„Eine Art Kettenreaktion“

Horror-Unfall bei Ferienfreizeit: Pferde drehen durch und verletzen 20 Kinder - teils schwer

Vier Pferde rennen auf einer Koppel.
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Pferde rennen auf einer Koppel.

In der Pfalz kam es bei einer Ferienfreizeit zu einem schweren Unfall. 20 Kinder und ein Erwachsener wurden verletzt, weil Pferde plötzlich scheuten.

  • Kinder ritten bei einer Ferienfreizeit in Annweiler Pferde im Wald aus.
  • Wegen eines lauten Knalls scheuten die Pferde plötzlich - und verletzten dabei 20 Kinder und eine Betreuungsperson.
  • Zwei Kinder erlitten schwere Verletzungen und wurden mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert.

Annweiler (Rheinland-Pfalz) - Es sollte ein friedlicher Kinder-Reitausflug werden - und endete in einem schlimmen Unfall. Ein Pferde-Ausritt im Rahmen einer Ferienfreizeit im pfälzischen Annweiler hatte schwere Folgen. Doch was ist passiert?

Während einer Ferienfreizeit ritten Kinder und ihre Betreuungspersonen am Dienstag auf Pferden in den Wald. Es gab laut Zeugenberichten einen lauten Knall, woraufhin einige Pferde durchgingen. 20 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren und eine Betreuungsperson wurden dabei verletzt. Zwei Kinder wurden sogar so schwer verletzt, dass sie per Rettungshubschrauber in Kliniken gebracht werden mussten. Alle Pferde waren bereits mit Kindern vertraut.

Pferde-Unfall in Annweiler (Rheinland-Pfalz): 20 Kinder und eine Betreuungsperson verletzt

Zwei Kinder und die erwachsene Person erlitten zudem mittelschwere Verletzungen, auch sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. 16 Kinder wurden leicht verletzt. Keines der Kinder befindet sich in Lebensgefahr. „Es war so eine Art Kettenreaktion“, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Kinder seien von den Pferden gefallen. Bei dem Unglück waren Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und Rettungskräfte im Einsatz.

Daniel Schäfer, leitender Notarzt, erläutert die Geschehnisse in einem Video-Interview. „Es gab wohl einen lauten Knall, die Pferde gingen durch. Einige der Kinder sprangen selbst ab, andere wurden abgeworfen.“ Besondere Schwierigkeiten habe die Stelle des Unfalls bereitet, weil sie sich in einem unwegsamen Gebiet mehrere Kilometer innerhalb des Waldes befand.

Pferde sind Fluchttiere und können äußerst empfindlich auf laute Geräusche oder andere Einflüsse in der Umgebung reagieren. Oft ist es schwer, direkt die Ursache zu finden, wenn Pferde scheuen. In einem solchen Schockzustand reagieren die Tiere nicht mehr auf Befehle und bewegen sich unkontrolliert. So geschehen auch auf dem Mittleren Ring in München: Pferde hatten sich hoffnungslos vergaloppiert*. Aber auch Menschen können sich gehörig vergaloppieren: Unbekannte rammten Pferden im April spitze Gegenstände in den Hals*. (epp) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks..

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