund 127 000 beratenen Personen. Die Daten wurden anschließend hochgerechnet.

Mitteilung Destatis

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